Reaktivierung der Strecke Homburg – Zweibrücken: Zusätzliche Wünsche der Bürgerinnen und Bürger in Planung berücksichtigt

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Skyline Frankfurt
Quelle: DB AG / Holger Peters

Presseinformationen

Aktuelle regionale Themen

02. Dezember 2022, 10:00 Uhr
Verbesserung für Haltepunkt Beeden und Bahnübergang Einöd • Anpassungen verlängern Planung im Saarland • Planfeststellung in Rheinland-Pfalz bereits abgeschlossen • Strecke für attraktiven Nahverkehr voraussichtlich 2026 in Betrieb

Die länderübergreifende Reaktivierung der Strecke Homburg – Zweibrücken ist eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen für die Verbesserung des SPNV in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Das rheinland-pfälzische Zweibrücken wird voll in das Erfolgsangebot S-Bahn-Rhein-Neckar integriert. Umgekehrt können die Anliegergemeinden der Saar-Pfalz-Bahn zukünftig unkompliziert die Rosenstadt und die dort angebotenen Nahverkehrsverbindungen erreichen. Der Streckenausbau mit Elektrifizierung schafft darüber hinaus eine wesentliche Grundlage für den Einsatz von Akku-Fahrzeugen im Pfalznetz und auf der Strecke zwischen Pirmasens – Zweibrücken und Saarbrücken.

Die Genehmigungsplanung für die Ausbauarbeiten im rheinland-pfälzischen Abschnitt der Strecke ist bereits abgeschlossen. Im Saarland haben Bürgerinnen und Bürger noch zusätzliche Vorschläge in den Prozess eingebracht. Die Umsetzung dieser Wünsche – insbesondere hinsichtlich des Haltepunktes Beeden und des Bahnübergangs Einöd – wird die Vorbereitungszeit zum Bau der Strecke geringfügig verlängern. Die DB rechnet nun damit, dass die ersten Züge voraussichtlich 2026 über die Strecke rollen können, also ca. eineinhalb Jahre später als ursprünglich geplant. Die bisher für das Projekt kalkulierten Kosten (ca. 39 Millionen Euro) müssen aufgrund der zusätzlichen Projektbestandteile, Auflagen aus der Planfeststellung und möglicher Preissteigerungen am Markt noch einmal überprüft und ggf. angepasst werden.

Haltepunkt BeedenAuf Vorschlag der Anwohnerinnen und Anwohner soll der Haltepunkt – anders als zunächst vorgesehen – an alter Lage in der Jägerhausstraße reaktiviert werden. Die DB hat bei einem Ortstermin mit Vertreter:innen der Stadtplanung und Bauordnung der Stadt Homburg sowie dem Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz des Saarlandes den Standort begutachtet. Dabei ergaben sich Vorteile etwa mit Blick auf die Anordnung von Parkplätzen in der Jägerhausstraße. Der angrenzende Bahnübergang (Pirminiusstraße, Jägerhausstraße, Hofstraße) wird nun um einem Fuß- und Radweg ergänzt, um die Zugänglichkeit zum Haltepunkt zu optimieren. Weiterhin ist damit ein leichterer, barrierefreier Zugang auf den neuen Bahnsteig gewährleistet.

Bahnübergang EinödIm Zuge des Planfeststellungsverfahrens machten die Bürgerinnen und Bürger auf die Bedeutung des Bahnüberganges Ingweilerstraße/Raiffeisenstraße aufmerksam, der gemäß der ausgelegten Planung geschlossen werden sollte. Insbesondere für den ansässigen Reitstall für Zucht, Ausbildung und Pension von Pferden ist dieser Übergang existenziell, da er der einzige Zugang zu den Auslauf- und Grünflächen für die Pferde ist. In Abstimmung mit den Ländern (Saarland, Rheinland-Pfalz) und den Zweckverbänden (VRN, ZSPNV Süd) bleibt der Bahnübergang nun doch erhalten. Die DB erneuert die Anlage in einer optimierten Lage etwa zehn Meter vom jetzigen Standort entfernt.

Voraussetzung für den Ausbau der Strecke Homburg – Zweibrücken ist ein Planrechtsverfahren. Im Rahmen dieser Planung haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Vorstellungen und Anregungen einzubringen. Interessierte können unter anderem bei Vor-Ort-Terminen mit der DB in den Dialog treten. Die aus dem Verfahren hervorgehende Genehmigung zur Erneuerung der Infrastruktur wird von einer Bundesbehörde, dem Eisenbahn-Bundesamt, erteilt. Dann kann die DB Bauleistungen ausschreiben und die konkreten Bauarbeiten konzipieren. In Abhängigkeit von der Vorlage des Planrechts erfolgt anschließend der Baubeginn.