Artikel: Kunstaktion am Cottbuser Hbf: Lausitzer Schüler:innen gestalten Lärmschutzwand
Am Cottbuser Hauptbahnhof wird es bunt: Rund 70 Schüler:innen aus Cottbus und Spremberg greifen zu Spraydosen und Pinseln und verwandeln eine rund 200 Quadratmeter große Lärmschutzwand in ein großflächiges Graffiti-Kunstwerk. Unter dem Motto „Mobilität von morgen“ setzen insgesamt fünf Schulklassen ihre Ideen von Reisen, Technik und Zukunft künstlerisch um. Fachlich angeleitet werden sie dabei von den Graffiti-Künstlern Dirk Hiekel und Martin Jainz. Die Aktion findet in zwei Abschnitten statt: vom 1. bis 5. Juni und vom 15. bis 19. Juni 2026. Im Anschluss an die beiden Wochen wird das Graffiti-Kunstwerk gemeinsam mit den Schulklassen feierlich eingeweiht.
Das Projekt Neues Werk Cottbus der Deutschen Bahn (DB) hat für die Gestaltung der 40 Meter langen Lärmschutzwand im Vorfeld einen Schulwettbewerb ins Leben gerufen. Die Lärmschutzwand befindet sich direkt am Parkplatz des Cottbuser Hauptbahnhofs, entlang der neuen Abstellanlage, die das Projekt Neues Werk Cottbus für die DB InfraGO errichtet hat.
Graffiti-Künstler aus Cottbus leiten AktionDirk Hiekel ist gelernter Stuckateur und Graffiti-Künstler, der seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat. Unter seinem Künstlernamen „Koenichson“ gestaltet er großformatige Murals und Fassadenkunst im öffentlichen Raum. Zu seinen Arbeiten zählen unter anderem ein 13 Meter langes Wandbild für die DB am Bunten Bahnhof in Cottbus sowie ein Mural mit Bahnmotiven in der Unterführung an der Straße der Jugend. Mit seinen Werken prägt er das Stadtbild und verbindet urbane Kunst mit lokaler Identität.
Martin Jainz ist Pädagoge und Graffiti-Artist mit über 14 Jahren Erfahrung in der Kunst- und Jugendkultur Graffiti. Auch Streetart, Kalligrafie und Airbrush zählen zu seinen Schwerpunkten. Als freischaffender Künstler gestaltet er Projekte für Einrichtungen, Vereine und Privatpersonen und konzipiert sowie leitet Workshops rund um Kunst, Kreativität und Graffiti.
Neues Werk CottbusDas neue Bahnwerk in Cottbus liegt in direkter Nachbarschaft zum Cottbuser Hauptbahnhof und ist speziell für die schwere Instandhaltung der ICE-4-Züge der DB konzipiert. In der zweigleisigen Halle mit 445 Metern Länge und 25 Metern Breite startete der Betrieb im Januar 2024. Ende 2026 steht die bauliche Fertigstellung der zweiten Halle mit drei Bearbeitungsgleisen, einem Inbetriebsetzungs- sowie einem Lackiergleis an. Diese wird 526 Meter lang und 200 Meter breit. In beiden Hallen können ICE-4-Züge in voller Länge instandgehalten werden.
Informationen zum neuen ICE-Instandhaltungswerk in Cottbus finden Sie unter diesem Link hier.