Artikel: München sucht einen Namen für die erste Tunnelbohrmaschine der 2. Stammstrecke
Die Deutsche Bahn startet einen öffentlichen Wettbewerb zur Namensgebung der ersten Tunnelbohrmaschine der 2. Stammstrecke München. Bürger:innen können ab sofort und bis 30. Juni Vorschläge für den Namen der Maschine einreichen.
Die Tunnelbohrmaschine wird ab Mitte September 2026 den Erkundungs- und Rettungsstollen zwischen der Donnersbergerbrücke und dem Marienhof herstellen. Die Maschine ist rund 178 Meter lang, wiegt etwa 700 Tonnen und wurde speziell für die anspruchsvollen Bodenverhältnisse im Münchner Untergrund entwickelt.
Tunnelbohrmaschinen tragen traditionell weibliche Namen. Die Tradition geht auf die Heilige Barbara zurück, die als Schutzpatronin der Bergleute und Mineure gilt.
„Wir bauen die 2. Stammstrecke für die Menschen in München und der gesamten Region. Deshalb finden wir es schön, wenn die Menschen bei einem besonderen Teil dieses Projekts mitwirken und der ersten Tunnelbohrmaschine einen Namen geben können“, sagt Jörg Müller, Leiter Technik bei der 2. Stammstrecke.
Gesucht werden weibliche Namen mit Bezug zu München, Bayern, Technik, Wissenschaft oder Infrastruktur. Auch kreative Akronyme mit nachvollziehbarer Herleitung sind möglich.
Das Projektteam trifft aus den eingereichten Namensvorschlägen eine Vorauswahl von drei Namen. Über diese Finalisten können die Bürger:innen vom 13. bis 24. Juli 2026 online abstimmen. Der Gewinnername wird im Anschluss offiziell bekannt gegeben.
Die Person oder Gruppe, die den ausgewählten Namen vorgeschlagen hat, erhält eine exklusive Führung zur Tunnelbohrmaschine am Tunnelportal West – diese wird zum Tag der offenen Baustelle am Wochenende vom 12. - 13. September 2026 stattfinden.
Webseite zur Namensgebung
Unter www.2.stammstrecke-muenchen.de/tbm kann die Öffentlichkeit ab sofort Namen vorschlagen und später über die Finalistinnen abstimmen.
Hintergrund: Tunnelbohrmaschine der 2. Stammstrecke
Die Tunnelbohrmaschine wird ab dem Tunnelportal West an der Donnersbergerbrücke eingesetzt. Sie erstellt auf rund drei Kilometern Länge den Erkundungs- und Rettungsstollen der 2. Stammstrecke.
Die sogenannte Mixshield-Maschine wurde von der ARGE Tunnel Hauptbahnhof gemeinsam mit dem Hersteller Herrenknecht entwickelt. Zur ARGE (Arbeitsgemeinschaft) gehören die Unternehmen Wayss & Freytag Ingenieurbau AG, die Firmengruppe Max Bögl, Ed. Züblin AG sowie Bauer Spezialtiefbau.
Mehr zur Maschine finden Sie unter 178 Meter Hightech für München: Erste Tunnelbohrmaschine der 2. Stammstrecke fertig