Bahnstrecke zwischen Halle (Saale) und Eichenberg wird umfassend modernisiert

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13. Januar 2026, 11:30 Uhr
Leipzig
Moderne Stellwerkstechnik entlang der Strecke und Überholgleise für lange Güterzüge in Röblingen am See und Sangerhausen • Bahnhof Lutherstadt Eisleben wird barrierefrei ausgebaut • Bauarbeiten bringen vorübergehende Einschränkungen für die Reisenden mit sich

Für mehr Qualität und eine höhere Leistungsfähigkeit modernisiert die Deutsche Bahn (DB) seit Sommer 2024 bis Ende 2028 die stark befahrene Strecke Halle (Saale)–Kassel im rund 170 Kilometer langen Abschnitt zwischen Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt, Nordhausen in Nordthüringen und dem hessischen Eichenberg. Bund, Land Sachsen-Anhalt, Freistaat Thüringen und DB investieren rund 625 Millionen Euro in diese Regionale Korridorsanierung.

Im Fokus steht der Bau von 14 neuen Elektronischen Stellwerken (ESTW), die künftig die Züge auf der Strecke steuern. Dadurch werden 33 alte mechanische und elektromechanische Stellwerke ersetzt. Die Bedienung erfolgt künftig aus Röblingen am See in Sachsen-Anhalt und Nordhausen in Thüringen. Außerdem müssen 44 Bahnübergänge angepasst bzw. modernisiert werden. In Sangerhausen und Röblingen am See entstehen 740 Meter lange Überholgleise für lange Güterzüge.

Damit Reisende in Lutherstadt Eisleben künftig stufenfrei ein- und aussteigen können, baut die DB dort neue Bahnsteige mit einem taktilen Leitsystem für Blinde und Sehschwache. Künftig erreichen die Reisenden die Bahnsteige durch eine neue Personenunterführung und mit zwei Aufzügen. Damit verbessern sich die Bedingungen für mobilitätseingeschränkte Menschen, Reisende mit schwerem Gepäck oder Fahrrädern und Eltern mit Kinderwagen deutlich.

Uwe Sieber, als Projektleiter bei der DB InfraGO verantwortlich für die Regionale Korridorsanierung Halle (Saale)–Eichenberg: „Wir bringen unser Bestandsnetz auf Vordermann und modernisieren zwischen Halle und Kassel eine wichtige Ost-West-Achse unserer Infrastruktur. Die Stellwerkstechnik ist veraltet, störanfällig und erfordert einen hohen Personaleinsatz. Das soll sich ändern. Um unseren straffen Zeitplan zu halten, sind leider Streckensperrungen unvermeidlich.“

Der Schienenpersonennahverkehr auf dieser Strecke wird betrieben von der Abellio Rail Mitteldeutschland, deren Fahrgäste unmittelbar von den notwendigen Bauarbeiten betroffen sind. Bereits ab 16. Januar wird der Streckenabschnitt zwischen Sangerhausen, Nordhausen und Leinefelde bis zum 12. März für den Zugverkehr gesperrt.

Sven Jamelle, Geschäftsführer von Abellio: „Auf der einen Seite freuen wir uns, dass nach jahrzehntelanger Vernachlässigung nun verstärkt in das Schienennetz investiert und unter anderem die wichtige Strecke zwischen Halle und Kassel modernisiert wird. Auf der anderen Seite bedeutet das natürlich große Einschränkungen für die Fahrgäste und eine zusätzliche Belastung für unsere Mitarbeiter und unser Unternehmen. Wir werden unseren Auftrag durchgehend erfüllen, die Menschen sicher an ihr Ziel zu bringen, es werden aber herausfordernde Jahre, die wir gemeinsam durchstehen müssen – damit das Schienennetz in der Region langfristig deutlich zuverlässiger wird.“

Informationen zu allen Fahrzeiten finden Reisende in den Verkehrsmeldungen auf https://www.abellio.de/verkehr-aktuell. Infos zu den Fahrplanänderungen gibt es zudem an den Aushängen auf den Bahnhöfen und über die kostenfreie Abellio-Hotline 0800 2235546. Fahrgäste können sich auch in der INSA-Fahrplanauskunft sowie der Fahrplanauskunft der DB (www.bahn.de, App DB Navigator) über die gültigen Fahrzeiten informieren.