Görlitzer Brücken: Sperrung ab 1. Juli nötig – Gespräche mit Land und Bezirk über künftige Nutzung

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30. Juni 2026, 11:30 Uhr
Berlin
Sperrung wegen fehlender Verkehrssicherheit • DB weiter zur Abgabe der Grundstücke bereit • Gespräche mit Land und Bezirk laufen     

Die Deutsche Bahn (DB) muss die Görlitzer Brücken in Alt- Treptow ab 1. Juli dieses Jahres sperren. Grund dafür sind Korrosionsschäden an den insgesamt vier Brücken. Die Anlagen sind Teil der ursprünglichen Görlitzer Bahn. Die letzten Züge verkehrten hier 1987. Die Brücken selbst sind zwischen 115 und 160 Jahre alt. 

Seit 1994 vermietet die Bahn die Brücken und anliegende Flächen an den Bezirk Treptow-Köpenick. Dieser ist seit mehr als dreißig Jahren alleiniger Nutzer. Die Flächen werden von der Bahn nicht mehr genutzt. Die DB hat daher mehrfach angeboten, die gesamten Flächen abzugeben.

Aufgrund der voranschreitenden Alterung der Brücken sind nun umfangreiche Sicherungsmaßnahmen nötig. Diese dienen der Erhaltung des Denkmals und der Verkehrssicherung. Die DB hat daher bereits im vergangenen Jahr die Sperrung der Brücken und die Kündigung des Mietvertrages gegenüber Bezirk und Senat angekündigt. Zugleich wurde erneut die Übertragung der Flächen und Anlagen angeboten.

Anfang Juni 2026 hat sich nun der Senat bereit erklärt, die Flächen und die Anlagen zu übernehmen. Im Vorfeld der Sanierung wird ein gemeinsames Schadensgutachten durch ein externes Ingenieurbüro erstellt. Dieses erarbeitet auch die notwendigen Arbeiten zur denkmalgerechten Wiederherstellung der Rad- und Gehwegverbindung. Im Anschluss wird die Beteiligung der DB daran verhandelt.

Um auch vor dem Übergang der Flächen und Anlagen an den Senat eine weitere Nutzung der Flächen zwischen den Brücken für die Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen, wird die DB dem Bezirk Aufschub bei der Rückgabe der Mietsache bis zum Jahresende gewähren.