Korridorsanierung Obertraubling–Passau: Fahrgäste bleiben dank eines umfassenden Verkehrskonzepts mobil

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25. März 2026, 10:30 Uhr
Passau
Umleitungen im Güterverkehr • Haltausfälle im Fernverkehr  •  Ersatzbusse für die Fahrgäste im Regionalverkehr • Vom 14. Juni bis zum 10. Juli zwei Korridore in der Region gleichzeitig im Bau • In Spitzenzeiten binden bis zu 140 Busse auf 10 Linien entfallende Nahverkehrshalte an

Während die Korridorsanierung zwischen Nürnberg und Regensburg seit dem 6. Februar auf Hochtouren läuft und am 10. Juli endet, rückt der Baustart für den zweiten bayerischen Korridor näher. Die Sanierung der Strecke zwischen Obertraubling und Passau beginnt bereits am 14. Juni und dauert bis zum 12. Dezember 2026. Vom 14. Juni bis zum 10. Juli überlappen sich somit beide Korridorsanierungen. Für die Fahrgäste kommt es bis zum 12. Dezember zu umfangreichen Änderungen im Regional- und Fernverkehr in Bayern. Die Fahrplandaten sind in Kürze auf www.bahn.de sowie in der App DB Navigator abrufbar, so dass sich Reisende über mögliche Verbindungen informieren können. 

Änderungen im Fern- und Güterverkehr

Im Fernverkehr fahren ab dem 14. Juni keine Züge zwischen Nürnberg bzw. Regensburg und Passau von und nach Wien. Alternativ können Fahrgäste zwischen Deutschland und Österreich Züge mit Umstieg in München nutzen. Zwischen München und Wien gibt es in etwa ein stündliches Angebot. Dazu setzt DB Fernverkehr zusätzliche Verbindungen über Simbach (Inn) sowie über Salzburg ein. In Passau, Plattling und Straubing halten bis 12. Dezember keine Fernverkehrszüge, in Regensburg gilt das bis zum 10. Juli. Für Passauer Fernreisende verkehrt ein schneller Ersatzbus mit drei Fahrten pro Tag und Richtung – bis 10. Juli zwischen Passau und Nürnberg, ab 11. Juli zwischen Passau und Regensburg. Zur Mitfahrt sind ein gültiges Fernverkehrsticket sowie eine Sitzplatzreservierung nötig. 

Für den grenzüberschreitenden Güterverkehr wurde für die Korridorsanierung der Strecke Obertraubling – Passau ein Konzept mit Wechsel zwischen eingleisiger Sperrung und Vollsperrung im Abschnitt Passau – Plattling erarbeitet. In diesem Konzept sind auch Baumaßnahmen im Gebiet der ÖBB Infra berücksichtigt.   

Änderungen im Regionalverkehr 

Für den Nahverkehr ergeben sich durch die Sperrung zwischen Obertraubling und Passau und die bis zum 10. Juli gleichzeitige Sperrung zwischen Nürnberg und Regensburg umfangreiche Änderungen. Darüber hinaus gibt es auch auf einzelnen Strecken jenseits des Korridors Obertraubling – Passau Ersatzverkehr und Fahrplanänderungen, da Fern- und Güterzüge über andere Routen umgeleitet werden. Auf diesen Linien muss der Regionalverkehr ausgedünnt werden. 

Damit alle Fahrgäste in den drei Bauphasen zwischen 14. Juni und 12. Dezember weiter mit dem öffentlichen Verkehr an ihr Ziel kommen, hat die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) in Abstimmung mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie mit DB InfraGO und den betroffenen Kommunen ein Konzept für einen leistungsstarken Ersatzverkehr erarbeitet. 

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, Aufsichtsratsvorsitzender der BEG: „Der Freistaat sorgt dafür, dass die Kunden in Niederbayern und dem Großraum Regensburg trotz der Streckensperrung weiterhin öffentlich mobil bleiben. Obwohl weniger Züge fahren, müssen wir mehr Geld in dieses Angebot im Vergleich zum regulären Betrieb stecken. Die bayerische Summe für die Zusatzkosten des Ersatzverkehrs während der kompletten Korridorsanierung Nürnberg – Regensburg – Passau liegt bei rund 28 Millionen Euro. Damit tragen wir mehr als ein Scherflein dazu bei, dass der Ansatz von Bund und DB mit den Langzeitsperrungen im Bahnland Bayern zum Erfolg wird. Nach den bisherigen Eindrücken aus dem derzeit laufenden Projekt zwischen Nürnberg und Regensburg bin ich positiv gestimmt.“

Detaillierte Informationen zum Verkehrskonzept stellt die BEG auf der Website www.beg.bahnland-bayern.de/Korridorsanierung-Obertraubling-Passau zur Verfügung. Ebenso bietet folgende DB-Seite einen ausführlichen Überblick zum Ersatzverkehr: www.bahn.de/ersatzverkehr-obertraubling-passau.

Phase A: 14. Juni bis 10. Juli

Zwischen Nürnberg und Regensburg verkehren die Buslinien RE22, RE50, RB51 und S3 unverändert wie bisher. Die Regionalzuglinien RB17 und RE18 nehmen zwischen Ingolstadt und Regensburg wieder vollumfänglich den Betrieb auf der Schiene auf.

Rund um den Knoten Plattling müssen alle Regionalzuglinien durch Busse ersetzt werden. Diese verkehren auf mehreren Ersatzbuslinien zwischen Straubing, Plattling, Deggendorf, Landau und Passau. Zwischen Regensburg und Straubing fahren die Züge noch regulär.

Auf den Linien RE1, RB13, RB40, RB45, RB48 und RB87 kommt es aufgrund von umgeleiteten Güterzügen wie bisher zu Änderungen im Fahrplan. Hinzu kommen Fahrplanänderungen auf den Linien RE5 und RB54, im Abschnitt Grafing – Rosenheim fahren Ersatzbusse.

Phase B: 10. Juli (21 Uhr) bis 20. September

Zwischen Regensburg und Plattling sowie zwischen Dingolfing (montags bis freitags) bzw. Plattling (samstags und sonntags) und Passau fallen alle Regionalzüge aus. Ersatzbusse fahren auf langsamen und schnellen Linien zwischen Regensburg, Straubing, Plattling und Passau bzw. zwischen Landshut, Dingolfing, Plattling und Passau. Außerdem wird die Gäubodenbahn (RB32) zwischen Geiselhöring, Straubing und Bogen durch Busse ersetzt.

Die Einschränkungen auf den Linien RE1, RB13, RB40, RB45, RB48, RB87, RE5 und RB54 bleiben unverändert. Die RB33 München – Landshut entfällt (bis auf einzelne Züge zu den Hauptverkehrszeiten), die Halte zwischen Landshut und Freising werden stattdessen durch den Flughafenexpress RE22 bedient.

Phase C: 20. September (21 Uhr) bis 12. Dezember

Zwischen Regensburg und Plattling bzw. Passau sowie zwischen Geiselhöring und Bogen fahren die Ersatzbusse unverändert zur Phase B.

Der RE3 kann wieder stündlich bis Plattling fahren und wird nur noch zwischen Plattling und Passau durch Busse ersetzt. Die RB33 fährt wieder regulär.

Die Einschränkungen auf den Linien RE1, RB13, RB40, RB45, RB48, RB87, RE5 und RB54 bleiben unverändert. 

Wenn sich beide Korridore überschneiden, kommen als Ersatz für Zugverbindungen im Nahverkehr, die wegen der Bauarbeiten nicht angeboten werden können, bis zu 140 Busse zum Einsatz. Diese verkehren auf insgesamt bis zu 10 Linien und legen in der Spitze täglich rund 60.000 Kilometer zurück. Pro Linie verkehren teilweise mehrere Busse pro Stunde, zur Hauptverkehrszeit werden Verstärker- und Expressbusse eingesetzt. 

Für die Ersatzverkehre während der Korridorsanierungen hat die DB einheitliche Qualitätsvorgaben sowie ein konsistentes Erscheinungsbild in der Farbe Verkehrspurpur definiert. Diese Standards kommen aktuell schon bei der Sanierung zwischen Nürnberg und Regensburg zur Anwendung. Dazu gehören unter anderem neuwertige und barrierefrei zugängliche Fahrzeuge, die über WLAN und zum Teil über Toiletten an Bord verfügen.

Korridorsanierung: neue Gleise, Weichen und attraktivere Bahnhöfe

Aslihan Gebhart, Projektleiterin, DB InfraGO: „Mit der Korridorsanierung der Bahnstrecke Obertraubling – Passau bündeln wir auf einer der wichtigsten Bahnstrecken in Bayern ein ambitioniertes Bauvolumen. Wir erneuern Gleise, Weichen, Leit- und Sicherungstechnik sowie Oberleitung in großem Umfang. Auch die Bahnhöfe entlang der Strecke packen wir an. Fahrgäste können sich hier künftig auf moderne und attraktive Stationen freuen.“  

Bei der Korridorsanierung zwischen Obertraubling und Passau erneuert die DB InfraGO unter anderem rund 120 Kilometer Gleise, über 140 Weichen und circa 90 Kilometer Oberleitungen oder setzt sie umfassend instand. Für mehr Flexibilität bei Störungen oder Baustellen auf der Strecke entstehen zusätzliche Weichenverbindungen (Überleitstellen). Außerdem modernisiert die DB die Leit- und Sicherungstechnik. So werden die noch bestehenden Relais-Stellwerke entlang der Strecke durch moderne elektronische Stellwerke ersetzt. Bei Osterhofen wird in der Nähe der Donau der Boden im Umfeld einer Moorstelle verfestigt. Zudem erneuert die DB InfraGO die Stützwand an der Bahnstrecke im Bereich der sogenannten Löwenwand zwischen Schalding und Sandbach.

Nach der Korridorsanierung profitieren die Fahrgäste von attraktiveren Stationen. Die DB modernisiert acht Bahnhöfe entlang der Strecke Obertraubling - Passau nach einem ganzheitlichen und klaren Qualitätsstandard mit attraktiver Gestaltung. Dabei steht unter anderem der barrierefreie Ausbau im Fokus, dafür werden zum Beispiel mehrere Bahnsteige erhöht. In Osterhofen und Radldorf entstehen ganzheitlich barrierefreie Stationen durch den Bau neuer Personenunterführungen, Aufzüge sowie Bahnsteige. Die Installation der Aufzugstechnik und die damit verbundene Barrierefreiheit werden nach derzeitigen Planungen im Frühjahr 2027 fertiggestellt. An allen Stationen wird die Reisendeninformation bis Bauende auf den neuesten Stand der Technik gebracht sein. Ziel ist, die Aufenthaltsqualität für alle Reisenden und Gäste der Bahnhöfe zu steigern. 

Infomobil tourt entlang der Strecke

Ab dem 17. April tourt ein Infomobil entlang der Strecke zwischen Obertraubling und Passau und macht an zahlreichen Stationen Halt. Dort können sich Interessierte über die geplanten Baumaßnahmen und das Verkehrskonzept informieren. Weitere Informationen gibt es hier: www.deutschebahn.com/generalsanierung-bayern.