Mehr Information und Service – Fahrgastinformation: fokussiert und in Echtzeit
Echtzeitinformationen sind dieses Jahr ein Schwerpunkt von „Zukunft S-Bahn München“. So werden ab dem Sommer Zuglängen vollautomatisch erfasst. Dadurch wird die Anzeige der Zuglänge und Halteposition am Bahnsteig auch bei kurzfristigen Änderungen verlässlicher. Ab Mitte des Jahres werden außerdem die Ankunfts- und Abfahrtsprognosen zuverlässiger. Algorithmen ermitteln diese dann auf Basis historischer Daten und der aktuellen verkehrlichen Situation. Auch personell verstärkt die S-Bahn die Fahrgastinformation. Ab dem zweiten Quartal sind die Kundeninformationsmanager (KIM) 24/7 im Einsatz und kümmern sich um die schnelle und aktuelle Information der Fahrgäste auf allen Kanälen. Sie werden auch die digitalen Liniennetzkarten für die Anzeigen in den Zügen der Baureihe ET 423 bedienen. Diese informieren bei größeren Störungen in Echtzeit über den aktuellen Status und Auswirkungen sowie Fahrtalternativen. Dieser deutschlandweit erstmalig eingesetzte Informationsweg wird im eigenen Fahrgastinfolabor der S-Bahn fortlaufend weiterentwickelt. Im Fokus stehen aktuell der Einsatz der Karten auf weiteren Kanälen und die Baustelleninformation.
Neues gibt es auch an den Stationen: Alle Stationen werden mit Informationsmonitoren zur Anzeige der nächsten Abfahrten ausgerüstet. Nach und nach werden zudem ältere Informationsmonitore durch neue Anzeiger-Generationen ersetzt. Die modernen Farbdisplays bieten eine höhere Auflösung und können mehr Abfahrten anzeigen als ihre Vorgänger. Die Umrüstung auf der Stammstrecke startet in diesen Tagen, auch außerhalb der Tunnelbahnhöfe wurden die ersten Anzeigen bereits erneuert. Um den verfügbaren Platz auf den Anzeigern besser zu nutzen, setzen die S-Bahn und die DB Station&Service AG auf der Stammstrecke zudem einen oft geäußerten Wunsch der Fahrgäste um. Bei größeren Störungen liegt der Fokus ab sofort ganz auf relevanten Informationen: Neben Fließtexten, die wie bisher über geänderte Linienverläufe informieren, beschränkt sich die Anzeige der nächsten Abfahrten auf fahrende Züge – Ausfälle werden nicht aufgeführt. So werden inhaltliche Doppelungen vermieden und mehr Abfahrten angezeigt. Die „Fokusinformation“ wird gezielt nur während größerer Störungen auf den Stationen der S-Bahn-Stammstrecke angewendet.