Korridorsanierung Nürnberg – Regensburg: Bauarbeiten und Ersatzverkehr laufen stabil

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Die Gleisbaumaschine Katharina die Große des Unternehmens Spitzke im Einsatz bei der Korridorsanierung Nürnberg - Regensburg.
19. März 2026, 12:00 Uhr
Nürnberg/Regensburg
Baumaßnahmen liegen im Zeitplan • Expert:innen steuern aus zwei Logistikzentralen rund um die Uhr das Baugeschehen mit bis zu 2.000 Fachkräften und 80 Baugeräten • Ersatzverkehr wird von den Fahrgästen gut angenommen

Nach sechs Wochen Korridorsanierung zwischen Nürnberg und Regensburg ziehen die DB und ihre Partner eine insgesamt positive Zwischenbilanz. Die Bauarbeiten und der Ersatzverkehr laufen stabil. 

Lucas Griep, DB-Projektleiter der Korridorsanierung Nürnberg-Regensburg: „Wir arbeiten an allen Gewerken mit Hochdruck und sind überall im Zeitplan. In den nächsten Monaten liegt der Fokus weiter auf dem Gleisbau, den Oberleitungsmasten und den Bahnhöfen, gleichzeitig starten noch im März die Hauptbauarbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik.“ Bis zu 2.000 Fachkräfte und 80 große Gerätschaften sind täglich parallel an der Strecke im Einsatz. Das Baugeschehen wird rund um die Uhr von Expert:innen aus zwei Logistikzentralen heraus gesteuert, alle Baugeräte sind dafür mit GPS-Trackern versehen.

Hohes Bauvolumen: Bauarbeiten gleichzeitig an allen Gewerken 

Seit 6. Februar arbeitet die DB InfraGO gemeinsam mit den beauftragten Baufirmen an der Sanierung der Strecke Nürnberg–Regensburg. Bis zum 10. Juli wird derzeit eine der verkehrsreichsten Bahnstrecken Bayerns grundlegend modernisiert. An den Bahnhöfen haben die Bautrupps die Abbrucharbeiten überwiegend abgeschlossen und bereits neue Personenunterführungen und Fertigteile für Aufzugsschächte erfolgreich eingehoben. 20 Stationen werden insgesamt modernisiert, neue Bahnsteigkanten und Zuwegungen sind bereits sichtbar. Entlang der Strecke fahren große Gleisbauzüge, die parallel in mehreren Abschnitten arbeiten. Zunächst wird der Untergrund ausgetauscht, mit einer Planumsschutzschicht versehen und die Schotterbettung erneuert. Daraufhin werden Schwellen und Schienen ausgetauscht.

Bislang wurden über 60 Kilometer Gleisbettung gereinigt und getauscht sowie rund 15 Kilometer Gleis und 32 Weichen vollständig erneuert. Über 1.000 Fundamente für die neuen Oberleitungsmasten sind entlang der kompletten Strecke gegründet worden, 20 neue Oberleitungsmasten sind bereits aufgestellt. Die Fundamente, die zum Teil bis zu acht Meter tief in der Erde verankert werden, und die Oberleitungsmasten werden auch mit Hubschraubern an Ort und Stelle geflogen, um Zeit zu sparen und schwer zugängliche Abschnitte zügig zu erreichen. Ebenso laufen die Arbeiten zur Stabilisierung der Bahndämme in Pölling und Deining planmäßig. Sie erhalten ein bauliches Korsett, das sie auch bei starkem Regen sicher stützt. Zusätzlich sind die Innenanlagen der acht Stellwerke, die im Rahmen der Korridorsanierung grundlegend modernisiert werden, entkernt worden. Die neue Eisenbahnbrücke in Burgthann haben die Bauexpert:innen bereits vorgebaut, im Juni wird sie planmäßig eingeschoben. Den Teilabschnitt zwischen Feucht und Abzweig Nürnberg-Reichswald haben die Bauteams bereits baulich fertiggestellt.

Ersatzverkehr: Konzept mit acht Buslinien geht auf

Der umfangreiche Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Nürnberg und Regensburg sowie auf angrenzenden Umleiterstrecken läuft weitgehend stabil. Dieser wird von den Unternehmen go.on und deu.mobil erbracht. In Spitzenzeiten sind für die Fahrgäste über 90 Busse im Einsatz. Diese verkehren auf insgesamt acht Linien und haben seit Beginn rund 24.000 Fahrten und circa 1,8 Millionen Kilometer zurückgelegt. Die Busse sind barrierefrei und verfügen teilweise über eine Toilette. Auch WLAN und USB-Ladesteckdosen gibt es an Bord. 

Bereits weit vor dem Baustart am 6. Februar fanden umfangreiche Testfahrten statt. Nachdem es in den ersten Tagen punktuell noch zu Anlaufschwierigkeiten mit Verspätungen und Busausfällen gekommen war, haben sich die Abläufe inzwischen gut eingespielt. Nach sechs Wochen zeigt sich: Das gemeinsam mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) erarbeitete Konzept mit einer Kombination aus Expressbuslinien mit wenigen, zentralen Halten und Linien, die auch kleinere Orte bedienen, geht auf. Die Fahrzeiten und Kapazitäten der Busse haben sich größtenteils als ausreichend erwiesen. Nur an wenigen Stellen – zum Beispiel auf der Linie Bus S3 nach Feucht – musste der Fahrplan leicht angepasst werden. Auch die Echtzeitdaten in der Fahrgastinformation funktionieren nun zuverlässig. Fahrgäste können die Busfahrten also live mitverfolgen – in den unterschiedlichen Auskunftsmedien und zusätzlich auch in der Live-Map auf der Internetseite zum Ersatzverkehr. Die ersten Wochen haben zudem gezeigt, dass die Reisendenlenker an den größeren Stationen – dabei handelt es sich um Mitarbeitende der Busfirmen sowie der Eisenbahnverkehrsunternehmen agilis und DB Regio – eine wertvolle Hilfe für viele Fahrgäste sind. Sie leiten zu den richtigen Bussen, beantworten Fragen zu Tickets und geben Tipps. DB InfraGO, BEG sowie die Bus- und Eisenbahnverkehrsunternehmen bedanken sich für die Geduld der Fahrgäste und beobachten den Ersatzverkehr kontinuierlich, um bei Bedarf nachzusteuern. Hinweis für Redaktionen: