Artikel: Hunsrückquerbahn: Zusätzliche Baugrundarbeiten notwendig
Seit dem 1. April dieses Jahres führt die Deutsche Bahn (DB InfraGO) auf der Hunsrückquerbahn zwischen Langenlonsheim und Stromberg umfangreiche Instandhaltungsarbeiten durch. Ursprünglich sollten diese bis zum 31. Juli abgeschlossen sein.
Während der Bauarbeiten stellte die DB unerwartet schlechte Bodenverhältnisse fest. Um die langfristige Betriebssicherheit und Funktionsfähigkeit der Strecke zu gewährleisten, sind daher zusätzliche Maßnahmen zur Stabilisierung des Untergrunds erforderlich. Dazu fräst die DB Kalkzement in den Boden ein oder baut abschnittsweise eine Schutzschicht ein, um die Tragfähigkeit und Stabilität von Schwelle und Schotter im Verbund herzustellen. Erst danach kann der Oberbau neu aufgebaut werden.
Trotz der schwierigen Bodenverhältnisse laufen die Bauarbeiten weiterhin mit hoher Leistung. Nach aktuellem Stand wird die Strecke voraussichtlich Ende Oktober 2026 freigegeben.
Trassenanmeldungen für den Güterverkehr liegen bislang nicht vor. Die Ausflugsfahrten an Wochenenden können aufgrund der Verzögerungen noch nicht stattfinden.
Auf dem Streckenabschnitt der Hunsrückquerbahn zwischen Langenlonsheim und Büchenbeuren arbeitet die DB bereits seit 2023 daran, diesen wieder grundlegend befahrbar zu machen. Insgesamt wurden rund 40 Kilometer Gleisanlagen sowie der Belag von 45 Bahnübergängen erneuert und die Entwässerungsanlagen entlang der Strecke instandgesetzt. Ursprünglich war vorgesehen, die Strecke nach Abschluss der geplanten Instandhaltungsarbeiten im Streckenabschnitt zwischen Langenlonsheim und Stromberg gesamthaft ab Anfang August wieder für den Verkehr freizugeben.