Wichtiger Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität im Saarland: Mobilitätsministerium, Stadler Deutschland und DB Regio Mitte stellen neue Akkuzüge vor

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29. Mai 2026, 14:00 Uhr
Frankfurt am Main
Neue Akkuzüge für den Einsatz auf saarländischen Regionalstrecken • Mehr Komfort für die Fahrgäste • Ausbildung von rund 300 Triebfahrzeugführer:innen für den Einsatz auf der neuen Baureihe

Petra Berg, Ministerin für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz, Achilles Brecht, Produktleiter Green Technology bei Stadler Deutschland und Samir Boucheqif, Regionalleiter Personal DB Regio Mitte, stellten heute am Saarbrücker Hauptbahnhof das neue Fahrzeug vom Typ Stadler FLIRT Akku für den Einsatz auf saarländischen Regionalstrecken vor. Die Projektpartner hoben im Rahmen einer Talkrunde die beeindruckende Technik sowie den modernen Reisekomfort des Akkuzuges hervor und erläuterten zugleich den aktuellen Stand der Inbetriebnahme auf dem zukünftigen Einsatznetz mit den Regionalverkehrslinien.

„Für die Landesregierung ist dieser Termin mehr als eine Fahrzeugpräsentation. Er steht für das Ziel, den öffentlichen Verkehr im Saarland attraktiver, moderner und klimafreundlicher zu machen. Genau darum geht es: Wir wollen Angebote schaffen, die im Alltag überzeugen“, sagt Berg. „Moderne Mobilität bedeutet für mich Wahlfreiheit. Die neuen Akkuzüge sind dafür ein konkreter Schritt. Sie bringen mehr Komfort, moderne Ausstattung, bessere Fahrgastinformation und emissionsfreie Fahrten.“

„Mit den ersten fünf zur Verfügung stehenden Akkuzügen und dem intensiven Qualifizierungsstart für unser Fahr- und Instandhaltungspersonal bereiten wir aktuell die Betriebsaufnahme vor. Auf Grundlage der bestehenden Probefahrgenehmigung führen wir gezielte Testfahrten im Streckennetz durch, bei denen unsere Mitarbeitenden ihre Kenntnisse unmittelbar im Praxiseinsatz vertiefen können. Das sind wichtige Schritte, um den Probebetrieb mit Fahrgästen sicher, verlässlich und pünktlich zu starten – sobald die Fahrzeugzulassung vorliegt“, berichtet Samir Boucheqif über die aktuell laufenden Vorbereitungen bei DB Regio Mitte. Insgesamt werden rund 300 Triebfahrzeugführer:innen für den Einsatz auf der neuen Baureihe ausgebildet.

„Die Fahrzeuge für das Pfalznetz profitieren als unser zweiter Auftrag für Batteriezüge in Deutschland von den sehr guten Erfahrungen, die wir bereits im Betrieb sammeln konnten“, sagt Achilles Brecht, Produktleiter Green Technology bei Stadler Deutschland. „Dadurch konnten wir vieles weiter verbessern, unter anderem das Batteriesystem und das Fahrerassistenzsystem für die Triebfahrzeugführer.“

Nach Erteilung der Zulassung, finaler Abnahme und Auslieferung der Fahrzeuge beginnen die ersten Fahrgastfahrten im Rahmen eines Probebetriebs auf den Strecken Saarbrücken – Zweibrücken – Pirmasens (RB 68) sowie Neustadt – Landau – Karlsruhe (RE 6/RB 51). Der reguläre Einsatz im durchgehenden Betrieb ist auf diesen beiden Linien nach aktuellem Stand für Oktober 2026 vorgesehen.

Der Start des Probebetriebs auf der saarländischen Niedtalbahn zwischen Dillingen und Niedaltdorf (RB 77) sowie auf der Linie 64 von Kaiserslautern nach Pirmasens ist anschließend für November 2026 geplant. Im Niedtal sollen ab Dezember 2026 alle Verbindungen mit den neuen Akkuzügen gefahren werden und damit im Regelbetrieb.

Die weiteren Linien werden jeweils nach einem vorgelagerten Probebetrieb schrittweise umgestellt: Bis Mitte 2027 folgen die Verkehre zwischen Kaiserslautern und Pirmasens (RB 64) sowie von Kaiserslautern nach Lauterecken-Grumbach (RB 66) bzw. Kusel (RB 67). Für das Jahr 2029 ist die Umstellung der Linien Landau – Pirmasens (RB 55) und Winden – Bad Bergzabern (RB 54) vorgesehen.

Insgesamt wird DB Regio Mitte nach der vollständigen Umstellung aller Linien 44 zweiteilige Akkuzüge in dem Netz einsetzen. Damit ist die im Saarland eingesetzte Fahrzeugflotte von DB Regio Mitte, zu der auch die Elektrofahrzeuge im SÜWEX-Netz und im E-Netz Saar RB gehören, künftig vollständig elektrisch. Lediglich auf den gemeinsam mit der SNCF betriebenen Linien nach Frankreich kommen weiterhin diesel-elektrische Fahrzeuge der SNCF zum Einsatz.