Artikel: Schneller unterwegs zwischen Ludwigslust und Parchim – Bahnhöfe modernisiert
Die Deutsche Bahn AG (DB) nimmt die modernisierte Bahnstrecke Ludwigslust–Parchim wieder in Betrieb. Die DB InfraGO hat die Infrastruktur in zwei Bauphasen in den Jahren 2023 sowie 2025 bis 2026 grundlegend erneuert und für Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h ausgebaut.
Fahrgäste profitieren damit von kürzeren Reisezeiten, besseren Anschlüssen an den Fernverkehr sowie von barrierefreien Haltepunkten. Die Arbeiten der zweiten Bauphase hat die DB bewusst in die Sperrung für die Korridorsanierung Hamburg–Berlin gelegt, um zusätzliche Einschränkungen für Reisende zu vermeiden.
Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern: „Die Strecke Ludwigslust-Parchim ist damit auf der Höhe der Zeit. Leistungsfähig für Geschwindigkeiten bis 100 km/h. Vielen Dank an alle, die daran mitgewirkt haben. Der Bahnhof Ludwigslust hat an Attraktivität gewonnen. Hier halten künftig mehr Fernzüge auf der Bahnstrecke Hamburg-Berlin. Auch das ist eine gute Nachricht für die Region.“
Alexander Kaczmarek, DB-Konzernbevollmächtigter für Mecklenburg-Vorpommern: „Wir machen die Verbindung im Südwesten Mecklenburgs fit für morgen. Wer zwischen Ludwigslust und Parchim unterwegs ist, kommt künftig schneller und verlässlicher ans Ziel. Die modernisierte Strecke stärkt den Nahverkehr in der Region und verbessert in Ludwigslust die Anschlüsse.“
Im ersten Bauabschnitt von September bis Dezember 2023 zwischen Ludwigslust und Neustadt-Glewe hat die DB vor allem die technische Basis erneuert. Gleise wurden vollständig ausgetauscht, gleichzeitig wurden die Leit- und Sicherungstechnik, die Kabelanlagen und die Telekommunikationssysteme modernisiert. Die Bahn hat außerdem mehrere Bahnübergänge an die neue Technik angepasst und im Bahnhof Neustadt-Glewe den Bahnsteig verlängert. Diese Maßnahmen erhöhen die Sicherheit und bereiten höhere Geschwindigkeiten vor.
Der zweite Bauabschnitt von August 2025 bis April dieses Jahres zwischen Ludwigslust und Parchim hat die Modernisierung abgeschlossen. Die DB hat den Oberbau der Strecke, also Schienen, Schwellen und Schotter, komplett erneuert. Mehrere Bahnübergänge wurden technisch und baulich auf den aktuellen Stand gebracht
Ein Schwerpunkt der zweiten Bauphase lag auf den Haltepunkten Groß Laasch, Dütschow und Spornitz. Die DB hat diese Stationen zu modernen, barrierefreien zukunftsfähigen Bahnhöfen ausgebaut. Dazu gehören erhöhte Bahnsteige für einen nahezu stufenlosen Ein- und Ausstieg, eine bessere Beleuchtung und neue Fahrgastinformationen. Diese Verbesserungen erleichtern insbesondere mobilitätseingeschränkten Personen, Familien mit Kinderwagen und Reisenden mit Gepäck den Zugang zu den Zügen. Gleichzeitig erhöhen sie das Sicherheitsgefühl und die Orientierung auf den Bahnsteigen.Und auch künftig investiert die DB. Der Bahnhof Ludwigslust wird ebenfalls zum zukunftsfähigen Bahnhof. Bis Ende des Jahres fließen rund 500.000 Euro Bundesmittel in die Sanierung des Empfangsgebäudes. Dabei geht es vor allem um die denkmalgerechte Instandsetzung der Fassade und der Eingangshalle. An der neuen Eisenbahnüberführung in Ludwigslust wurde bereits während der Korridorsanierung gearbeitet. Hier entsteht eine neue Straßenverbindung, die voraussichtlich im Herbst eröffnet wird. Über den neuen Rad- und Fußweg sind bereits jetzt alle Bahnsteige über Aufzüge und eine überdachte Treppenanlage erreichbar.
Weitere Informationen unter diesem Link: Bauprojekt Ludwigslust – Parchim