Was sind die besonderen Herausforderungen für das Projekt?
Die große Herausforderung bei diesem Ausbauprojekt ist, dass die meisten Arbeiten unter dem rollenden Rad, also bei laufendem Zugbetrieb stattfinden. Jeden Tag fahren weiterhin rund 300 Züge über unsere Strecke. Gleichzeitig wird sie von zwei auf vier Gleise erweitert. Das erfordert unterschiedlichste Bauzustände. Wir sind deshalb froh, wenn wir nach der Ostersperrpause einmal die Fernbahngleise komplett erneuert und fertig gestellt haben. Dann können wir allen Verkehr über diese Gleise abwickeln und nebendran ungestört die neuen S-Bahn-Gleise fertigstellen. Das macht vieles leichter und wir kommen dann auch deutlich schneller voran.
Außerdem ist es natürlich ein Ausbauprojekt mitten in der Metropole Frankfurt am Main. Wir bauen mitten im eng besiedelten Gebiet. Da ist oft gerade so Platz genug für die zusätzlichen Gleise. Kein Millimeter mehr. Zum Beispiel unter der B3 entlang der Nidda, wo wir mit unseren neuen Gleisen ganz knapp unter der vorhandenen Autobahnbrücke durchgekommen sind. Diese Präzision war vorab geplant. Ist aber natürlich herausfordernd.
Nicht zuletzt haben wir dadurch, dass wir mitten in der Stadt bauen, auch viele Nachbarinnen und Nachbarn in unmittelbarer Nähe zu unseren Bauarbeiten. Da muten wir den Menschen schon viel zu, was Baulärm und Bauverkehr und alle damit verbundenen Einschränkungen angeht.