Artikel: Deutsche Bahn modernisiert Bahnhof Frankfurt-Griesheim
Update vom 13. August 2026 / Anpassungen im Bauablauf: Ausbau der Station Frankfurt-Griesheim wird intensiviert
Die Arbeiten am Mittelbahnsteig der Station Frankfurt-Griesheim verzögern sich aufgrund unvorhergesehener Gegebenheiten vor Ort, darunter Bestandskabel, eine Gasleitung und zusätzliche Abstimmungen zum bestehenden Signal, um derzeit rund vier Wochen. Dadurch verschiebt sich auch der Beginn der anschließenden Arbeiten am Hausbahnsteig entsprechend. Um die Verzögerungen möglichst aufzufangen, werden die Baustellenkapazitäten erhöht und der Schichtbetrieb ausgeweitet: Von Montag, 17. August, bis voraussichtlich Samstag, 7. November 2026, wird montags bis freitags von 6:00 bis 22:00 Uhr im Zwei-Schicht-Betrieb sowie samstags von 6:00 bis 15:00 Uhr gearbeitet. Sonntags finden keine Arbeiten statt. Die geltenden Lärmschutzauflagen werden dabei berücksichtigt.
Trotz der Verzögerung soll die Fertigstellung des Mittelbahnsteigs (vsl. Anfang November 2026) ermöglichen, dass während der späteren Sperrung des Hausbahnsteigs (ab dem 9. November 2026) beide Fahrtrichtungen der S-Bahn in Frankfurt-Griesheim bedient werden können, allerdings voraussichtlich nicht im gewohnten Takt.
Update vom 19. Juni 2026 / Aktueller Stand Sanierung Bahnhof Griesheim
Die Deutsche Bahn (DB InfraGO) treibt die Modernisierung der Verkehrsstation Frankfurt-Griesheim weiter voran.
Personenunterführung Ost: Sachverständigenprüfung läuft
Im Bereich der Personenunterführung Ost wurden Mängel an den Wandfliesen festgestellt. Zur fachlichen Bewertung wurde ein unabhängiger Sachverständiger beauftragt, dessen Begutachtung bereits in Kalenderwoche 24 stattgefunden hat.
Auf Grundlage erster Erkenntnisse wurden vorsorglich lose Fliesenoberflächen entfernt und die betroffenen Bereiche gereinigt. Insbesondere die Über-Kopf-Bereiche werden regelmäßig kontrolliert. Die erforderlichen Schutzmaßnahmen werden fortlaufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Der Sachverständige untersucht derzeit die Ursachen der Schäden sowie den Umfang möglicher Nachbesserungsmaßnahmen. Mit ersten belastbaren Ergebnissen wird voraussichtlich bis Ende Juni 2026 gerechnet. Anschließend werden die erforderlichen Maßnahmen festgelegt und umgesetzt.
Mittelbahnsteig: Zweiter Bauabschnitt planmäßig gestartet
Parallel zu den Restarbeiten in der Personenunterführung Ost konnten die Arbeiten am Mittelbahnsteig planmäßig aufgenommen werden. Damit wurde ein wichtiger Meilenstein für die weitere Modernisierung der Station erreicht.
Für die kommenden Bauphasen wurden die Baustellenabläufe sowie das Lärmmanagement gemeinsam mit den ausführenden Unternehmen nochmals umfassend überprüft und optimiert. Ziel ist es, die Auswirkungen der Bauarbeiten auf Anwohnerinnen und Anwohner sowie Reisende auf das notwendige Maß zu begrenzen.
Dennoch lassen sich insbesondere lärmintensive und erschütterungsverursachende Arbeiten im Rahmen eines solchen Infrastrukturprojekts nicht vollständig vermeiden. Zudem kommt ein Automatisches Track Warning System (ATWS) zum Einsatz, das Mitarbeitende im Gleisbereich mittels akustischer Warnsignale vor herannahenden Zügen schützt. Der Einsatz dieses Systems ist aus Gründen des Arbeitsschutzes erforderlich und gesetzlich vorgeschrieben.
Die Projektbeteiligten sind bestrebt, die mit den Bauarbeiten verbundenen Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Für das Verständnis der Anwohnerinnen und Anwohner sowie der Reisenden wird ausdrücklich gedankt.
Ausblick
Nach Abschluss der wesentlichen Arbeiten am Mittelbahnsteig, voraussichtlich Anfang Oktober 2026, ist der Beginn der Arbeiten am Hausbahnsteig vorgesehen. Über die damit verbundenen Auswirkungen auf den Reisendenverkehr und mögliche Einschränkungen wird die Öffentlichkeit rechtzeitig informiert.
Presseinformation vom 29. Oktober 2025 / Teileröffnung Personenunterführung
Die Deutsche Bahn (DB InfraGO) modernisiert die Verkehrsstation Frankfurt-Griesheim seit Juni letzten Jahres für Reisende, Anwohnende und Besucher:innen barrierefrei. Im Rahmen des ersten Bauabschnitts haben die Bauteams die Arbeiten an der Personenunterführung (PU) Ost weitestgehend abgeschlossen, sodass am kommenden Freitag, 31. Oktober, die Teilinbetriebnahme erfolgen kann. Im Anschluss steht die Unterführung Reisenden zunächst eingeschränkt als Zugang zum Mittelbahnsteig (Gleis 2/3) zur Verfügung. Die provisorische Personenüberführung (PÜ) als Verbindung der Stadtteile hat sich bewährt und daher weiterhin Bestand.
Mit der Teileröffnung kann der zweite Bauabschnitt planmäßig am 31. Oktober 2025 beginnen. Ab diesem Zeitpunkt wird die PU West zunächst bis voraussichtlich Mitte Dezember 2025 vollständig gesperrt, um Rückbauarbeiten an den Bahnsteigdächern und Kabelarbeiten durchzuführen. Sie finden unter anderem im Rahmen nächtlicher Sperrpausen von 22 bis 6 Uhr statt. Reisende werden gebeten, etwaige Umleitungen der Züge oder Halte zu beachten und sich vor Abfahrt auf bahn.de oder in der DB Navigator App zu informieren. Die DB ist bemüht, Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, bittet jedoch für unvermeidbare Einschränkungen bei dieser komplexen Baumaßnahme im laufenden Betrieb um Verständnis.
Eine vollständige Nutzung und Inbetriebnahme der Personenunterführung Ost als Stadtteilverbindung ist zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht möglich. Grund hierfür sind Produktions- und Lieferverzögerungen einzelner Materialien, weshalb die abschließenden Elektro- und Ausbauarbeiten bislang nicht vollständig umgesetzt werden konnten. Um dennoch den planmäßigen Start des zweiten Bauabschnitts sicherzustellen, wurde in enger Abstimmung mit der Stadt Frankfurt entschieden, die Unterführung wie beschrieben teilweise in Betrieb zu nehmen. Die vollständige Inbetriebnahme und Öffnung der Personenunterführung Ost einschließlich der Aufzüge ist – vorbehaltlich der Verfügbarkeit noch fehlender Materialien und zugelassener Prüfsachverständiger – im Dezember 2025 geplant.
Mit Blick auf das kommende Jahr folgt im Frühjahr der Einhub einer Hilfsbrücke als Voraussetzung für den Beginn des Rückbaus und des Neubaus der PU West einschließlich neuer Treppen- und zweier Aufzugsanlagen. Im Rahmen der Erneuerung der Bahnsteige erhalten diese voraussichtlich im Herbst 2026 neue Dächer. Unter anderem wird die Bahnhofstechnik erneuert und ein neues Schalthaus für technische Anlagen errichtet, bevor der Bahnhof Frankfurt-Griesheim bis voraussichtlich Mitte 2027 vollständig barrierefrei und modernisiert ist.
Weitere Informationen zum Bauprojekt finden Sie unter: https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/frankfurt-griesheim-bf
Presseinformation vom 7. Mai 2025 / Verzögerung Personenunterführung
Die Verkehrsstation Frankfurt-Griesheim wird seit Juni letzten Jahres modernisiert. Reisende, Anwohnende und Besucher:innen sollen in wenigen Jahren von einer barrierefreien Station profitieren. Im Zuge der ersten Bauphase erneuern die Bauteams die Personenunterführung Ost, bauen zwei Aufzugsanlagen ein und arbeiten an den Treppenzugängen. Währenddessen steht den Fahrgästen eine provisorische Personenüberführung über die Gleise zur Verfügung.
Bisher laufen die Arbeiten an den Aufzügen und Treppen wie geplant. Bei der Modernisierung der Personenunterführung kam es hingegen zu nicht vorhersehbaren Erschwernissen, die bei Bauvorhaben an der städtischen Infrastruktur leider nicht völlig auszuschließen sind. So fanden die Fachkräfte unter anderem Abweichungen gegenüber den alten Bestandsplänen vor. Darüber hinaus wies das Rohbauwerk unter der Fliesenschicht mehr Mängel als angenommen auf. Diese machen eine Nachjustierung der Planung erforderlich – inklusive der gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen der Umplanung. Des Weiteren trafen die Bauteams beim Erdaushub im Baufeld auf eine Vielzahl von Herausforderungen – etwa durch Kabelstränge, die weder in den Bestands- und Planungsunterlagen verzeichnet sind noch bei den Voruntersuchungen identifiziert werden konnten. Wird ein unbekanntes Kabel entdeckt, müssen die Arbeiten zunächst gestoppt werden, was sich auf den Zeitplan auswirkt.
Das Projektteam arbeitet unter Hochdruck daran, die Kabel und deren Funktion genau zu ermitteln, um etwa beim Einsatz von Baumaschinen größere Schäden zu vermeiden. Damit wird insbesondere auch sichergestellt, dass es keine Auswirkungen auf den Bahnbetrieb oder andere Anlagen gibt. Dieser Prozess inklusive Neutaktung der Baukapazitäten, Personale und Logistik konnte leider nicht bis zur ursprünglich vorgesehenen Inbetriebnahme im März abgeschlossen werden. Die Fachkräfte gehen derzeit von einer Verlängerung der Bauphase bis Oktober aus. Die DB prüft dabei alle Möglichkeiten, die zu einer Beschleunigung führen könnten.
Die DB hat alle Projektpartner:innen und den Ortsbeirat über die aktuelle Situation informiert und steht zu allen weiteren Schritten im engen Austausch.
Presseinformation vom 12. Juni 2024 / Spatenstich
Die Verkehrsstation Frankfurt-Griesheim wird umfassend modernisiert. Schon im Frühjahr 2027 profitieren Reisende, Anwohnende und Besucher:innen dank der Arbeiten von einer rundum erneuerten und barrierefreien Station. Etwa 29,6 Millionen Euro investieren der Bund, das Land Hessen, der Rhein-Main-Verkehrsverbund, die Stadt Frankfurt am Main und die Deutsche Bahn (DB) in das Projekt, das aus insgesamt zwei Bauphasen besteht.
Am heutigen Mittwoch fiel der Startschuss für die im Juli beginnenden Modernisierungsarbeiten und den barrierefreien Ausbau der Verkehrsstation. Dafür erneuern Fachleute im Zuge des ersten Bauabschnitts die Personenunterführung Ost und bauen zwei Aufzugsanlagen ein. Im zweiten Schritt erhöht die DB dann die Bahnsteige auf 96 Zentimeter und passt diese auf eine Nutzlänge von 210 Metern an. Die barrierefreie Erschließung des Bahnhofs wird durch die Modernisierung der Personenunterführung West mit Einbau von zwei Aufzugsanlagen abgerundet. Zudem erhält die Station ein neues Design mit frischen Farben, hochwertigen Fliesen und identitätsstiftenden Gestaltungselementen mit Wiedererkennungswert. Für mehr Komfort sorgen ab Frühjahr 2027 auch eine ansprechende Bahnsteigausstattung und neue Bahnsteigdächer. Ein taktiles Leitsystem wird für eine bessere Orientierung für Blinde und Sehbehinderte sorgen. Die Inbetriebnahme der modernisierten Station Frankfurt-Griesheim ist für April 2027 geplant. Im Anschluss folgen noch einige Restarbeiten, die keinen Einfluss auf den Bahn- und Reisendenverkehr haben.
Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land Hessen, Prof. Dr.-Ing. Lamia Messari-Becker, Staatssekretärin im hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, Dr. André Kavai, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes und Stefan Schwinn, Leiter Regionalbereich Mitte der DB InfraGO AG Geschäftsbereich Personenbahnhöfe trafen sich heute vor Ort zum symbolischen Spatenstich.
Während der Modernisierung der Station Frankfurt-Griesheim können Fahrgäste und Anwohnende die mit Rampen ausgestattete neue Behelfsbrücke nutzen, um über die Gleise auf die jeweils andere Seite zu gelangen. Voraussichtlich ab Mitte Juli wird die barrierearme Behelfsbrücke zur Verfügung stehen. Das Bauwerk soll – insbesondere auch als Ersatz für die Omegabrücke – weiter eine leistungsfähige Überquerung der Bahnstrecke für den Fuß- und Radverkehr bieten.