DB baut Lightgate in München weiter aus: Live-Auslastungsinfo jetzt auf der gesamten Stammstrecke

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05. Juni 2026, 08:30 Uhr
München
DB Lightgate jetzt an allen Stammstreckenbahnhöfen und an Stationen der S1 und S8 • Fast 100 Displays an 20 Stationen zeigen Auslastung des nächsten Zuges • S-Bahn München, DB InfraGO und DB Lightgate statten gesamtes Netz mit Sensoren aus   

Seit dem Start im September profitieren immer mehr S-Bahn-Fahrgäste von der Live-Auslastungsanzeige am Bahnsteig: Schon an 20 Stationen zeigen insgesamt fast 100 Displays in Echtzeit, wie voll die Wagen des nächsten Zuges sind. Damit ist DB Lightgate jetzt in der gesamten Stammstrecke sowie an neun weiteren Bahnhöfen im Außenbereich aktiv, insbesondere an den Linien S1 und S8.  

Münchens neuer S-Bahn-Chef Dr. Matthias Glaub: „Unser Ziel ist klar: Eine pünktlichere S-Bahn durch weniger Gedränge beim Einstieg und natürlich mehr Komfort für unsere Fahrgäste. Jede Station mit Lightgate bringt uns diesem Ziel näher. Deswegen haben wir jetzt beschlossen, das gesamte S-Bahn-Netz mit Sensoren auszustatten und wollen die Live-Daten künftig mit einer KI-gestützten Auslastungsprognose ergänzen.“ 

Mareike Schoppe, Münchner Bahnhofsmanagerin der DB InfraGO: „In der Stammstrecke begrüßen wir an jedem Bahnhof Tag für Tag hunderttausende Fahrgäste. Jede Verbesserung an diesen elf Stationen hat also besonders große Wirkung. Dass die Live-Auslastung hier nun überall zu sehen ist, ist für uns ein wichtiger Meilenstein für mehr Komfort und Pünktlichkeit.“ 

DB Lighgate zeigt jetzt in München die Auslastung der nächsten S-Bahn in Echtzeit
DB Lighgate zeigt jetzt in München die Auslastung der nächsten S-Bahn in Echtzeit
Quelle: Deutsche Bahn AG / Florian Kreibe

Die Lichtschranken an den Gleisen sind Voraussetzung für die Live-Information am Bahnsteig. Auch wenn die Messsensoren schon bald im gesamten Netz vorhanden sind, wird die Bahnsteiganzeige noch nicht überall zu sehen sein. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf rund 50 Bahnhöfen im stadtnahen Bereich, an denen moderne Displays die schematische Darstellung anzeigen können. Zugleich ist DB Lightgate an diesen Stationen wegen der höheren Auslastung der Züge für die Fahrgäste besonders nützlich. Die Anzeige am Bahnsteig ist jedoch nur ein Teil von DB Lightgate: Künftig sollen die Live-Daten aus dem gesamten Netz auch in der S-Bahn-Leitstelle sichtbar sein und den Mitarbeitenden ermöglichen, die Zugauslastung bei ihrer Arbeit zu berücksichtigen.  

Aktuell testet die S-Bahn im Hintergrund zudem eine KI-gestützte Auslastungsprognose, die die gemessene Auslastung mit einer KI-errechneten Prognose kombiniert. Damit kann die Anzeige am Bahnsteig deutlich früher erfolgen und Fahrgäste haben mehr Zeit, sich am Bahnsteig zu verteilen. Vor der Einführung stehen jedoch zunächst umfangreiche Tests, mit denen die S-Bahn die Zuverlässigkeit der KI-Prognose sicherstellen will.  

Anzeige am Bahnsteig mittels Farbsystem  

Für die schematische Anzeige der Auslastung ist in jedem Wagen ein farbiger Balken zu sehen: Ein niedriger grüner Balken symbolisiert einen schwach ausgelasteten Wagen, ein gelber Balken mittlerer Höhe steht für mittlere Auslastung und ein hoher roter Balken für einen vollen Wagen. Fahrgäste können sich so vor dem Einstieg am Bahnsteig verteilen und die Chancen auf einen Sitzplatz erhöhen. Der Einstieg läuft entspannter und die Haltezeiten reduzieren sich. Im dicht befahrenen S-Bahn-Netz kann das wertvolle Sekunden sparen und das gesamte System stabiler machen.  

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Über DB Lightgate 

DB Lightgate wurde von der S-Bahn Hamburg entwickelt und steht beispielhaft für die Innovationskraft der deutschen S-Bahnen. In der Hansestadt ist die Technik bereits seit einigen Jahren im Einsatz und wurde jüngst um das KI-basierte Prognosetool erweitert. Für die Auslastungsmessung nutzt DB Lightgate eine Art LED-Lichtschranke, die beidseits der Gleise angebracht ist und S-Bahnen im Vorbeifahren durchleuchtet. Je häufiger der Lichtstrahl unterbrochen wird, desto mehr Fahrgäste sind an Bord.