Ausbaustrecke Angermünde–Stettin: Hauptarbeiten im zweiten Bauabschnitt beginnen

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02. Juli 2026, 11:00 Uhr
Berlin
Zweites Gleis und Elektrifizierung für mehr Kapazität und Stabilität • Neuer Mittelbahnsteig und Fußgängerbrücke mit Aufzug in Passow • Inbetriebnahme des deutschen Abschnitts Ende 2027 geplant

Anfang Juli beginnen auf der Ausbaustrecke Angermünde–Stettin die Hauptarbeiten im zweiten Bauabschnitt zwischen Passow und der deutsch-polnischen Grenze. Die Deutsche Bahn (DB) baut diesen rund 30 Kilometer langen Abschnitt zweigleisig aus und elektrifiziert ihn erstmals. Reisende profitieren künftig von mehr Kapazität und stabileren Fahrplänen. Die DB plant, den deutschen Abschnitt der Strecke Ende 2027 in Betrieb zu nehmen.

Schwerpunkt Passow

Die ersten Arbeiten im zweiten Bauabschnitt laufen bereits seit Oktober vergangenen Jahres. Nun weitet die DB die Baustelle aus, vor allem rund um den Bahnhof Passow. Dort entstehen ein neuer Mittelbahnsteig sowie eine neue Fußgängerbrücke mit Aufzug. Damit können Reisende den Bahnhof künftig barrierefrei erreichen und Züge leichter mit Kinderwagen, Fahrrad, Gepäck oder Rollstuhl nutzen.

Zweigleisiger Ausbau und Elektrifizierung

Der Abschnitt zwischen Passow und der deutsch-polnischen Grenze ist derzeit noch eingleisig und nicht elektrifiziert. Die DB verlegt ein zweites Gleis und rüstet die Strecke mit Oberleitungen aus. Geschwindigkeiten bis 160 km/h sind dann möglich. Dadurch steigt die Streckenkapazität, denn es können mehr Züge unterwegs sein. Verspätungen werden minimiert, der Fahrplan also zuverlässiger. Die Elektrifizierung ermöglicht zudem den Einsatz elektrischer Züge. Das reduziert lokale Emissionen entlang der Strecke. 

Zurzeit setzt die DB entlang der Strecke unter anderem Maste für die künftigen Oberleitungen. Außerdem bereitet sie die Gründungen für Schallschutzwände vor. 

Güterverkehr zur Raffinerie Schwedt

Über die Ausbaustrecke fahren auch Güterzüge zur Raffinerie PCK in Schwedt. Mit dem zweigleisigen Ausbau und der Elektrifizierung erhöht die DB die Leistungsfähigkeit der Verbindung. Das stärkt den Schienengüterverkehr in der Region. So können Straßen und Ortschaften entlastet werden. Auch während der Arbeiten rollen Güterzüge von und zur Raffinerie.

Alle Arbeiten im Zeitplan

Die Arbeiten sind im Zeitplan. Die DB plant, den deutschen Abschnitt der Ausbaustrecke Angermünde–Grenze Deutschland/Polen Ende 2027 in Betrieb zu nehmen. 

Informationen rund um das Projekt finden Sie hier: bauprojekte.deutschebahn.com/angermuende-stettin