Startschuss am Rechten Rhein: DB InfraGO beginnt am 10. Juli mit der Sanierung des Korridors Troisdorf – Wiesbaden

Zum Inhalt springen

Nachfolgend finden Sie die häufigsten Fragen und unsere Antworten darauf.

Ich suche einen Kontakt zur regionalen Pressestelle.

Anbei finden sie unsere Ansprechpartner vor Ort aufgeführt.

Ende des Expander-Inhaltes
Wo finde ich Informationen zur S-Bahn Rhein Main?

Informationen zur S-Bahn Rhein-Main finden Sie auf der Website der S-Bahn Rhein-Main.

Ende des Expander-Inhaltes
Ich habe im Zug Gepäck vergessen. Was nun?

Im Zug oder Bahnhof verloren oder gefunden? Der Fundservice der Deutschen Bahn hilft weiter.

Ende des Expander-Inhaltes
Ich benötige Unterstützung bei meiner Reiseplanung

Informationen und Fragen zu Produkten, Angeboten und Services rund um den Personenverkehr finden Sie bahn.de.

Ende des Expander-Inhaltes
06. Juli 2026, 14:00 Uhr
Bauteams realisieren ab Freitag umfangreiches Bauprogramm an Strecke und Bahnhöfen • DB setzt auf Erfahrungen der bisherigen Korridorsanierungen • Umleitungs- und Ersatzverkehrskonzept für Züge im Nah-, Fern- und Güterverkehr

Die DB InfraGO AG startet am Freitag mit der Korridorsanierung am Rechten Rhein zwischen Troisdorf und Wiesbaden. In den Abendstunden des 10. Juli schaltet das Bauteam die Oberleitungen auf der Strecke ab und die fünfmonatige Bauphase auf der 160 Kilometer langen Bahnstrecke beginnt. Fern- und Güterverkehrszüge fahren bis zum 12. Dezember auf Umleitungsstrecken. Für die betroffenen S-Bahn- und Regionalzüge kommen als Ersatz 160 Busse auf 13 Linien zum Einsatz. Dafür hat die DB InfraGO in Abstimmung mit den Aufgabenträgern und den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen ein umfassendes Ersatz- und Umleitungskonzept erarbeitet.

Ziel der fünfmonatigen Bauphase ist es, gemeinsam mit der Ausbaumaßnahme der S13 zwischen Troisdorf und Bonn-Beuel die hochbelastete Eisenbahnstrecke für den Schienenpersonennahverkehr und den Schienengüterverkehr langfristig stabiler und widerstandsfähiger zu machen. Störungen und damit einhergehende Verspätungen sollen sich nach der Sanierung deutlich reduzieren und ein attraktiveres Angebot ermöglicht werden. In die Korridorsanierung der rechten Rheinstrecke fließen rund 1,6 Milliarden Euro.

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO: „Mit der Sanierung der rechtsrheinischen Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden setzen wir unser ambitioniertes Bauvolumen weiter fort. Dank des Sondervermögens des Bundes sind solche umfassenden Sanierungsmaßnahmen überhaupt erst möglich. Auf einer der wichtigsten Eisenbahnstrecken Deutschlands sorgen wir bis Dezember 2026 dafür, dass die Infrastruktur robuster wird und der Zugverkehr deutlich störungsfreier rollen kann. Ein besonderes Augenmerk liegt bei diesem Korridor auch auf den Stationen. 36 Bahnhöfe erhalten eine Frischekur und werden für Reisende deutlich attraktiver gestaltet.“

Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen: „Ich hoffe, die Deutsche Bahn lernt aus ihren bisherigen Generalsanierungen. Die Fahrgäste akzeptieren monatelange Einschränkungen nur, wenn die Strecke danach im Alltag zuverlässig funktioniert. Genau das muss der Maßstab sein. Deshalb bin ich der Bahn dankbar, dass sie nach den Erfahrungen in und um Wuppertal in Zukunft auch Stellwerke und moderne Sicherungstechnik von Anfang an in die Planung einbeziehen wird.“

Achim Schwickert, Minister für Inneres, Integration und Verkehr des Landes Rheinland-Pfalz: „Die rechte Rheinstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden ist eine der zentralen Bahnstrecken Deutschlands. Das gilt für Pendlerinnen und Pendler ebenso wie für den Güterverkehr und den Tourismus. Die fünfmonatige Bauphase wird für viele Fahrgäste mit Einschränkungen verbunden sein. Umso wichtiger sind ein leistungsstarker Ersatzverkehr und verlässliche Informationen für die Reisenden. Zugleich ist die Sanierung eine wichtige Investition in eine moderne Bahninfrastruktur und damit in einen zuverlässigen und leistungsfähigen Bahnverkehr. Davon profitiert langfristig die gesamte Region auf beiden Seiten des Rheins.“

Kaweh Mansoori, Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum des Landes Hessen: „Die rechtsrheinische Strecke ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen für Hessen. Tausende Pendlerinnen und Pendler sowie Unternehmen sind jeden Tag auf eine verlässliche Schieneninfrastruktur angewiesen. Die Bauarbeiten werden den Reisenden in den kommenden Monaten einiges abverlangen. Umso wichtiger ist es, dass wir diese Zeit nutzen, um die Strecke grundlegend zu modernisieren. Die Investitionen schaffen die Voraussetzungen für einen zuverlässigeren Bahnverkehr, mehr Pünktlichkeit und eine leistungsfähige Infrastruktur, die den Anforderungen der Zukunft gerecht wird. Dafür arbeiten Bund, Deutsche Bahn und die betroffenen Länder eng zusammen.“

Die Korridorsanierung zwischen Troisdorf und Wiesbaden im Überblick

Während der fünfmonatigen Bauphase erneuern die Fachkräfte rund 80 Kilometer Gleise, knapp 100 Kilometer Oberleitung, 160 Weichen und 10 Brücken oder setzen sie umfassend instand. Hinzu kommen neue Überleitstellen, modernisierte Leit- und Sicherungstechnik sowie Arbeiten an 36 Bahnhöfen. In Summe entstehen an den Stationen 23 neue Aufzüge, 68 neue Rampen, Treppen und Zuwegungen. Die Bauteams erneuern oder sanieren zudem 24 Personenunterführungen. Außerdem erhalten die Stationen der Korridorsanierung ein einheitliches Design mit neuen Anzeigern und modernem Mobiliar. 

Auch die Leit- und Sicherungstechnik packen die Bauteams an: Sie ersetzen entlang der Strecke insgesamt sechs noch bestehende Stellwerke alter Technik durch moderne elektronische Stellwerke (ESTW). Diese liegen in Rüdesheim, Niederlahnstein, Koblenz-Ehrenbreitstein, Engers, Neuwied und Bonn-Beuel. Zudem passen die Fachleute die bereits bestehenden elf ESTW entlang der Strecke an und erweitern diese um neue Funktionen. Die drei neuen Stellwerke in Neuwied, Engers und Koblenz-Ehrenbreitstein werden bis Ende 2026 baulich fertiggestellt; ihre Inbetriebnahme erfolgt nachgelagert. Der gesamte Korridor wird im Rahmen der Digitalisierung des Schienennetzes mit ETCS ausgerüstet. Daher erfolgen auch im Jahr 2027 noch weitere Arbeiten, um die restlichen Inbetriebnahmen von Stellwerken im Zusammenspiel mit ETCS durchführen zu können. ETCS ist heute bereits zwischen Oberlahnstein und Assmannshausen im Einsatz. Nach Umsetzung aller Arbeiten kann ETCS bis Ende des Jahres 2027 auf der gesamten Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden in Betrieb gehen. Diese Strecke zählt dann zu den längsten, vollständig digitalisierten Strecken Deutschlands.

Leistungsstarker Ersatzverkehr mit Bussen im Regionalverkehr

Während der Korridorsanierung ersetzt ein umfangreicher Ersatzverkehr mit Bussen den auf dem betroffenen Schienenabschnitt ausfallenden Nahverkehr. Es verkehren insgesamt 13 Buslinien. Diese bedienen die entfallenden Zughalte in Bahnhofsnähe und teils weitere gut erreichbare Haltestellen. Durch eine enge Taktung ergeben sich so zahlreiche Fahrtmöglichkeiten. Expresslinien sorgen für möglichst schnelle Verbindungen zwischen Wiesbaden, Rüdesheim und Koblenz sowie zwischen Koblenz, Bad Honnef, Bonn-Ramersdorf und Troisdorf. Die genauen An- und Abfahrtszeiten sind in den elektronischen Auskunftsmedien enthalten. Fahrgäste können die Fahrten der Ersatzbusse zudem online über eine LiveMap einsehen. Auch die Rheinfähren sind zum Teil in das Ersatzverkehrskonzept eingebunden.

Für die Ersatzverkehre während der Korridorsanierungen hat die DB in Abstimmung mit den Aufgabenträgern einheitliche Qualitätsvorgaben sowie ein konsistentes Erscheinungsbild in der Farbe Verkehrspurpur definiert. Dazu gehören unter anderem neuwertige und barrierefrei zugängliche Fahrzeuge, die ausreichend Stauraum für Gepäck bieten und über WLAN an Bord verfügen.

Weitere Informationen rund um die Korridorsanierung am Rechten Rhein gibt es online unter https://rechter-rhein.deutschebahn.com/