Kleve – Krefeld: Deutsche Bahn schafft bis 2028 Voraussetzungen auf der Infrastruktur für die geplanten Akku-Züge

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22. Juni 2026, 15:00 Uhr
Düsseldorf
DB passt Infrastruktur entlang der Strecke Kleve – Krefeld an • Anpassungen sind Voraussetzung für den Einsatz der geplanten Akku-Züge auf der RE 10 • Bündelung der Arbeiten in 2028 • Keine Sperrpausen bis 2028 notwendig

Für den Einsatz der geplanten Akku-Züge auf der Linie RE 10 (RheinRuhrBahn) passt die DB InfraGO die Infrastruktur zwischen Krefeld und Kleve an. Die DB hat den Bauablauf des Projekts optimiert und dadurch die notwendigen Sperrpausen eingekürzt. Die Fachleute bündeln 2028 alle geplanten Maßnahmen an Gleisen, Oberleitungen, Weichen und Bahnhöfen. Längere Sperrungen der Strecke in den Jahren 2026 und 2027 entfallen dadurch. Nach Abschluss des Projekts steht somit zur geplanten Lieferung der Akku-Züge Ende 2028 eine moderne Infrastruktur zur Verfügung. Der Bauablauf ist mit dem zuständigen Aufgabenträger VRR abgestimmt.

Ab September 2028 setzt das Projektteam gebündelt alle nötigen Arbeiten um: 

  • In Kleve baut die DB eine sogenannte Oberleitungsinselanlage: Mit Hilfe dieser Stromtankstelle können die Züge ihre Batterien schnell aufladen, um den Streckenabschnitt ohne Oberleitung befahren zu können. Dafür errichtet die Deutsche Bahn im Bereich neben dem Bahnsteig insgesamt sieben Fundamente. Anschließend werden die neuen Maste aufgestellt.
  • Am Bahnhof Geldern bauen die Fachleute ein neues Wendegleis. Hierfür ist die Errichtung eines zusätzlichen Gleises innerhalb des Bahnhofsbereichs nötig. Für das neue Bahnhofsgleis muss die DB mehrere Weichen und Signalanlagen versetzt. Mit der Anpassung der Infrastruktur wird zum einen das Wendegleis in die bestehende Infrastruktur integriert, zum anderen wird der künftige Zugverkehr dadurch optimiert
  • Auch die die Zugabstellanlage in Kleve wird umfassend modernisiert und gezielt auf den Einsatz der neuen Fahrzeuge vorbereitet. Dabei werden die bestehenden Anlagen technisch auf den aktuellen Stand gebracht sowie an die Anforderungen der neuen Zuggeneration angepasst. Darüber hinaus ist in Geldern die Errichtung einer zusätzlichen Abstellanlage vorgesehen. Die betrieblichen Kapazitäten werden dadurch erweitert und Fahrzeuge können effizient bereitgestellt werden.
  • Auch die Bahnsteige an den Bahnhöfen zwischen Kleve und Krefeld werden für die neuen Züge angepasst. Daher finden Arbeiten an allen neun Stationen zwischen Kempen und Kleve statt.
  • Weitere Arbeitsschritte umfassen Kabelarbeiten, den Rückbau eines bestehenden und nicht mehr benötigen Brückenlagers sowie eines Bahndamms in Geldern.

Nach Abschluss der aktuellen Gleisarbeiten am 26. Juni 2026 wird es für die Fahrgäste zwischen Kleve und Krefeld in diesem Jahr keine größeren Auswirkungen durch Bauarbeiten geben. Die ursprünglich vom 5. Oktober bis 20. November 2026 geplant Sperrung der Strecke wird auf eine Woche vom 30. Oktober bis 6. November 2026 verkürzt: In dieser Zeit werden Instandhaltungsarbeiten am Gleis sowie an einer Straßenbrücke durchgeführt. Das Ersatzkonzept hierfür wird derzeit erarbeitet. Für 2027 sind derzeit keine Sperrungen der Strecke zwischen Kleve und Krefeld vorgesehen.

Für die Zeit der Bauarbeiten zwischen September und Dezember 2028 wird ein Ersatzkonzept für die Züge der Linie RE 10 erarbeitet. Die Details werden rechtzeitig vorher in die elektronischen Auskunftssysteme eingespielt sowie an den Bahnhöfen ausgehangen.