Artikel: Förderung für nachhaltigen Nahverkehr: Ausbau der DB Regio-Werkstatt Erfurt
Durch das Programm des Thüringer Energieministeriums zur Förderung eines nachhaltigen, innovativen und zukunftsfähigen Nahverkehrs erhält die DB Regio AG einen Zuschuss in Höhe von 2.641.270,20 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE-Programm 2021-2027 Thüringen). Damit wird – für die geplante Inbetriebnahme des Mittelthüringer Akkunetzes zum 15. Dezember 2028 – die DB Regio-Werkstatt in Erfurt modernisiert und ausgebaut. Ziel ist es, die Infrastruktur optimal auf die Wartung und Instandhaltung batterieelektrischer Fahrzeuge auszurichten.
„Thüringen gehört zu den Bundesländern mit dem geringsten Anteil elektrifizierter Bahnstrecken. Mit dem neuen Ansatz fördern wir die Umstellung auf elektrischen Fahrbetrieb auch ohne Oberleitung“, so Minister für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten, Tilo Kummer. „Die Landesregierung arbeitet hier Hand in Hand: Die Ausschreibung für das Mittelthüringer Akku-Netz ist vom Infrastrukturministerium auf den Weg gebracht worden, das Energieministerium fördert mit EU-Mitteln nun die Ladeinfrastruktur und die Werkstatt für die neuen elektrischen Züge.“
„Dank der Förderung durch den Freistaat Thüringen schaffen wir die Voraussetzungen für den Einsatz modernster batterieelektrischer Züge in Thüringen. Gemeinsam mit dem Land treiben wir die Verkehrswende voran und leisten einen konkreten Beitrag zur nachhaltigen Mobilität in der Region“, betont Christine Singer, Vorsitzende der Regionalleitung DB Regio Südost.
Zu den zentralen Maßnahmen zählen insbesondere die Anpassung der Werkstattausstattung an die neuen Fahrzeugtechnologien, darunter der Aufbau geeigneter Ladeinfrastruktur. Darüber hinaus werden Lagermöglichkeiten für Traktionsbatterien sowie für weitere spezifische Ersatzteile geschaffen, um einen reibungslosen Betrieb und eine hohe Verfügbarkeit der Fahrzeuge sicherzustellen.
Mit diesem Projekt wird ein wichtiger Beitrag zur Dekarbonisierung des Schienenpersonennahverkehrs sowie zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Mobilität in Thüringen geleistet. Mit dem erstmaligen Einsatz von batterieelektrischen Fahrzeugen werden 13 Prozent des Thüringer Streckennetzes mit hochmodernen Akkuzügen künftig elektrisch betrieben.
Zum Mittelthüringer Akku-Netz gehören die Linien von Erfurt nach Ilmenau, Saalfeld, Nordhausen und über Döllstädt nach Heilbad Heiligenstadt sowie die Linien Fröttstädt–Friedrichroda und Gotha–Bad Langensalza.
Über das Förderprogramm: Das Programm unterstützt gezielt Investitionen in innovative und umweltfreundliche Lösungen im Nahverkehr und trägt zur Umsetzung der Mobilitäts- und Klimaziele bei.