Reparatur-Konzept für die Wupper-Brücke in Opladen steht: Ende September wieder zweigleisiger Verkehr möglich

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16. Juli 2026, 15:15 Uhr
Düsseldorf
Instandsetzung dauert rund zehn Wochen • Danach zweites Gleis frei, aber dort verminderte Geschwindigkeit • Ursache ist ein Riss in einer stählernen Lagerplatte • In den kommenden Tagen wieder nahezu volles Angebot im Regionalverkehr 

Das Reparatur-Konzept der DB InfraGO für die Wupper-Brücke in Leverkusen-Opladen steht. Ab Ende September können Züge wieder über beide Gleise der Brücke fahren. In den kommenden zehn Wochen setzen Ingenieure und weitere Fachleute das Lager der Brücke so weit instand, dass sicherer Bahnverkehr in verminderter Geschwindigkeit möglich ist. Das zweite Gleis ist und bleibt in normaler Geschwindigkeit befahrbar.

In den kommenden Tagen ist nahezu wieder das volle Angebot im Regionalverkehr verfügbar. Die RB 48 fährt ab Samstag von Bonn-Mehlem bzw. Köln bis/ab Leverkusen-Manfort gemäß Fahrplan und auf dem Abschnitt bis Wuppertal-Oberbarmen im Stundentakt. Die RE 7 fährt dann wieder in beiden Richtungen planmäßig auf dem Regelweg. Bereits seit heute Morgen fährt auch wieder ein Großteil der Fernzüge auf der Strecke: Solingen, Wuppertal und Hagen sind damit wieder mit dem ICE und IC im Taktfahrplan erreichbar. Teilweise werden Fernverkehrszüge umgeleitet. Im Bereich der Brücke kann es zu Verspätungen von einigen Minuten kommen. Die DB bedauert die Einschränkungen für ihre Fahrgäste sehr.

Die 1949 errichtete Wupper-Brücke hat zwei voneinander getrennte Überbauten, d.h. jedes Gleis liegt auf einer eigenen Brücke. Das ermöglicht den eingleisigen Verkehr. Ausgetauscht werden muss eine stählerne Lagerplatte auf dem südlichen Brückenpfeiler. Dort hat sich in kurzer Zeit ein Riss entwickelt, der bei der letzten Untersuchung der Brücke Ende 2025 noch nicht feststellbar war. Des Weiteren wird das darunterliegende Lager der Brücke noch zusätzlich gesichert.  

Zweistufiges Reparatur-Konzept

Für die kurzfristige Instandsetzung werden jetzt zunächst statische Berechnungen und Ausführungsplanungen erstellt, danach werden die Baumaßnahmen umgesetzt. In einer zweiten Stufe wird die DB InfraGO die für die 2030er Jahre vorgesehene umfassende Sanierung der Wupperbrücke vorziehen. Ein genauer Zeitpunkt ist in Erarbeitung. 

Die schadhafte Brücke liegt auf der Strecke Hagen–Wuppertal–Köln. Während der Korridorsanierung wurden dort vier von 89 Brücken saniert. Die Brücke in Opladen wurde im Rahmen der Korridorsanierung nicht erneuert, weil die bisherigen regelmäßigen Inspektionen keine Schäden gezeigt haben. Ende 2025 wurde die Brücke zuletzt vollständig untersucht und ein entsprechendes Gutachten erstellt. 

Der jetzige Schaden wurde am 10. Juli im Rahmen einer weiteren Untersuchung festgestellt, die in Vorbereitung einer bereits langfristig geplanten umfassenden Sanierung in den 2030er Jahren durchgeführt wurde. In den kommenden Jahren müssen in NRW hunderte Brücken saniert oder erneuert werden. Dafür verdoppelt die DB InfraGO aktuell die Anzahl der Fachkräfte in ihrem Brückenkompetenzzentrum NRW.

Die DB InfraGO wird zum Verlauf der Arbeiten sowie zum Fahrplankonzept ab Mitte September in den nächsten Wochen weiter informieren. Da die Strecke auch im Umleitungsverkehr im Falle von Baumaßnahmen auf anderen Strecken genutzt wird, kann es in den kommenden Wochen zu Anpassungen im Fahrplan kommen. Diese werden rechtzeitig kommuniziert.