Startschuss im Bergischen Land: DB InfraGO beginnt mit der Sanierung des Korridors Hagen – Wuppertal – Köln

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06. Februar 2026, 14:00 Uhr
Düsseldorf
Bauteams bündeln umfangreiches Bauprogramm an Strecke und Bahnhöfen • DB setzt auf Erfahrungen der bisherigen Generalsanierungen • Umleitungs- und Ersatzverkehrskonzept für Züge im Nah-, Fern- und Güterverkehr

Die DB InfraGO startet mit der Generalsanierung des wichtigen Bahnkorridors zwischen Hagen, Wuppertal und Köln. Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, und Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, haben heute Nachmittag in Wuppertal-Elberfeld auf einer der zahlreichen Baustelleneinrichtungsflächen das offizielle Startsignal gegeben. Parallel beginnt heute auch die Generalsanierung auf der Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg.

Nachdem die DB InfraGO 2025 bereits im Zusammenhang mit dem dreigleisigen Ausbau die Sanierung des Korridors zwischen Emmerich und Oberhausen umgesetzt hat, folgt mit dem Korridor zwischen Ruhrgebiet, Bergischem Land und Rheinland nun die erste große Sanierung in Nordrhein-Westfalen. In den Abendstunden schaltet das Bauteam die Oberleitungen auf der Strecke ab und die fünfmonatige Bauphase beginnt. Fern- und Güterverkehrszüge fahren bis zum 10. Juli 2026 auf Umleitungsstrecken. Für die betroffenen S-Bahn- und Regionalzüge kommen als Ersatz bis zu 200 Busse zum Einsatz.

Gruppenbild von Philipp Nagl, Christian Hirte und Oliver Krischer vor einem Bagger.
v.l.n.r.: Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
Gruppenbild von Philipp Nagl, Christian Hirte und Oliver Krischer vor einem Bagger.
Quelle: Deutsche Bahn AG / Michael Neuhaus
v.l.n.r.: Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO: „Mit der Sanierung der Strecke zwischen Hagen, Wuppertal und Köln setzen wir unser umfangreiches Bauprogramm konsequent fort. Mitten in Nordrhein-Westfalen bündeln wir auf einer der wichtigsten Nah- und Fernverkehrsachsen ein ambitioniertes Bauvolumen und erneuern dabei Gleise, Weichen und Oberleitung. Ein besonderes Augenmerk legen wir zudem auf zwölf Bahnhöfe entlang der Strecke. Fahrgäste können sich hier künftig auf moderne und attraktive Stationen freuen. Klar ist auch: Diese Sanierung wird ein echter Kraftakt – sowohl für unsere Bauteams als auch für die betroffenen Reisenden, Anwohnenden und Unternehmen. Ich bin mir jedoch sicher: Auch diese Generalsanierung wird sich lohnen und dafür sorgen, dass die Infrastruktur wieder ein Stück robuster wird und der Zugverkehr deutlich störungsfreier durch Deutschland rollen kann.“

Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr: „Heute startet die zweite von zehn Korridorsanierungen in Nordrhein-Westfalen. Uns allen ist bewusst, dass die mit den Bauarbeiten einhergehenden Sperrungen den Fahrgästen insbesondere im Nahverkehr viel Geduld abverlangen. Doch die Korridorsanierungen sind entscheidend dafür, dass die Schieneninfrastruktur hier bei Ihnen vor Ort moderner und verlässlicher wird. Die Pünktlichkeit wird sich in der Region deutlich verbessern und der Schienenverkehr den Erwartungen, die die Menschen in unserem Land zurecht an die öffentliche Infrastruktur haben, wieder mehr entsprechen.“

Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen: „Die Generalsanierungen sind notwendig, um lange aufgeschobene Modernisierungen nachzuholen und in die Zukunft zu investieren. Das verlangt den Menschen in Nordrhein-Westfalen gerade sehr viel Flexibilität und Geduld ab, aber auch die Aussicht auf Verbesserungen. Sie alle sollen am Ende spürbar mehr Qualität, Kapazität und Verlässlichkeit erhalten.“

Die Generalsanierung Hagen – Wuppertal – Köln im Überblick

Während der Zeit der Generalsanierung zwischen Februar und Juli 2026 erneuert die DB InfraGO zwischen Ruhrgebiet, Bergischem Land und Rheinland 81 Kilometer Gleis, 50 Weichen sowie 29 Kilometer der Oberleitung oder setzt sie umfassend instand. Zusätzlich bauen die Teams knapp vier Kilometer neue Schallschutzwände entlang der Strecke, sodass es für Anwohnende zukünftig deutlich leiser wird.

Darüber hinaus setzt die DB InfraGO auf die umfassende Sanierung von zwölf Bahnhöfen. Dabei stehen insbesondere die barrierefreie Modernisierung und eine optisch attraktivere Gestaltung der Stationen im Fokus. Neben den großen Bahnhöfen wie Wuppertal Hauptbahnhof und Solingen Hauptbahnhof profitieren auch kleinere Stationen wie beispielsweise Leichlingen, Haan-Gruiten und Ennepetal. Die Arbeiten an den Bahnhöfen werden auch über den Zeitraum der aktuellen Bauphase hinaus bis Ende 2027 fortgesetzt.

Ziel der fünfmonatigen Bauphase ist es, die hochbelastete Eisenbahnstrecke langfristig verlässlicher und leistungsfähiger zu machen. Störungen und damit einhergehende Verspätungen sollen sich so deutlich reduzieren.

Das Bauvolumen der Generalsanierung Hagen - Wuppertal - Köln auf einen Blick
Das Bauvolumen der Generalsanierung Hagen - Wuppertal - Köln auf einen Blick
Quelle: DB AG
Generalsanierung Hagen - Wuppertal - Köln: das Bauvolumen auf einen Blick

Busse statt Bahnen im Regionalverkehr, Umleitungen im Fernverkehr

Für die Zeit der Bauarbeiten hat die DB InfraGO in Abstimmung mit den Aufgabenträgern und den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen ein umfassendes Ersatzkonzept für den Nahverkehr erarbeitet. Dabei setzt die DB auch auf die Erfahrungen der bisherigen Generalsanierungen zwischen Mannheim und Frankfurt sowie zwischen Hamburg und Berlin.

Während der umfassenden Sanierung zwischen Hagen, Wuppertal und Köln sind die vom Schienenpersonenfernverkehr, den RE- und RB-Zügen sowie vom Güterverkehr genutzten Fernbahngleise durchgängig gesperrt. Zusätzlich sind in drei Phasen auch die S-Bahn-Gleise wegen umfassender Arbeiten an den Bahnhöfen nicht nutzbar. Über den gesamten Bauzeitraum kommen auf den betroffenen Nahverkehrs- und S-Bahnlinien Ersatzbusse zum Einsatz. Dabei setzen die DB sowie die Aufgabenträger und Eisenbahnverkehrsunternehmen wie üblich auf einen Mix aus Bussen, die alle Haltestellen anfahren sowie Expressbusse mit ausgewählten Halten. Die Busse sind in unterschiedlichen Takten von zehn bis 60 Minuten unterwegs. Die genauen An- und Abfahrtszeiten sind in den elektronischen Auskunftsmedien enthalten. Fahrgäste können die Fahrten der Ersatzbusse zudem online über eine LiveMap einsehen.

Für die Ersatzverkehre während der Generalsanierungen hat die DB in Abstimmung mit den Aufgabenträgern einheitliche Qualitätsvorgaben sowie ein konsistentes Erscheinungsbild in der Farbe Verkehrspurpur definiert. Diese Standards kommen aktuell auf dem Korridor zwischen Hamburg und Berlin zur Anwendung und greifen auch für die Ersatzverkehre auf der Strecke Hagen – Wuppertal – Köln. Dazu gehören unter anderem neuwertige und barrierefrei zugängliche Fahrzeuge, die ausreichend Stauraum für Gepäck bieten und über WLAN an Bord verfügen.

Die Fernverkehrszüge werden während der Bauarbeiten grundsätzlich zwischen Köln und Dortmund via Düsseldorf und Essen umgeleitet oder entfallen auf dem Teilabschnitt zwischen Köln und Dortmund. Die Halte in Wuppertal Hbf, Solingen Hbf und Hagen Hbf entfallen. Ab Köln steht Fahrgästen eine stündliche ICE-Direktverbindung von/nach Berlin via Düsseldorf, Duisburg, Essen und Bochum zur Verfügung. Die Fahrzeit verlängert sich dabei um etwa 20 bis 30 Minuten. Die Züge der IC-Verbindung Stuttgart – Mainz – Köln – Hannover – Magdeburg – Dresden verkehren nur auf den Abschnitten zwischen Stuttgart und Köln sowie zwischen Dortmund und Dresden. Ab dem 15. Mai bestehen ab Hagen Hbf wieder zweistündliche ICE-Verbindungen von/nach Berlin.

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