DB InfraGO erneuert Schallschutzwände entlang der Strecke Augsburg – München

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21. Mai 2026, 10:00 Uhr
Augsburg
Arbeiten beginnen am 22. Mai in Kissing und Mering • Neue Alu-Elemente haben deutlich längere Lebensdauer bei gleichem Schallschutz

Die DB InfraGO tauscht entlang der Hochgeschwindigkeitsstrecke Augsburg – München die Schallschutzwände zwischen den Stationen Augsburg Hauptbahnhof und Olching aus. Die Arbeiten beginnen am 22. Mai 2026 gleichzeitig in Kissing und Mering. Insgesamt wird sich die Erneuerung der Schallschutzwände auf die Jahre 2026 und 2029 erstrecken. 

Die Strecke Augsburg – München wurde bereits 2011 für den Hochgeschwindigkeitsverkehr in Betrieb genommen, einzelne Abschnitte der Lärmschutzwände stammen jedoch teilweise noch aus den späten 1990er-Jahren. Der Bau der Schallschutzwände entlang der Strecke war damals ein Pionierprojekt für solche Wände. Es hat sich gezeigt, dass die damals eingesetzten Materialien langfristig nicht optimal für die Belastungen durch den Hochgeschwindigkeitsverkehr geeignet sind.

Daher werden die betroffenen Elemente nun ersetzt, um die dauerhafte Stabilität und Sicherheit der Anlagen zu gewährleisten. Anstelle kurzfristiger Maßnahmen setzt die DB InfraGO bewusst auf einen nachhaltigen Austausch. 

Lärmintensive Arbeiten während der Wanderbaustelle 

Zum Teil werden die Schallschutzwände punktuell erneuert, indem einzelne Kassetten oder transparente Elemente ausgetauscht werden. An anderen Stellen ersetzt die DB die Lärmschutzwände komplett und über mehrere hundert Meter hinweg. Dies geschieht, je nach Lage, entweder vom Gleis aus oder, insbesondere bei Brücken, von außen. Außerdem werden mancherorts Rettungstüren, Stützwände samt Pfosten sowie Oberleitungsmasten ausgewechselt. Im Vergleich zu den alten Holz-Beton-Elementen haben die neuen Alu-Elemente eine längere Lebensdauer und garantieren mindestens den gleichen Schallschutz für die Anwohnenden wie bisher. 

Die Arbeiten finden überwiegend nachts statt. Tagsüber erfolgen lediglich vorbereitende Tätigkeiten wie Logistik und Vermessung, die weniger lärmintensiv sind. Die Lärmbelastung wird punktuell unterschiedlich ausfallen. Es handelt sich um eine sogenannte Wanderbaustelle, die abschnittsweise weiterzieht. Die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte wird durch Gutachter überwacht. Sollten diese überschritten werden, haben betroffene Anwohner:innen Anspruch auf entsprechende Maßnahmen, beispielsweise durch die Bereitstellung von Ersatzunterkünften. 

Temporäre Auswirkungen auf den Zugbetrieb 

Für den Zugverkehr kann es zu temporären Einschränkungen wie Langsamfahrstellen mit verlängerten Fahrzeiten im Nah- und Fernverkehr kommen. Da der Zugbetrieb selbst während der nächtlichen Bauarbeiten eingleisig weitergehen kann, ist kein Schienenersatzverkehr nötig. 

Frühzeitige Information der Kommunen 

Ende November 2025 informierte das Projektteam Bürgermeister:innen sowie Vertreter:innen der Landratsämter persönlich über die Hintergründe der Maßnahme. Bei dem konstruktiven Austausch ging es u.a. darum, wann welche Arbeiten in den jeweiligen Kommunen geplant sind. Das Projektteam beantwortete sämtliche Fragen und erläuterte auch, was das Vorhaben für die Anwohnenden bedeutet, insbesondere im Hinblick auf Baustelleneinrichtungsflächen, Verkehrseinschränkungen bei Wegen oder Zufahrten sowie Baulärm.   

Während der Baumaßnahme wird das Projektteam nicht nur mit den Rathäusern und Landratsämtern im Austausch bleiben. Die Deutsche Bahn informiert die Anwohner:innen gesondert über das Bauprojekt und stellt betroffenen Haushalten bei Bedarf rechtzeitig Ersatzwohnraum zur Verfügung. Für weitere Informationen rund um das Vorhaben steht das Projektteam per E-Mail unter bahnprojekte-bayern-schwaben@deutschebahn.com zur Verfügung. 

Für das Gesamtprojekt wird ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag investiert. Die Kosten werden gemeinsam finanziert aus Mitteln des Bundes sowie der Deutschen Bahn.