Artikel: Deutsche Bahn hält Zeitplan ein: Baustart für neues Stellwerk in Gerwisch im Mai
Der Neubau eines Elektronischen Stellwerks (ESTW) in Gerwisch verläuft planmäßig: Nach dem Rückbau des abgebrannten Stellwerks und vorbereitenden Maßnahmen beginnen in der ersten Maihälfte die Arbeiten am Fundament für das neue Modulgebäude. Mit dem neuen ESTW soll die volle Streckenkapazität zwischen Magdeburg und Berlin dauerhaft wiederhergestellt werden.
Ab Ende Mai kommt es aufgrund der Baumaßnahmen zu betrieblichen Einschränkungen auf der Strecke.
- Zwischen dem 30. Mai und dem 3. Juli sowie zwischen dem 6. Juli und 4. September ist der Abschnitt zwischen Biederitz und Möser abwechselnd nur eingleisig befahrbar.
- Vom 3. Juli (23.55 Uhr) bis 6. Juli (4 Uhr) muss der Abschnitt voll gesperrt werden, ebenso vom 4. September bis 30. September.
Diese Sperrungen und Einschränkungen sind wegen der notwendigen Signal- und Tiefbauarbeiten erforderlich. Es wird Ersatzverkehr angeboten, die verkehrlichen Auswirkungen werden in den Fahrplänen nun sukzessive angepasst. Bei einem Bürgerdialog am 29. April in Gerwisch wird das Projektteam ab 17.30 Uhr im Lentges Saal über den aktuellen Stand und die nächsten Schritte informieren.
Mit dem neuen Stellwerk schafft die Deutsche Bahn die Voraussetzungen für einen stabileren und leistungsfähigeren Bahnbetrieb in der Region. Die Inbetriebnahme ist im 4. Quartal geplant.
Rückblick: Im September 2025 war es im Stellwerk Gerwisch zu einem Brand mit irreparablen Schäden an der Leit- und Sicherungstechnik gekommen. Die DB InfraGO hatte anschließend umfangreiche Maßnahmen eingeleitet, um den Zugverkehr wieder aufzunehmen und zu stabilisieren. Seit März sind die benachbarten Stellwerke Biederitz und Möser technisch gekoppelt, um den Ausfall der Anlage in Gerwisch teilweise zu kompensieren.
Aktuelle Lage auf der RB 40
Die Linie RB 40 ist unterdessen aktuell von Verspätungen betroffen. Hauptursache ist die starke Auslastung des Streckenabschnitts zwischen Braunschweig und Magdeburg Hauptbahnhof. Durch Umleitungsverkehre des Fern- und Güterverkehrs aufgrund der Bauarbeiten zur Sanierung des Hochleistungskorridors Hamburg–Berlin verkehren dort aktuell zusätzliche Züge.
Dies führt zu Verzögerungen bereits im Zulauf auf Magdeburg. Diese Verspätungen setzen sich in Richtung Burg fort.
Um den Betrieb zu stabilisieren, werden einzelne Züge bei größeren Verspätungen bereits in Magdeburg Hauptbahnhof vorzeitig beendet. Dadurch kommt es zeitweise zu Ausfällen im Abschnitt zwischen Magdeburg und Burg.
Parallel arbeitet die Deutsche Bahn gemeinsam mit den zuständigen Aufgabenträgern an Verbesserungen für die Fahrgäste. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten am Hochleistungskorridor Hamburg – Berlin 13. Juni 2026 wird eine spürbare Stabilisierung des Betriebs und eine bessere Pünktlichkeit erwartet.
Die Deutsche Bahn bittet für entstehende Unannehmlichkeiten um Entschuldigung und dankt allen Reisenden für ihre Geduld.