Artikel: DB InfraGO schließt Korridorsanierung zwischen Hagen, Wuppertal und Köln pünktlich ab
Die DB InfraGO AG hat die Korridorsanierung zwischen Hagen, Wuppertal und Köln pünktlich abgeschlossen: Ab heute Abend, 21 Uhr, rollen die Regional-, Fernverkehrs- und Güterzüge auf der Strecke wieder. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO und Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gaben die Strecke bei einer Abschlussveranstaltung in Leverkusen am heutigen Vormittag symbolisch wieder frei.
Auf der rund 65 Kilometer langen Strecke haben über 550 Mitarbeitende der DB und der beteiligten Bauunternehmen seit 6. Februar Gleise, Weichen und Oberleitung erneuert oder sie umfassend instandgesetzt. Außerdem haben die Teams an der Sanierung von zwölf Bahnhöfen gearbeitet. Umleiter- und Ersatzverkehre brachten Kund:innen des Personen- und Güterverkehrs in den vergangenen fünf Monaten weiterhin an ihr Ziel.
Die DB InfraGO hat die Kostenprognose für die Korridorsanierung Hagen – Wuppertal – Köln um einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag abgesenkt. Die Sanierung wird also nach aktuellem Stand günstiger als ursprünglich geplant. Die finalen Kosten stehen erst fest, wenn alle Abrechnungen und Nachforderungen abgeschlossen sind.
Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO: „Es war ein Kraftakt, aber wir haben es geschafft: Die Korridorsanierung Hagen – Wuppertal – Köln ist pünktlich abgeschlossen. Das Projektteam hat in den vergangenen fünf Monaten Großes geleistet und alles dafür gegeben, dass die Züge ab heute Abend auf einer modernen und robusten Infrastruktur rollen können. Allen Kundinnen und Kunden möchte ich für die Geduld der vergangenen Monate danken. Uns ist klar, dass wir den Fahrgästen und dem Güterverkehr stellenweise viel abverlangt haben. Aber: Am Ende lohnt es sich. Wir kommen voran, wir machen die Infrastruktur Schritt für Schritt wieder fit. Dabei hilft uns ganz wesentlich das Geld aus dem Sondervermögen des Bundes.“
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Heute, nach fünf Monaten Bauzeit können wir sagen: Projekt abgeschlossen. Und das pünktlich und im Budget. Mein Dank gilt allen Beteiligten. Aber auch allen Menschen, die fünf Monate lang die Erschwernisse der vielen Baustellen und Umleitungen mitgetragen haben, möchte ich ausdrücklich danken. Wirklich alle haben an einem Strang gezogen. Das Ergebnis sind erste Maßnahmen für attraktive, leistungsfähige und ganzheitlich modernisierte Bahnhöfe mit vielen neuen Gleisen, Weichen, Schallschutzwände und noch vieles mehr. Darauf dürfen alle zurecht stolz sein.“
Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen: „Heute ist ein guter Tag für die Fahrgäste auf dieser Hauptachse. Nach Monaten rollt der Zugverkehr wieder. Dafür danke ich allen, die auf der Baustelle gearbeitet haben und besonders den Pendlerinnen und Pendlern, die rund um Wuppertal so viel Geduld aufbringen mussten. Das Ziel ist eine zuverlässigere Strecke. Daran muss weitergearbeitet werden: weniger Verspätungen, Störungen und Engpässe für eine Rückkehr zur Qualität, die die Fahrgäste zu Recht erwarten.“
In der ersten Phase der Inbetriebnahme nach einer Sanierung dieses Ausmaßes kann es anfänglich noch zu Anlaufschwierigkeiten kommen. Fachteams der DB InfraGO sind an der Strecke unterwegs, um etwaige einzelne Störungen, die in den ersten Wochen auftreten können, schnellstmöglich zu beseitigen.
Die Korridorsanierung Hagen – Wuppertal – Köln im Überblick
Im Rahmen der Korridorsanierung hat die DB InfraGO in sehr guter Zusammenarbeit mit den Baupartnern ein umfassendes Bauprogramm umgesetzt. Seit dem Start der Sanierung haben die DB und die beteiligten Baufirmen insgesamt 81 Kilometer Gleis, 51 Weichen sowie über 21 Kilometer der Oberleitung erneuert oder sie umfassend instandgesetzt. Zusätzlich haben die Teams 3,6 Kilometer neue Schallschutzwände entlang der Strecke gebaut, sodass es für Anwohnende ab sofort deutlich leiser wird. 400 Meter der geplanten Wände konnte das Team aus bautechnischen Gründen leider nicht umsetzen. Diese Arbeiten werden nach der Baufreiheit nachgeholt.
Darüber hinaus hat die DB InfraGO die Modernisierung von zwölf Bahnhöfen an der Strecke der Korridorsanierung vorangetrieben. Sechs der zwölf Stationen sind bereits jetzt nahezu fertig modernisiert. Je nach Zustand des Bahnhofs hat die DB InfraGO verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um das Erlebnis der Reisenden am Bahnhof zu verbessern. Dazu gehören unter anderem moderne Bahnsteige und -dächer, Wetterschutzhäuser, verständliche Wegeleitsysteme, die optische Aufwertung von Personenunterführungen, moderne Beleuchtung, neue Treppeneinhausungen sowie die Herstellung der Barrierefreiheit.
Die fünfmonatige Streckensperrung konnten die Bauteams auch nutzen, um zahlreiche Bauarbeiten über die Korridorsanierung hinaus voranzutreiben. Dazu zählt beispielsweise die Erneuerung von vier Eisenbahnbrücken.
Die DB InfraGO strebt nach Abschluss der Korridorsanierung eine mindestens fünfjährige Baufreiheit auf der Fernbahnstrecke Hagen–Wuppertal–Köln an. Um den guten Zustand der Strecke zu erhalten sind jedoch weiterhin Instandhaltungsmaßnahmen erforderlich. Diese werden in kurzen, zumeist nächtlichen Sperrpausen umgesetzt.
Wie bereits vor der Korridorsanierung angekündigt, werden die Arbeiten an den sechs Stationen, die auch an der parallel verlaufenden S-Bahn-Strecke liegen, bis Ende 2027 planmäßig fortgesetzt. Dadurch stellt die DB die ganzheitliche Modernisierung der Bahnhöfe sicher. Hierfür sind im Sommer weitere Sperrungen der S-Bahn-Strecke notwendig.
Positive Bilanz zum Verkehrskonzept
Zum Abschluss der Bauarbeiten zieht die DB eine positive Bilanz zum Verkehrskonzept für die Reisenden. Fernverkehrs- und Güterzüge verkehrten in den vergangenen Monaten zuverlässig auf Umleitungsstrecken.
Im Regionalverkehr wurde gemeinsam mit den Verkehrsverbünden ein umfangreicher Ersatzverkehr mit bis zu 200 modernen Bussen auf die Straße gebracht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat die DB InfraGO gemeinsam mit den Verkehrsverbünden und den Busunternehmen Verbesserungen am Ersatzverkehr vorgenommen. Auch die Einschränkungen bei den zeitweise verkehrenden Zügen im Nahverkehr konnten behoben werden.
Seit Anfang Februar 2026 haben die Ersatzbusse rund 6,1 Millionen Kilometer zurückgelegt.
Hinweis für die Redaktionen: Aktuelle Fotos gibt es in der Mediathek der DB.