DB stellt Planungen für Generalsanierung des Korridors „Kinzigtal“ vor

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27. Januar 2026, 16:24 Uhr
Frankfurt/Main
Umfangreiche Modernisierung für 2027 geplant • Region profitiert nach Erneuerung von modernem Ausrüstungsstandard bei Strecke, Bahnhöfen und Technik • Enge Einbindung der Region bei Planung und Verkehrskonzept

Für mehr Qualität und Zuverlässigkeit im Schienennetz plant die Deutsche Bahn (DB InfraGO AG) in den kommenden Jahren die Generalsanierung besonders belasteter Streckenabschnitte. Vom 13. August 2027 bis zum 4. Februar 2028 steht der Korridor Hanau – Fulda bzw. „Kinzigtal“ auf der Agenda. Ziel der knapp sechsmonatigen Bauphase ist es, den hochbelasteten Streckenabschnitt zwischen Gelnhausen bis Fulda langfristig stabiler und widerstandsfähiger zu machen. Die Sanierung schafft die Grundlage für stabile, zuverlässige Verkehre in der Region. Störungen und infrastrukturbedingte Verspätungen sollen sich so reduzieren.

Während der Sanierung modernisiert die DB im Kinzigtal Weichen, Gleise und Stellwerkstechnik oder baut sie neu. Um das große Bauvolumen in der geplanten Zeit zu schaffen und damit die Einschränkungen für Fahrgäste und Anwohnende möglichst kurz zu halten, arbeitet die DB gewerkeübergreifend.

Nach aktuellem Stand stehen auf dem rund 58 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Gelnhausen und Fulda unter anderem zur Modernisierung und Erneuerung an:

  • rund 100 Kilometer Oberleitung
  • 87 Weichen
  • 75 Kilometer Gleise
  • 10 Bahndämme und Stützwände
  • 5 moderne elektronische Stellwerke (ESTW)
  • 5 Verkehrsstationen

Mit der Generalsanierung bringt die DB auch fünf Bahnhöfe auf den neusten Stand und baut diese soweit möglich barrierefrei um. In Wirtheim, Bad Soden-Salmünster, Steinau a. d. Straße, Schlüchtern und Flieden baut die DB unter anderem neue Bahnsteige, Wetterschutzhäuser, erneuert die Beleuchtung sowie das Mobiliar und richtet ein taktiles Wegeleitsystem ein. Außerdem saniert die DB Personenunterführungen und Bahnsteigdächer. Fahrgäste erhalten künftig Informationen über moderne Anzeigen.

Um die Erreichbarkeit der Region auch während der Bauphase sicherzustellen, ist ein umfangreiches Ersatzverkehrskonzept vorgesehen. Für den Nahverkehr wird ein Ersatzverkehr (EV) mit Bussen insbesondere zwischen Langenselbold und Fulda eingerichtet. Im Fernverkehr sind Umleitungen vorgesehen, sodass Reisende trotz Baumaßnahmen verlässliche Verbindungen nutzen können. Die DB steht hierzu in engem Austausch mit den beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie den Kommunen, um bestmögliche Reisealternativen bereitzustellen. In den kommenden Wochen und Monaten wird das Verkehrskonzept für die Generalsanierung „Kinzigtal“ gemeinsam mit allen Beteiligten weiter konkretisiert und detailliert ausgearbeitet.

Mit der Generalsanierung von mehr als 40 hochbelasteten Streckenabschnitten bündelt die DB alle anstehenden Baumaßnahmen der kommenden Jahre. Ziel ist es, die Infrastruktur innerhalb eines möglichst kurzen Zeitraums komplett zu erneuern. Dazu gehören Schwellen und Schotter, Gleise und Weichen, Signale und Stellwerke ebenso wie die Bahnhöfe. Das bedeutet: Die Strecke wird einmal gesperrt, statt wie bisher viele kleinere Einzelarbeiten zu realisieren. Anschließend sind in der Regel für mehrere Jahre keine größeren Bauarbeiten mehr erforderlich. Zudem werden die generalsanierten Abschnitte deutlich leistungsfähiger, erhalten einen erstklassigen Ausrüstungsstandard und werden für den digitalen Bahnbetrieb der Zukunft vorbereitet.

Auch zwischen Hanau und Gelnhausen setzt die DB den viergleisigen Ausbau fort und sorgt damit auch in diesem Teil der Strecke für eine neue und zuverlässige Infrastruktur.