Artikel: DB InfraGO startet Korridorsanierung zwischen Obertraubling und Passau
Die DB InfraGO startet am 14. Juni 2026 die Korridorsanierung der Strecke Obertraubling – Passau. Bis zum 12. Dezember erneuert die DB InfraGO eine der wichtigsten Bahnverbindungen in Ostbayern umfassend und modernisiert acht Bahnhöfe entlang der Strecke. Nach Nürnberg – Regensburg ist Obertraubling – Passau der zweite große Sanierungskorridor der DB in Bayern in diesem Jahr.
Die Strecke verbindet den Großraum Regensburg mit Niederbayern, bindet unter anderem Straubing, Plattling und Passau an und ist zugleich eine wichtige internationale Achse Richtung Österreich. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 1,3 Milliarden Euro inklusive Risikopuffer zählt die Korridorsanierung zu den größten Infrastrukturprojekten Bayerns in diesem Jahr.
Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „In Berlin wissen wir, wie wichtig die Strecke Obertraubling–Passau für Ostbayern, Niederbayern und die Verbindung nach Österreich ist. Mit dieser Korridorsanierung packen wir hier eines der zentralen Infrastrukturprojekte im Freistaat Bayern an: Gleise, Weichen, Oberleitungen, Stellwerke und Bahnhöfe werden gebündelt erneuert. Das bedeutet während der Bauzeit aber auch Einschränkungen für Fahrgäste und Wirtschaft. Klar ist jedoch: Wer eine leistungsfähige, verlässliche Bahn will, muss jetzt entschlossen modernisieren. Am Ende profitieren die Menschen in der Region, der Wirtschaftsstandort Bayern und ganz Deutschland.“
Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: „Die Sanierung der wichtigen Bahnstrecke zwischen Regensburg und Passau ist alternativlos, allerdings bereits die zweite große Belastung binnen kürzester Zeit für Fahrgäste, Streckenanrainer und Wirtschaft im ostbayerischen Raum. Der Freistaat Bayern ermöglicht der DB diese wichtige Baumaßnahme mit Fahrplananpassungen im bayerischen SPNV-Netz, und zudem stellen wir mit umfassenden Ersatzverkehren sicher, dass die Mobilität in Niederbayern und im Großraum Regensburg auch während der Sperrung bestehen bleibt. Die bisherigen Eindrücke aus dem aktuellen Projekt zwischen Nürnberg und Regensburg stimmen mich zuversichtlich. Denn zum einen bringt die DB die Strecke zeitgerecht auf Vordermann, und zum anderen läuft der Ersatzverkehr dort weitgehend reibungslos und wird gut angenommen. Und im nächsten Jahr werden wir von den Verbesserungen durch die beiden Korridorsanierungen profitieren.“
Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte DB InfraGO: „Die Strecke Obertraubling–Passau hält Ostbayern auf der Schiene zusammen und ist auch für den Güterverehr und den Verkehr in Richtung Österreich wichtig. Mit der Korridorsanierung bündeln wir Arbeiten an Gleisen, Weichen, Oberleitungen, Stellwerken und Bahnhöfen und machen die Infrastruktur damit grundlegend robuster. Das ist während der Bauzeit eine Herausforderung, aber eine Investition, von der die gesamte Region langfristig profitieren wird.“
Bei der Korridorsanierung baut und erneuert die DB rund 120 Kilometer Gleise, mehr als 140 Weichen und etwa 90 Kilometer Oberleitungen oder setzt diese instand. Hinzu kommen neue Überleitstellen, modernisierte Leit- und Sicherungstechnik und damit die Vorbereitung für den Einbau des modernen Zugbeeinflussungssystems ETCS sowie Arbeiten an acht Bahnhöfen. An den Stationen steht unter anderem der barrierefreie Ausbau im Fokus; dafür werden zum Beispiel mehrere Bahnsteige erhöht. Die noch bestehenden Relais-Stellwerke entlang der Strecke werden durch moderne elektronische Stellwerkstechnik ersetzt. In Sandbach und Vilshofen wird die neue Technik baulich bis Ende 2026 fertiggestellt; die Inbetriebnahme erfolgt nachgelagert 2027. Dafür ist voraussichtlich nochmals eine Sperrung von maximal zwei Wochen erforderlich. Um die Sperrung für den Güterverkehr verträglicher zu gestalten, wurde ein Konzept mit Wechsel zwischen eingleisiger Sperrung und Vollsperrung im Abschnitt Passau – Plattling erarbeitet. Damit verbunden ist auch die spätere Inbetriebnahme der beiden Stellwerke.
Während der Bauarbeiten kommt es zu umfangreichen Änderungen im Regional-, Fern- und Güterverkehr. Im Nahverkehr ist ein leistungsfähiger Ersatzverkehr mit rund 90 Bussen auf sechs Linien eingerichtet.
Im Fernverkehr fahren ab dem 14. Juni keine Züge zwischen Nürnberg beziehungsweise Regensburg und Passau von und nach Wien. Reisende zwischen Deutschland und Österreich können alternativ Verbindungen über München nutzen. DB Fernverkehr setzt außerdem zusätzliche Züge über Mühldorf sowie über Salzburg ein und einen Ersatzbus für Passauer Fernreisende.
Die Korridorsanierung Nürnberg - Regensburg soll wie geplant am 10. Juli fertig gestellt werden. Damit ist Regensburg aus Richtung Nürnberg wieder per Zug erreichbar.
Hinweis für Redaktionen:
Aktuelles Bildmaterial finden Sie in der DB Mediathek: Korridorsanierung Obertraubling–Passau - Mediathek der Deutschen Bahn
Umfangreiche Informationen zum Ersatzverkehr stellen die BEG unter www.beg.bahnland-bayern.de/Korridorsanierung-Obertraubling-Passau sowie die DB unter www.bahn.de/ersatzverkehr-obertraubling-passau bereit.
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