Artikel: Fortsetzung Modernisierungsprogramm: Weitere 45 Millionen Euro fließen in Sachsen-Anhalts Bahnhöfe
Seit mehr als 15 Jahren erneuern das Land Sachsen-Anhalt und die Deutsche Bahn (DB) im Rahmen des „Bahnhofsprogramms Sachsen-Anhalt“ Bahnsteiganlagen. In Bernburg-Roschwitz und Stendal Hochschule wurden auch neue Stationen errichtet. Nachdem die bisherige Rahmenvereinbarung aus dem Jahr 2023 mit einem Investitionsvolumen von 131 Millionen Euro bis 2029 gilt, wird die erfolgreiche Partnerschaft darüber hinaus fortgesetzt: Sven Haller, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, und Adrian Bernhardt, Regionalbereichsleiter Personenbahnhöfe Südost bei der DB InfraGO, unterzeichneten im anhaltischen Zerbst die Fortschreibung des Bahnhofsprogramms für die Jahre 2030 und 2031 mit einem Wertumfang von weiteren 45 Millionen Euro.
Martin Walden, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: „Unsere Bahnhöfe sind unsere Visitenkarte. Wir möchten, dass sich die Fahrgäste und Reisenden wohl und sicher fühlen. So schreiben wir unsere bewährte und erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Land bis 2031 fort. Das heißt: mehr Barrierefreiheit, Komfort und Kapazität auf den Bahnsteigen. Neben mittelgroßen Bahnhöfen erneuern wir auch kleine Stationen und machen es damit den Menschen im ländlichen Raum leichter, auf die klimafreundliche Bahn umzusteigen.“
Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt: „Mobilität bedeutet Freiheit. Und zur Freiheit gehört, zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln wählen zu können. Unser Ziel ist, dass die Menschen in Sachsen-Anhalt diese Wahl tatsächlich haben – ganz gleich, ob sie mit dem Fahrrad, dem Auto oder mit Bus und Bahn unterwegs sein möchten. Dafür braucht es eine gut ausgebaute Infrastruktur: sichere Radwege, leistungsfähige Straßen und selbstverständlich einen starken öffentlichen Nahverkehr. Daran arbeiten wir jeden Tag. Die gemeinsamen Investitionen in moderne und einladende Bahnstationen zeigen, wie das konkret aussieht. Denn gerade gut ausgestattete, komfortable Bahnhöfe machen Bus und Bahn insgesamt noch attraktiver.“
Ziel des Modernisierungsprogramms ist es, den Fahrgästen schon am Bahnhof mehr Komfort zu bieten. Reisende sowie Bahnhofsbesucherinnen und Besucher profitieren von modernen und längeren Bahnsteigen, besserer Beleuchtung, neuen barrierefreien Zugängen, zeitgemäßen Monitoren und Vitrinen für die Reisendeninformation.
Die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) als Aufgabenträger des Landes und die DB führen die Bauprojekte aus den zuletzt 2019 und 2023 unterzeichneten Bahnhofsmodernisierungsprogrammen mit einem Umfang von 221 Millionen Euro fort und haben die bis 2031 für weitere 45 Millionen Euro geplanten Stationen gemeinsam ausgewählt. Dazu gehören zum Beispiel die Anplanung und Fortführung folgender Maßnahmen:
- Drübeck (Neubau Verkehrsstation)
- Biederitz (Erneuerung Personenunterführung und Bahnsteig 4/5)
- Hettstedt (Umbau Verkehrsstation)
- Verkehrsstationen der Strecke Stendal–Tangermünde (Bahnsteigneubau und -verlängerung)
- Angersdorf (Neubau Personenunterführung)
- Oberröblingen (Umbau Verkehrsstation)
Es ist mittlerweile die fünfte Vereinbarung dieser Art. Die Rahmenvereinbarungen haben den Vorteil, dass sie langfristig Mittel beider Partner sichern und trotzdem Flexibilität in der Umsetzung ermöglichen. Dank der guten Zusammenarbeit hat die Höhe der Investitionen stetig zugenommen.
In Zerbst/Anhalt wurde durch ein weiteres Sonderförderprogramm in den vergangenen Monaten der Bahnsteig 1 mit Mitteln des Bundes, des Landes und der DB InfraGO AG für 2,5 Millionen Euro barrierefrei modernisiert. Der Bahnsteig wurde neu gebaut, mit moderner LED-Beleuchtung und mit einem taktilen Leitsystem versehen. Künftig ist ein höhengleiches Ein- und Aussteigen möglich. Auch der barrierefreie Zugang zum Bahnhofsgebäude wurde berücksichtigt. Damit verbessern sich die Bedingungen für mobilitätseingeschränkte Menschen, Reisende mit schwerem Gepäck oder Fahrrädern und Eltern mit Kinderwagen deutlich.
Das im Privatbesitz befindliche Bahnhofsgebäude wird derzeit vom Eigentümer und der Stadt Zerbst als seinem zukünftigen Hauptnutzer mit Fördermitteln aus dem Revita-Programm und dem Investitionsgesetz Kohleregionen saniert.
Hinweis an die Redaktionen:
Dort finden Sie eine Übersicht der Bahnhöfe des seit 2010 bestehenden Programms.
Fotos finden Sie in unserer DB Mediathek unter folgendem Link: Fortsetzung Modernisierungsprogramm bei Sachsen-Anhalts Bahnhöfen - Mediathek der Deutschen Bahn