Artikel: Zusätzliche Arbeiten im Untergrund erforderlich: Sperrung am Bahnhof Friedberg muss verlängert werden
Die aktuelle Bauphase am Friedberger Bahnhof verzögert sich. So muss die DB InfraGO die derzeit laufende Sperrung zwischen Augsburg-Hochzoll und Dasing bis Mitte November 2026 verlängern. Grund dafür sind unerwartet schwierige Baugrundverhältnisse, die bei den laufenden Arbeiten am Bahnhof Friedberg festgestellt wurden.
Im Bereich des Bahnhofs Friedberg werden derzeit umfangreiche Arbeiten gebündelt durchgeführt. Aktuell werden für den barrierefreien Ausbau der Station die neue Personenunterführung, Aufzugsschächte und moderne Bahnsteiganlagen hergestellt. Parallel laufen Arbeiten für ein neues elektronisches Stellwerk. Das Stellwerksgebäude steht bereits, Signal- und Kabelarbeiten sind im Gange. Zudem finden während der Vollsperrung umfangreiche Gleisarbeiten statt, um den Untergrund am Bahnhof Friedberg grundlegend zu stabilisieren. Dazu werden Schwellen ausgetauscht und insgesamt mehr als 8.000 Kubikmeter Boden ausgebaut und lagenweise wieder eingebaut. Aufgrund der Lage des Bahnhofs in einem Einschnitt sind zudem umfangreiche Maßnahmen zur Entwässerung erforderlich, um dauerhaft eine stabile Gleislage sicherzustellen. Dazu werden unter anderem bis zu zehn Meter tiefe Kiessäulen sowie zwei Regenrückhaltebecken hergestellt.
Während der Arbeiten zur Stabilisierung des Gleisuntergrunds hat sich jedoch gezeigt, dass die Baugrundverhältnisse in Teilbereichen deutlich anspruchsvoller sind als zuvor angenommen. Um die langfristige Stabilität der Infrastruktur und einen sicheren Bahnbetrieb zu gewährleisten, sind erhebliche zusätzliche Maßnahmen erforderlich, darunter beispielsweise Verbauarbeiten zum Einbau der Entwässerungsleitungen und Versickerungssäulen. Aufgrund des damit verbundenen baulichen Aufwands können die Arbeiten nicht wie ursprünglich geplant bis zum 13. September 2026 abgeschlossen werden. Ziel ist es, die zusätzlichen Maßnahmen möglichst zügig umzusetzen und die Strecke schnellstmöglich wieder für den Zugverkehr freizugeben. Die DB InfraGO bedauert die Verzögerung für die Fahrgäste.
Für die Dauer der Sperrung bleibt der von der Bayerischen Regiobahn (BRB) eingerichtete Ersatzverkehr bestehen. Für den Schülerverkehr werden die Zeiten ab Schulstart am Dienstag, 15. September, wieder angepasst und die Kapazitäten der betreffenden Busse erhöht. Im AVV-Raum kann auf alternative Fahrtmöglichkeiten wie Straßenbahnen und Stadtbusse ausgewichen werden. BRB-Fahrkarten für den AVV werden anerkannt. Die Fahrgäste werden gebeten, sich in den Auskunftsmedien über die aktuellen Verbindungen und Fahrtzeiten zu informieren.