Artikel: Angepasstes Konzept für Korridorsanierung München – Rosenheim steht
Das Konzept der Korridorsanierung München – Rosenheim wurde aufgrund der Komplexität der Verkehrslage überarbeitet. Das neue Konzept berücksichtigt die Hinweise aus der Nah- und Güterverkehrsbrache. Es zielt darauf ab, die parallele Betroffenheit von S-Bahn- und Fernbahnstrecke sowie die Einschränkungen im internationalen Schienengüterverkehr zu minimieren. Die DB InfraGO wird die Sanierungsarbeiten zwischen München und Rosenheim nun in zwei Etappen 2027/2028 und 2031 durchführen. Die Infrastruktur auf der Strecke München – Rosenheim wird damit rechtzeitig vor Fertigstellung des Brenner Basistunnels verlässlicher und leistungsfähiger.
Im Herbst 2027 beginnt die DB InfraGO mit bauvorbereitenden Maßnahmen. Hierzu wird zwischen Oktober und Dezember 2027 die S-Bahn-Strecke abschnittsweise sowie ab Mitte Januar 2028 an acht Wochenenden und während der Faschingsferien vollständig gesperrt. Während der ersten Etappe der Korridorsanierung Mitte Februar bis Mitte April 2028 steht die Erneuerung der veralteten und fehleranfälligen Relaisstellwerke durch moderne elektronische Stellwerke an. Deren Stellbereich umfasst zwischen München und Grafing auch die S-Bahn. Ergänzend werden dringliche Arbeiten an Gleisen und Weichen vorgenommen. In dieser Zeit sind die Fernbahngleise für acht Wochen komplett gesperrt, es kommt zudem zu einzelnen Sperrungen der S-Bahn-Gleise. Überregionale Verkehre werden umgeleitet und der Schienenpersonennahverkehr mit Bussen ersetzt. Die Inbetriebnahme der neuen Stellwerke findet nachgelagert Ende 2028 und Anfang 2029 statt.
Die zweite Etappe der Sanierungsarbeiten erfolgt im ersten Halbjahr 2031. Dabei steht die Erneuerung von Gleisen, Weichen, Oberleitung, Brücken und Bahnhöfen im Fokus. Zudem setzt die DB InfraGO leistungssteigernde Maßnahmen um und sieht die Ausrüstung des Korridors mit ETCS vor. Das detaillierte Umleitungs- und Sperrkonzept ist in Arbeit.