Artikel: Kita-Kinder taufen Storchenpaar auf neuem Bahn-Horst in Bichl
Ein Weißstorchenpaar hat einen von der DB InfraGO errichteten Ersatzhorst an der Kochelseebahn in Bichl (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) bezogen. Kinder der örtlichen Kindertageseinrichtung tauften die beiden Tiere auf die Namen „Wiggal“ und „Reßi“. Die DB hatte den rund zehn Meter hohen Storchenhorst im vergangenen Jahr im Zuge der Modernisierung der Kochelseebahn als Ersatz für ein bestehendes Nest errichtet. Seit März 2026 bietet der Stahlmast mit Plattform und Nistkorb aus Weidengeflecht den beiden Weißstörchen nun eine sichere Brutstätte.
„Wir freuen uns, dass unser Storchenhorst so schnell angenommen wurde. Unsere Idee, den Horst mit einem Nistkorb auszustatten, ist damit voll aufgegangen“, sagt Eva Lutz, Projektingenieurin für Natur- und Artenschutz bei der DB InfraGO. „Für uns ist wichtig, dass Klimaschutz auf der Schiene und praktischer Artenschutz Hand in Hand gehen – der neue Horst in Bichl ist ein schönes Beispiel dafür.“
Die Kinder der Kita Bichl hatten sich auf Einladung der DB InfraGO in den vergangenen Wochen mit viel Fantasie an die Namenssuche gemacht. „Ein Kind stellte bei der Namenssuche fest: Störche klappern so laut, die streiten bestimmt auch manchmal. Daraufhin beschlossen die Kinder, den Störchen besonders freundliche Namen zu geben – damit sie sich wieder vertragen können“, berichtet Kita-Leiterin Christiane Konrad.
Die Wahl fiel schließlich auf „Reßi“ (abgeleitet von Therese beziehungsweise Theresia) und „Wiggal“ (abgeleitet von Ludwig). Die Namen wurden bei einem Termin am Storchenhorst heute offiziell vorgestellt. Eine Namensplakette am Mast zeigt nun, wer hier zuhause ist.
Die Deutsche Bahn ist einer der größten Flächeneigentümer in Deutschland. Bei den Aktivitäten entlang ihrer Infrastruktur hat die DB den Schutz von Pflanzen und Tieren stets von Beginn an im Blick. Dazu gehört ein nachhaltiges Vegetationsmanagement oder die Schaffung von Ersatzhabitaten für seltene Arten. Weißstörche sind in Deutschland streng geschützt und auf geeignete Nistplätze angewiesen. Ersatzhorste können dazu beitragen, neue Brutplätze zu schaffen und bestehende Populationen zu unterstützen.