Elektrifizierung der Erzgebirgsbahn: Sauberer, leiser und leistungsstärker – Chemnitz erhält Anschluss

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02. April 2026, 12:00 Uhr
Chemnitz
Erster Abschnitt mit 2,6 Kilometern elektrifiziert • wichtiger Schritt für bessere Verbindungen • weitere Elektrifizierung in Richtung Aue geplant

Die DB RegioNetz Erzgebirgsbahn hat am 28. Februar dieses Jahres die Oberleitung zwischen Chemnitz Hauptbahnhof und Chemnitz Süd in Betrieb genommen. Auf dem rund 2,6 Kilometer langen Abschnitt fahren die Züge im Güterverkehr nun elektrisch. Die Elektrifizierung dieses Abschnitts ist die erste Baustufe auf dem Weg zur durchgehend elektrischen Verbindung nach Aue.

Bisher fahren die Züge im Abschnitt zwischen Chemnitz Hauptbahnhof und Chemnitz Süd ohne Strom aus der Oberleitung. Der Betrieb erfolgt auf diesem Abschnitt nun elektrisch. Dafür wurden 57 Oberleitungsmasten aufgestellt und rund 6.500 Meter Leitungen montiert. Zusätzlich hat die Bahn eine neue Fernwirkunterstation gebaut. Diese Anlage steuert und überwacht die Oberleitungsschalter aus der Ferne. Zusätzlich wurden die Leit- und Sicherungstechnik angepasst. Diese Technik sorgt dafür, dass Signale, Weichen und Bahnübergänge sicher zusammenarbeiten.

Die DB RegioNetz Erzgebirgsbahn verfolgt mit der Elektrifizierung in der Region einen klaren Plan. Der nun fertiggestellte Abschnitt zwischen Chemnitz Hauptbahnhof und Chemnitz Süd ist die erste Baustufe auf dem Weg zur vollständigen Elektrifizierung bis Aue. Schritt für Schritt wird die Infrastruktur so ausbauen, dass der Zugverkehr im Erzgebirge leistungsfähiger wird. Für Fahrgäste bringt der derzeit in der Planung befindliche elektrische Betrieb mehrere Vorteile. Elektrische Züge beschleunigen in der Regel schneller als Dieselfahrzeuge. Das hilft, Fahrpläne stabiler einzuhalten und Verspätungen abzubauen. Der Zugverkehr auf der Verbindung Chemnitz–Aue kann dadurch künftig besser mit anderen Linien verknüpft werden. So entstehen für Reisende mehr direkte Verbindungen ohne Umstieg und kürzere Reisezeiten. Das Ziel ist, die Verbindung für Pendelnde, Schüler:innen und Reisende verlässlicher zu machen und das Angebot langfristig zu stärken.

Mit der Inbetriebnahme der Oberleitung erhöht sich auch die Verantwortung für Sicherheit entlang der Bahnstrecke. Die Oberleitungsanlage steht unter einer Spannung von 15.000 Volt. Die Deutsche Bahn und die Bundespolizei weisen deshalb ausdrücklich auf die Gefahren hin, die von unbefugtem Betreten der Bahnanlagen ausgehen. Die Bahn bittet alle Anwohnenden und insbesondere Kinder und Jugendliche, die Sicherheitsregeln strikt zu beachten.