2. Stammstrecke München: Bahn baut Übergangs-Gebäude für den Hauptbahnhof

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05. Februar 2026, 10:15 Uhr
München
Interimsstation entsteht am südlichen Bahnhofsausgang • Leistungsfähiger Betrieb des Hauptbahnhofs während der nächsten Bauschritte • Weitere Bau-Highlights 2026: Baubeginn für die U9 • Tunnelbau des Großprojekts geht in neue Phase

Die DB InfraGO hat heute den Baufahrplan 2026 für die 2. Stammstrecke vorgestellt. Demnach rückt der Münchner Hauptbahnhof als zentraler Bau- und Verkehrsknotenpunkt in den Fokus. Ab März 2026 beginnt am südlichen Bahnhofsausgang der Bau eines fünfgeschossigen Gebäudes, das ab Mitte 2027 und für die nächsten zehn Jahre zentrale Funktionen des Hauptbahnhofs übernimmt – darunter das Reisezentrum, Schließfächer, das Fundbüro sowie weitere Service- und Betriebsbereiche. Die DB investiert rund 20 Millionen Euro in den Bau.

„Der Interimsbahnhof ist der Schlüssel für alles, was jetzt folgt. Er ist ein vollwertiges Bahnhofsgebäude auf Zeit und hält den Betrieb stabil, während wir den neuen Hauptbahnhof und die 2. Stammstrecke weiterbauen“, sagt Gesamtprojektleiter Kai Kruschinski. 

Interimsbahnhof
Interimsbahnhof
Quelle: DB InfraGO
Interimsbahnhof - Quelle DB InfraGO

Weitere Arbeiten am Hauptbahnhof beinhalten den Abbruch des nördlichen Randbaus des Starnberger Flügelbahnhofs. Zudem wird die bisherige Baugrube am Zentralen Abgang nach Westen erweitert. Dort entsteht das Vorhaltebauwerk für die künftige U-Bahn-Linie U9, die das bestehende U-Bahn-Netz entlasten soll.

Am Hauptbahnhof und am Marienhof entstehen in mehr als 40 Metern Tiefe die künftig tiefsten Stationen Deutschlands. Am Marienhof wurde der tiefste Punkt der Baugrube bereits erreicht. 2026 startet der Bau der endgültigen Station mit den Innenwänden beginnend auf der Bahnsteigebene. Im Spätsommer dieses Jahres wird auch am Hauptbahnhof die maximale Aushubtiefe von 45 Meter erreicht. Anschließend erfolgt auch hier der Stationsausbau von unten nach oben.

Eine neue Phase erreicht das Großprojekt auch beim Tunnelbau. Ab September kommt erstmals eine der großen Tunnelbohrmaschinen zum Einsatz. Sie bohrt den Erkundungs- und Rettungsstollen zwischen Donnersbergerbrücke und Marienhof. Die 178 Meter lange und 700 Tonnen schwere Bohrmaschine wird derzeit bei der Herrenknecht AG in Schwanau gefertigt. Ab Juni wird sie nach München geliefert und am Tunnelportal an der Donnersbergerbrücke aufgebaut. Der maschinelle Vortrieb beginnt im Herbst. Die Maschine liefert wichtige Erkenntnisse zum Baugrund und bereitet so den späteren Bau der beiden Verkehrstunnel optimal vor. Deren Vortrieb ist ab 2028 geplant.

Auch entlang der Strecke gehen die Arbeiten voran. In Laim geht Gleis 2 mit einer neuen Bahnsteigkante in Betrieb. Am Ostbahnhof starten Spezialtiefbauarbeiten für die neue unterirdische Station sowie die Arbeiten für den Ausgangspunkt der vom Osten startenden Tunnelbohrmaschinen. Zudem ist der Baubeginn der Querung an der Berg-am-Laim-Straße vorgesehen.

Mit der 2. Stammstrecke stärken DB, Bund, Freistaat und die Landeshauptstadt München den öffentlichen Nahverkehr. Das Projekt erhöht die Kapazität der S-Bahn, verbessert die Betriebsstabilität und schafft Raum für weiteres Wachstum. Die Inbetriebnahme ist derzeit für den Zeitraum zwischen 2035 und 2037 geplant.