Stuckdecke im Bahnhof Dresden-Neustadt wird saniert

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31. März 2026, 11:30 Uhr
Dresden/Leipzig

Nach 125 Jahren wird die denkmalgeschützte Stuckdecke in der Empfangshalle des Neustädter Bahnhofs saniert • Vom 7. April bis zum 12. Mai ist die Empfangshalle für den Aufbau eines Schutzgerüsts gesperrt • Zugang zu den Bahnsteigen nur über die Hansastraße möglich

Die Empfangshalle des Bahnhofs Dresden-Neustadt wurde 1901 eingeweiht. Nach 125 Jahren ist die grundhafte Erneuerung der denkmalgeschützten Rabitzdecke notwendig. Im ersten Schritt sind dafür umfangreiche Untersuchung der Decke erforderlich. Um an die Decke zu gelangen, sperren wir die Eingangshalle vom 7. April 2026 bis voraussichtlich 12. Mai 2026 und errichten ein Schutzgerüst mit Stahlplatten unter der Decke. Das Gerüst wird in rund fünf Wochen montiert.

In dieser Zeit bleibt die Eingangshalle mit Zugang vom Schlesischen Platz gesperrt. Die Bahnsteige sind bis 12. Mai nur über die Hansastraße zu erreichen. Die Handels- und Gastronomieeinrichtungen stehen in dieser Zeit eingeschränkt zur Verfügung. Die Seiteneingänge zum Lebensmittelmarkt Lidl und der Bahnhof-Apotheke sowie WC rail&fresh, Warteraum, Schließfächern und DHL-Packstation bleiben geöffnet. Bäckerei Reimann, DB Reisezentrum, DB Information und Taxistand befinden sich vorübergehend ebenfalls in der Hansastraße.

Der Weg zwischen dem Schlesischen Platz und der Hansastraße wird auffällig ausgeschildert. Mitarbeitende stehen den Reisenden mit Rat und Tat zur Verfügung. Allerdings sind die Bahnsteige während der Zeit nicht stufenfrei erreichbar. Mobilitätseingeschränkte Reisende können die nächstgelegenen barrierefreien Bahnhöfe Dresden Mitte (S-Bahn- und Regionalverkehr) und Dresden Hauptbahnhof (S-Bahn-, Regional- und Fernverkehr) nutzen.

Für die Konstruktion des Schutzgerüsts in der 1.200 m2 großen Halle werden über 180 Tonnen Stahl verbaut. Allein die 30 Stützen, auf denen die Stahlplatten als Zwischendecke ruhen, wiegen 16 Tonnen. Nach Fertigstellung der Konstruktion gehen die Arbeiten im Verborgenen weiter. Die Decke wird detailliert auf ihren Gesamtzustand untersucht. Mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen beginnt die Planung für das denkmalgerechte Aufarbeiten der Rabitzdecke. Einen Termin für die eigentlichen Bauarbeiten gibt es daher noch nicht. Die Rabitzdecke im Empfangsgebäude Dresden-Neustadt ist eine der ersten in dieser Größe gebauten Stuckdecken, die nach dem Berliner Maurermeister Karl Rabitz benannt wurden. Die dreiteilige, gewölbte Decke mit den dekorativen Stuck-Kränzen überspannt die rund 1.200 m2 große Eingangshalle.