Artikel: DB hat Zugang zum S-Bahnhof Leipzig-Möckern wieder in Betrieb genommen
Nach rund zwei Jahren Bauzeit hat die Deutsche Bahn (DB) die umfassende Erneuerung des Treppenzugangs am S-Bahnhof Leipzig-Möckern erfolgreich abgeschlossen. Reisende können den Zugang zwischen der Georg-Schumann-Straße und Bahnsteig 1 ab sofort wieder nutzen. Gleichzeitig wurde die aufwendige Sicherung des steilen Hanges zur Bothestraße fertiggestellt.
Seit August 2024 erneuerte die DB die Treppenanlage und sicherte gleichzeitig den Hang hinter Bahnsteig 1. Die bestehende Treppe musste aufgrund ihres baulichen Zustandes vollständig zurückgebaut werden. Im Mittelpunkt des Projekts standen neben dem Neubau der Treppe insbesondere umfangreiche Maßnahmen zur Stabilisierung des Hanges zum Schutz der angrenzenden Wohnbebauung, der Reisenden sowie des Bahnbetriebs.
Während der Bauarbeiten ergaben sich trotz intensiver Voruntersuchungen neue Erkenntnisse zur Stabilität des Hanges. Dadurch mussten die Arbeiten Ende 2024 vorübergehend unterbrochen und die Planungen zur Hangsicherung grundlegend überarbeitet werden. Nach erfolgreicher statischer Prüfung konnten die Bauarbeiten im März 2025 fortgesetzt werden.
Die neue Treppenanlage überwindet einen Höhenunterschied von rund sieben Metern und verfügt über 43 Stufen sowie vier Podeste. Zur dauerhaften Sicherung des ebenfalls etwa sieben Meter hohen und besonders steilen Hanges wurden insgesamt 177 Bohrpfähle eingebaut – 93 in der oberen und 84 in der unteren Reihe.
„Mit dem Abschluss der Arbeiten verbessern wir die Erreichbarkeit des S-Bahnhofs Leipzig-Möckern deutlich und sorgen gleichzeitig für die langfristige Sicherheit von Reisenden, Bahnanlagen sowie Anwohnerinnen und Anwohnern. Die komplexe Hangsicherung war eine anspruchsvolle ingenieurtechnische Aufgabe, die nun erfolgreich umgesetzt wurde“, sagt Christian Schulz, Leiter Bahnhofsmanagement Leipzig.
Die Investitionen für das Gesamtprojekt belaufen sich auf rund 10 Millionen Euro und werden von Bund und DB getragen. Ursprünglich waren Kosten von rund 4 Millionen Euro vorgesehen. Die Mehrkosten entstanden insbesondere durch die notwendige Neuplanung sowie den deutlich höheren technischen und materiellen Aufwand für die Sicherung des Hanges und der angrenzenden Wohnhäuser.
Während der Sperrung hatte die DB gemeinsam mit der Bundespolizei umfangreiche Maßnahmen zur Vermeidung gefährlicher Gleisüberschreitungen umgesetzt. Dazu gehörten verstärkte Kontrollen, Präventionsveranstaltungen an Schulen, Informationskampagnen sowie eine verbesserte Wegeleitung am Bahnhof.