Wettbewerbskennzahlen 2019/2020

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Der Bahntower in Berlin, Potsdamer Platz - mit Blick auf den Reichstag

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Wettbewerbskennzahlen 2019/2020


Der Bericht zeigt die verkehrliche und wettbewerbliche Entwicklung in den Verkehrsmärkten und liefert Daten zur Umwelt- und Klimabilanz. Hier einige Auszüge:

  • Schiene baut 2019 Marktanteil im Personenverkehr aus
    Die Bahnen haben 2019 im deutschen Personenverkehrsmarkt die höchste Wachstumsrate aller Verkehrsträger erzielt. Die Verkehrsleistungen stiegen um 2,1%, der Marktanteil erhöhte sich auf 8,9% (2018: 8,8%). Die Anteile der Straße und des innerdeutschen Luftverkehrs lagen unverändert bei 83,8% beziehungsweise 0,9%. Der öffentliche Straßenpersonenverkehr musste Anteile abgeben und erreichte 6,4% (2018: 6,5%). Ein Grund war der rückläufige Buslinienfernverkehr.
  • Schwieriges Marktumfeld für die Güterbahnen
    Ein schwaches Wirtschaftswachstum und vor allem eine sinkende Transportnachfrage schienenaffiner Industrien wie Stahl, Kohle, Chemie und Automotive haben den Schienengüterverkehr 2019 belastet. Zudem gab es Rückverlagerungen zur Binnenschifffahrt, die 2018 aufgrund des Niedrigwassers Verkehre an die Schiene verloren hatte. Der Marktanteil der Güterbahnen fiel auf 18,1% (2018: 18,7%). Der Anteil der Straße stagnierte bei 72,1%.
  • Intramodaler Wettbewerbsdruck bleibt hoch
    Im Schienenpersonennahverkehr haben die Wettbewerberbahnen ihren Anteil an den bestellten Zugkilometern weiter ausgebaut. 2019 stieg er auf 36% (2018: 35%). Im Güterverkehr erreichten die Wettbewerber von DB Cargo einen Marktanteil von 55,8% (2018: 54,9%).
  • Höhere Trassennachfrage in 2019
    2019 stieg die Betriebsleistung auf dem Schienennetz der DB um 0,5% auf 1.090 Millionen Trassenkilometer. Die Zuwächse resultierten vor allem aus einer gestiegenen Trassennachfrage im Fernverkehr und Mehrbestellungen im Regionalverkehr. Konzernexterne Bahnen legten weiter zu: Ihr Anteil an der gesamten Betriebsleistung kletterte 2019 auf 33,8% (2018: 32,2%).
  • Corona-Pandemie bremst Mobilitäts- und Transportnachfrage aus
    2020 werden die Verkehrsleistungen deutlich sinken. Im Personenverkehr wird der Leistungsrückgang im motorisierten Individualverkehr auf minus 15% geschätzt. Bei der Schiene könnte er doppelt so hoch ausfallen. Im Güterverkehr werden für die Schiene 12% und für die Straße 10% geringere Verkehrsleistungen im Vergleich zu 2019 prognostiziert.
  • Klimaschutz bleibt zentrale Herausforderung
    Ohne eine Verkehrsverlagerung auf die Schiene sind die Klimaziele nicht zu erreichen. Die Vorteile der Schiene: Schon heute werden mehr als 90% der Verkehrsleistung elektrisch erbracht. 2019 lag der Ökostromanteil am DB-Bahnstrom bei 60% und damit deutlich über dem öffentlichen Strommix. Ein DB-Fernverkehrszug mit 100% Ökostrom stößt im Gegensatz zu Pkw und Flugzeug praktisch keine Treibhausgase mehr aus. Im Vergleich zum Lkw erzeugt der Schienengüterverkehr 80% weniger Emissionen.