Korridorsanierung Rechter Rhein: Deutsche Bahn plant schneller mit Hilfe von Drohnen, Georadar und Rucksack-Scanner

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29. April 2026, 14:30 Uhr
Frankfurt am Main
Schnellere Planung dank digitaler Vermessung aus der Luft und in die Tiefe • Bis zu zehnmal schnellere Datenerfassung bei laufendem Bahnbetrieb • Deutsche Bahn entwickelt Vermessungs-Technologien als Vorreiterin konsequent weiter

Die Vorbereitungen für die Korridorsanierung zwischen Troisdorf und Wiesbaden am rechten Rheinufer laufen auf Hochtouren. Damit die Bauarbeiten am 10. Juli starten können und pünktlich zum 11. Dezember beendet werden können, setzt die DB InfraGO bei der Planung auf innovative Vermessungstechnologien: Unter anderem mit Drohnen mit Laser-Scanner, Georadar und Rucksack-Scanner erfassen die Fachleute alle für die Sanierung relevanten Daten der 160 Kilometer langen Strecke und sämtlicher Bahnhöfe. 

Frank Schmidt, Gesamtprojektleiter für die Korridorsanierung –Rechter Rhein: „Mit der Korridorsanierung bündeln wir alle anstehenden Arbeiten an der Strecke in fünf Monaten. Um die Vielzahl der Arbeiten in der geplanten Zeit zu erledigen, brauchen wir eine sehr gute Vorbereitung. Die digitalen Aufnahmen ermöglichen, große Streckenabschnitte der Infrastruktur schnell und detailliert zu erfassen. Das beschleunigt unsere Planung, wir können unsere Bauabläufe optimieren, um das ambitionierte Bauvolumen umzusetzen.“

André Winkler, Regionalleiter DB Engineering & Consulting: „Mit der drohnengestützten Vermessung sind wir schon heute bis zu zehnmal schneller als mit konventionellen Verfahren. So planen wir Baustellen deutlich effizienter. Gleichzeitig kann der Bahnverkehr während der Vorbereitung für die Fahrgäste weiterlaufen. Wir setzen die Technik in ganz Deutschland ein und arbeiten bereits an weiteren Innovationen mit noch genaueren Sensoren. Hier nehmen wir als Deutsche Bahn eine Vorreiterrolle ein.“

Neben den Drohnen sind bei der Bahn weitere digitale Aufnahmetechnologien im Einsatz: Mobile Mapping-Systeme in Form von Rucksäcken erfassen mit Laserscannern 3D-Daten von Bahnsteigen und Gebäuden, während 360°-Kameras eine schnelle visuelle Dokumentation der Infrastruktur ermöglichen. Mit Georadar können die Fachleute der DB den Untergrund vermessen: auf Distanzen von bis zu 300 Kilometern pro Tag werden Daten bis in eine Tiefe von 3,5 Metern erfasst. Die Technik erkennt exakt Kabel, Leitungen, Hohlräume oder Fundamente. Das ist wichtig bei Arbeiten im Bestand, denn häufig sind die vorhandenen Unterlagen nicht vollständig. 

Zusammengefügt ergeben die mit den verschiedenen Techniken gewonnenen Daten ein dreidimensionales Abbild der Strecke. Daraus entstehen unter anderem maßstabsgetreue Luftbilder sowie 3D-Punktwolken der Infrastruktur, die präzise Analysen und Messungen ermöglichen. Neben der Unterstützung der Planung dienen sie insbesondere auch der Bauüberwachung während der Arbeiten, etwa für Baufortschrittskontrollen und eine transparente Dokumentation.

 

Weitere Informationen: 

Zur Korridorsanierung: Bahnstrecke Troisdorf–Wiesbaden - Korridorsanierung Rechter Rhein

Zur Technik: Digital Engineering - Für Ihre leistungsstarke Infrastruktur