Bessere Planbarkeit für Reisende: Neuer Bauablauf für Brückenprojekte auf Oberer Ruhrtalbahn

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09. Juni 2026, 14:30 Uhr
Düsseldorf
Notwendige Arbeiten an vier Bauwerken zwischen Fröndenberg und Meschede • Neues Sperrpausenkonzept berücksichtigt Wintersport-Saison • Mehr Zuverlässigkeit und Planbarkeit für Reisende • Fahrplanauswirkungen in drei Bauphasen bis Ende 2027

Die DB InfraGO setzt zwischen Fröndenberg und Meschede insgesamt vier Eisenbahnbrücken grundlegend instand bzw. baut sie vollständig neu. Derzeit kann der Zugverkehr nur mit verminderter Geschwindigkeit über die vier Brücken rollen. Mit der Modernisierung wird die Sauerland-Strecke künftig wieder leistungsfähig und weniger störanfällig. Fahrgäste profitieren von einer robusteren Pendler- und Freizeitstrecke.

Ursprünglich sollten die Bauarbeiten bereits im Juni 2026 beginnen und bis Ende des Jahres andauern. Nach einer erneuten Untersuchung haben die Fachleute das bisherige Baukonzept angepasst und die notwendigen Sperrpausen neu geplant. Es sind umfassendere Brückenarbeiten nötig als bislang angenommen. In dem neuen Konzept bündelt die DB die Bauarbeiten gezielt und reduziert so die Auswirkungen auf die Fahrgäste. Gleichzeitig berücksichtigt der neue Zeitplan die Wintersport-Saison in der Region: Besucher:innen können die Events in dieser Zeit komfortabel mit der Bahn erreichen.

Die Arbeiten verteilen sich auf drei Bauphasen bis Ende 2027. Ein Überblick:

  • Erste Bauphase vom 15. Juni bis 12. Juli 2026: Die DB startet mit ersten wichtigen Instandhaltungsarbeiten an der Brücke „Obergraben“ in Meschede. Die Fachleute sanieren die Widerlager der Brücke und tauschen die Brückenbalken aus. Die Arbeiten an Beton und Stahl müssen zwingend noch vor dem nächsten Winter beendet werden. Zusätzlich finden Arbeiten am Freienohler und Glösinger Tunnel statt; im Bereich Wickede (Ruhr) wird das Schotterbett in mehreren Bereichen saniert.
  • Zweite Bauphase vom 1. Februar 2027 bis 30. Juli 2027: In dieser Bauphase erneuert die DB die Eisenbahnbrücken „Untergraben“ in Meschede sowie „Röhr“ in Neheim-Hüsten vollständig. Die bestehenden Bauwerke werden entfernt und zunächst durch Hilfsbrücken ersetzt. Zusätzlich sind weitere Arbeiten unter anderem an Gleisen und Bahnübergängen geplant.
  • Dritte Bauphase vom 1. August 2027 bis Ende 2027: In diesem Bauzeitraum modernisiert die DB die Eisenbahnbrücke „Rammbach“ in Fröndenberg (Ruhr). Auch hier werden die Fachleute das Bestandsbauwerk entfernen und durch eine neue Brücke ersetzt. Mit den Arbeiten an dieser Brücke kann die DB erst beginnen, wenn die Maßnahmen an den Brücken „Untergraben“ und „Röhr“ abgeschlossen sind. So wird sichergestellt, dass die Industrie ihre Werke an der Strecke weiterhin aus jeweils einer Richtung erreicht.

Auswirkungen für Reisende

Um die Maßnahmen vollständig und sicher durchführen zu können, benötigt die DB Zeiten, in denen auf den Strecken keine Züge unterwegs sind. 

Während der ersten Bauphase erreichen Fahrgäste jedoch weiterhin ihr Ziel: In der Zeit von Montag, 15. Juni 2026, 4 Uhr, bis Sonntag, 12. Juli 2026, 22 Uhr, fahren Busse für die Züge der Linien RE 17 und RE 57 (beide DB Regio) zwischen Fröndenberg und Meschede/Bestwig.

Die Fahrplanänderungen sind in den Auskunftsmedien hinterlegt und werden über Aushänge an den Bahnsteigen bekannt gegeben. Außerdem sind sie unter bahn.de/service/fahrplaene sowie unter zuginfo.nrw/index.html?msg=132817 abrufbar.

Die Auswirkungen während der zweiten und dritten Bauphasen werden derzeit erarbeitet und rechtzeitig vorher in die Auskunftsmedien gespielt.

Trotz des Einsatzes modernster Arbeitsgeräte ist Baulärm leider nicht immer zu vermeiden. Die DB bittet die Reisenden und Anwohner:innen daher um ihr Verständnis. Die Anwohnenden wurden bereits vorab über die Arbeiten informiert.