Artikel: Hagen – Siegen: DB InfraGO saniert die Ruhr-Sieg-Strecke ab Juli 2026 umfassend
Mit einem umfangreichen Bauprogramm saniert die DB InfraGO die wichtige Ruhr-Sieg-Strecke: Ab Mitte Juli 2026 arbeiten Bauteams zwischen Hagen und Siegen an Brücken, Gleisen, Weichen sowie für den Lärmschutz. Neben der Sanierung der am stärksten ausgelasteten Korridoren setzt die DB somit auch auf die konsequente Erneuerung der Infrastruktur in der Fläche. Über 100 geplante Maßnahmen bündelt die DB InfraGO und sorgt damit dafür, dass den Fahrgästen wieder eine stabilere und zuverlässigere Infrastruktur zwischen Ruhrgebiet und Siegerland zur Verfügung steht. Insgesamt fließen über 150 Millionen Euro in die Sanierung der Strecke.
Tobias Hauschild, Leiter Betrieb im Netzbereich Hagen DB InfraGO: „Mit der Modernisierung der Ruhr-Sieg-Strecke setzen wir unser intensives Bauprogramm in Nordrhein-Westfalen weiter fort. Über 100 einzelne Bauarbeiten sorgen dafür, dass die Strecke für unsere Fahrgäste zukünftig zuverlässiger und robuster wird. Uns ist bewusst, dass die Bauphase für die Anwohnenden und Reisenden mit Einschränkungen verbunden sind. Klar ist aber auch: Nur mit Sanierungen können wir die Infrastruktur langfristig verbessern.“
Ein Überblick über das umfangreiche Bauprogramm
Im Fokus steht die Erneuerung der drei Eisenbahnbrücken „Hundem/Fußweg“, „Olpe“ und „Olpebach“ in Kirchhundem. Die bisherigen Bauwerke werden vollständig durch neue Eisenbahnbrücken ersetzt. Die Maße der Brücken bleiben unverändert. Nach Abschluss der Modernisierung kann der Zugverkehr wieder schneller über die Bauwerke rollen. Zudem steht die Instandhaltung der Eisenbahnbrücke „Olpe und Straße“ auf dem Bauplan.
Außerdem erneuert die DB InfraGO entlang der gesamten Strecke das Gleis auf einer Gesamtlänge von rund 23 Kilometern. Dabei tauschen die Fachleute zusätzlich mehr als 40 Weichen aus.
Darüber hinaus führen die Fachleute Schallschutzarbeiten durch: Zwischen Hagen und Siegen bauen sie neue Schallschutzwände auf einer Gesamtlänge von 2.000 Metern. Die bis zu drei Meter hohen Wände entlasten die Anwohnenden künftig nachhaltig und spürbar vom Schienenlärm.
Die DB InfraGO bündelt neben diesen Arbeiten an Brücken, Gleisen, Weichen und Schallschutzwänden weitere Bauarbeiten entlang der Strecke. So stehen insgesamt über 100 Maßnahmen auf dem Bauprogramm: Die Expert:innen führen weitere Instandhaltungsarbeiten an der Oberleitung, Bahnsteigen, Durchlässe und Tunnel durch. Zudem sind Vegetations- und Hangsicherungsarbeiten geplant.
Weitere Details finden Sie im Faktenblatt rechts in der Download-Spalte.
Trotz des Einsatzes modernster Arbeitsgeräte ist Baulärm leider nicht immer zu vermeiden. Die DB bittet die Reisenden und Anwohner:innen daher um ihr Verständnis. Die Anwohnenden werden fortlaufend über die Arbeiten informiert.
Auswirkungen für Reisende
Um die Maßnahmen vollständig und sicher durchführen zu können, benötigt die DB Sperrpausen, also Zeiten, in denen auf den Strecken keine Züge unterwegs sind. In folgenden Zeiträumen kommt es zu Auswirkungen auf die Fahrgäste:
Im Fernverkehr:
Aufgrund der Schäden an den Eisenbahnbrücken in Kirchhundem verkehrt die IC-Linie 34 seit dem 21. April 2026 nicht mehr über die Ruhr-Sieg-Strecke. Dadurch konnten die Bauwerke weiter entlastet werden.
Über das Fahrplanangebot im Fernverkehr für das kommende Jahr informiert die DB wie gewohnt im Herbst 2026.
Im Nahverkehr:
Die verschiedenen Bauphasen erfordern jeweils unterschiedliche Ersatzkonzepte im Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Die Planungsstände in der Übersicht:
- Bauphase von Freitag, 10. Juli 2026, 21 Uhr, bis Freitag, 31. Juli 2026, 21 Uhr: Die Züge der RE 34 (DB Regio) entfallen auf dem gesamten Laufweg; die Linie RB 91 und RB 91 (HLB) entfällt zwischen Werdohl und Lennestadt-Altenhundem.
- Bauphase von Freitag, 31. Juli 2026, 21 Uhr, bis Freitag, 4. September 2026, 21 Uhr: Die Züge der RE 34 (DB Regio) entfallen auf dem gesamten Laufweg; die Linie RB 91 und RB 91 (HLB) entfällt Lennestadt-Grevenbrück und Welschen Ennest.
- Bauphase von Freitag, 4. September 2026, 21 Uhr, bis Dienstag, 15. September 2026, 21 Uhr: Die Züge der RE 34 (DB Regio) entfallen auf dem gesamten Laufweg; die Züge der Linien RB 91 (HLB) entfallen zwischen Finnentrop und Siegen Hbf, die Linie 93 (HLB) entfällt im Abschnitt zwischen Kreuztal und Siegen Hbf.
Auf den gesperrten Streckenabschnitten fahren Busse im Schienenersatzverkehr. Aufgrund von teilweise eingleisigen Streckenabschnitten wird ein stündliches Angebot der Linie RB 91 sowie des SEV angeboten.
Ab dem 15. September kann die Linie RE 34 teilweise wieder fahren. Die Konzepte werden derzeit entwickelt und zwischen den Eisenbahnverkehrsunternehmen VIAS, DB Regio, HLB und NWL abgestimmt.
Die 4. Bauphase findet in der Zeit von Dienstag, 15. September 2026, 21 Uhr, bis Dienstag, 6. Oktober 2026, 21 Uhr, statt. Das Ersatzkonzept für den Abschnitt zwischen Iserlohn-Letmathe und Plettenberg wird noch erarbeitet.
Ebenso wird das Konzept für die 5. Bauphase von Dienstag, 6. Oktober 2026, 21 Uhr, bis Freitag, 11. Dezember 2026, 21 Uhr, rechtzeitig vorher in die Auskunftsmedien eingepflegt.
Die Fahrplanänderungen sind für die nächste beginnende Phase vom 10. Juli bis 31. Juli 2026 bereits in den Auskunftsmedien hinterlegt und werden über Aushänge an den Bahnsteigen bekannt gegeben. Außerdem sind sie unter bahn.de/service/fahrplaene sowie unter zuginfo.nrw/index.html?msg=133712 abrufbar.