Fünf neue Zukunftsbahnhöfe in Sachsen-Anhalt: barrierefrei und rundum verschönert

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12. Februar 2026, 11:30 Uhr
Leipzig
Fahrgäste profitieren von verbesserter Reisendeninformation • Mehr Sitzgelegenheiten, Grünflächen und Farbe schaffen eine angenehme Atmosphäre • Bund, Land und Deutsche Bahn investieren rund 3 Millionen Euro zusätzlich in Sachsen-Anhalt

Die Deutsche Bahn (DB) hat im Jahr 2025 in Sachsen-Anhalt fünf neue Zukunftsbahnhöfe (ZKB) barrierefrei modernisiert: Beyendorf, Burg, Dodendorf, Halberstadt Hauptbahnhof und Oschersleben (Bode). Anlässlich der Vorstellung des Zukunftsbahnhofs in Oschersleben betont Danny Derbe, Leiter des Bahnhofsmanagements Magdeburg: „Wir modernisieren unsere Zukunftsbahnhöfe nach einem ganzheitlichen und klaren Qualitätsstandard. Wir sorgen für eine attraktive Gestaltung, mehr Wetterschutz und neue Wartemöbel, moderne Reisendeninformation und bessere Beleuchtung.“

Auswahl Fotos Zukunftsbahnhof Oschersleben

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Zur nachhaltigen Verbesserung von Sicherheit, Orientierung und Aufenthaltsqualität wurden am Bahnhof Oschersleben (Bode) zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen insbesondere die Erneuerung des taktilen Blindenleitsystems, die vollständige Überarbeitung des Wegeleitsystems sowie die Einführung einer modernen, digitalen Reisendeninformation. Ergänzend wurden neue und zusätzliche Sitzmöbel aufgestellt, die Beleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik umgestellt und gezielte Maßnahmen zum Schutz vor Vandalismus umgesetzt.

„Mobilität bedeutet Freiheit. Zur Freiheit gehört auch eine echte Auswahl des Verkehrsmittels. In den vergangenen 20 Jahren haben wir deshalb u.a. hier in der Bodestadt gemeinsam die Grundlagen für ein modernes Bahnhofsumfeld geschaffen. Die aktuelle Umgestaltung zeigt nun schnell sichtbare Wirkung und kommt allen Reisenden zugute. Der Aufenthalt am Zukunftsbahnhof Oschersleben ist angenehm und komfortabel. So soll es möglichst überall in Sachsen-Anhalt sein. Daran arbeiten wir. Jeden Tag“, erklärt Sachsen-Anhalts Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens. Das Engagement des Landes am Bahnhof Oschersleben sei ein gelebtes Beispiel dafür.

Darüber hinaus erfuhr in Oschersleben auch der Vorplatz eine deutliche Aufwertung: Durch neue und zusätzliche Pflasterflächen, eine verbesserte Begrünung, inklusive schattenspendendem Baum, neue Sitzgelegenheiten, eine Infostele sowie die Modernisierung der Fahrradabstellanlagen lädt der Bereich nun zum Verweilen ein.

Bürgermeister Benjamin Kanngießer ergänzt: „Die barrierefreie Modernisierung des Bahnhofs Oschersleben (Bode) stellt einen bedeutenden Fortschritt für unsere Stadt dar. Die umgesetzten Maßnahmen verbessern die Aufenthaltsqualität für alle Reisenden nachhaltig und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Einschränkungen. Darüber hinaus freut es mich, dass durch die Neugestaltung der Bahnhof optisch aufgewertet und das Erscheinungsbild verschönert wird. Der modernisierte Bahnhof ist ein sichtbares Zeichen für zukunftsorientierte Mobilität und eine positive Entwicklung des Standortes Oschersleben.“

Im Zukunftsbahnhof Beyendorf hat die DB das Wartehäuschen mit transparenten Scheiben umgerüstet. Dadurch haben Reisende nun einen besseren Blick auf einfahrende Züge fühlen sich sicherer. Zusätzliche Sitzbänke erhöhen den Komfort, ebenso wie ein moderner, zweizeiliger digitaler Fahrzeiten-Anzeiger. Ein hochwertiges Insektenhotel auf einer Grünfläche fügt sich in das naturnahe Umfeld ein.

Die DB hat die Personenunterführung im Bahnhof Burg (b Magdeburg) vollständig renoviert und auf 30 Metern Graffitischutzboards angebracht. Diese sind mit stadttypischen Silhouetten gestaltet. Der Schriftzug „Stadt der Türme“ findet sich an den beiden Tunnelzugängen wieder. Modernisierte Windschutzanlagen und neues Sitzmobiliar erhöhen die Aufenthaltsqualität für Reisende. Zusätzlich erhielten die Bahnsteige ein neues Blindenleitsystem. In Zusammenarbeit mit der Stadt Burg hat die DB den Vorplatz des Bahnhofs mit bunten Sitzpodesten und Pflanzkästen verschönert.

Am Bahnhof Dodendorf wurde das vorhandene Wetterschutzhäuschen am Bahnsteig mit transparenten Scheiben ausgestattet – für mehr Komfort und Sicherheit. Darüber hinaus profitieren die Reisenden von neuen Sitzgelegenheiten. Ein digitaler Schriftanzeiger direkt am Gleis informiert zuverlässig über Abfahrtszeiten und eventuelle Änderungen. Ein neu aufgestelltes Insektenhotel ergänzt die Anlage und trägt zu einem angenehmen Umfeld bei.

Bis April 2025 hat die DB den Hauptbahnhof Halberstadt zum Zukunftsbahnhof weiterentwickelt. Reisende profitieren von neuen Aufzügen und Sitzbänken, modernen digitalen Anzeigern und transparentem Wetterschutz auf den Bahnsteigen. Die Wände des sanierten Personentunnels sind einladend mit lokalen Motiven gestaltet. Der Zukunftsbahnhof passt sich nun in das moderne Umfeld mit der Straßenbahnhaltestelle, dem Busbahnhof und den ebenfalls nahe gelegenen Park-&Ride- bzw. Bike-&Ride-Plätzen ein.

Die DB arbeitet auch 2026 daran, neun weitere Stationen als Zukunftsbahnhof zu modernisieren: die Bahnhöfe Arensdorf (b Köthen), Ditfurt, Erdeborn, Kötzschau, Mühlanger, Peißen, Quedlinburg, Reußen und Schkopau.

Was ist ein Zukunftsbahnhof?Ein Zukunftsbahnhof ist ein aus einem Guss entwickelter und modernisierter Bahnhof. Ein Zukunftsbahnhof zielt darauf ab Bahnhöfe zu kundenfreundlicheren, effizienteren und umweltfreundlicheren Orten zu machen, die den Bedürfnissen der Reisenden und der Gesellschaft gerecht werden. Auch stärkt er die Rolle der Station als Identitätsstifter in der Region. Für eine verbesserte Anschlussmobilität und Vorplatzsituation arbeitet die DB vor allem partnerschaftlich mit den Ländern, Städten und Kommunen zusammen. Ein Team aus Architekten, Landschaftsplanern und Bahnexperten unterstützt Kommunen beim Entwickeln konkreter Vorplatz-Konzepte, klärt Flächenverfügbarkeiten und berät zu passenden Fördermitteln bei Bund und Ländern.