Artikel: Deutsche Bahn startet Sanierung des historischen Tübinger Bahnhofsgebäudes
Die Deutsche Bahn (DB) führt umfassende Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten am Hauptbahnhof Tübingen durch. Bis Juni 2027 saniert die DB InfraGO das denkmalgeschützte Empfangsgebäude einschließlich der Nebengebäude und erneuert die Energieversorgung. Fahrgäste profitieren somit künftig von einer verbesserten Aufenthaltsqualität. Insgesamt investieren Bahn und Bund rund 8,5 Millionen Euro, davon entstammen rund 2,6 Millionen Euro aus dem Förderprogramm des Bundes für barrierefreie und attraktive Bahnhöfe.
Stimmen zum Spatenstich:
Michael Groh, Leiter Regionalbereich Südwest, DB InfraGO AG Personenbahnhöfe: „Mit der Sanierung des Bahnhofsgebäudes in Tübingen schaffen wir für unsere Fahrgäste ein modernes und barrierefreies Empfangsgebäude, das höchsten Komfort mit historischem Charme verbindet. Mit finanzieller Unterstützung des Bundes sorgen wir dafür, dass sich Reisende in Tübingen willkommen und gut aufgehoben fühlen. Für die partnerschaftliche Umsetzung des Projekts möchte ich allen Beteiligten herzlich danken.“
Boris Palmer, Oberbürgermeister Stadt Tübingen:
„Mit dem rundum neu gestalteten Europaplatz ist bereits ein einladender und moderner Stadteingang entstanden. Dass nun auch der Bahnhof umfassend erneuert wird, ist eine gute Nachricht für Tübingen. Die Deutsche Bahn setzt damit ein starkes Zeichen für Qualität, Barrierefreiheit und nachhaltige Mobilität. So entsteht ein stimmiges Gesamtbild, das unsere Stadt noch attraktiver und lebenswerter macht.“
Sanierungsmaßnahmen im Detail
Fahrgäste profitieren künftig von einem helleren und insgesamt ansprechenderen Ambiente im historischen Bahnhofsgebäude sowie einer besseren Erreichbarkeit: Für mehr Komfort und eine verbesserte Zugänglichkeit installiert die Bahn ein modernes Beleuchtungskonzept, ein taktiles Blindenleitsystem und automatisierte Außentüren in den Eingangsbereichen.
Die Bahn legt Wert darauf, dass die Zugänge zur Personenunterführung möglichst durchgehend bestehen bleiben. Die Fassaden bieten künftig ein neues Erscheinungsbild, das als Pendant zum neugestalteten Europaplatz hervorsticht. Zudem tauscht die Bahn Fenster sowie Türen aus und gestaltet die Empfangshalle neu. Insgesamt setzt die Bahn eine energetische Sanierung von Dach, Fassade, Fenstern, Außentüren und Gebäudetechnik um. Auf dem Empfangsgebäude entsteht eine Photovoltaikanlage zur nachhaltigen Stromversorgung.
Die Bahn stimmt alle Schritte eng mit dem Denkmalschutz ab. So erhalten beispielsweise Empfangshalle und der Flur im Bereich des Hauptgebäudes einen neuen Terrazzobodenbelag nach historischem Vorbild. Auch die Personenunterführung wird im Bereich der Bahnanlage neu gestaltet. Die Bahn legt Wert darauf, dass die Zugänge zur Personenunterführung möglichst durchgehend bestehen bleiben.
Die Deutsche Bahn wird in den nächsten fünf Jahren mehr als 20 Milliarden Euro in ihre Bahnhöfe investieren. Hauptaugenmerk liegt auf der Verschönerung der Empfangsgebäude. So werden bis 2030 in ganz Deutschland 710 Bahnhöfe grundlegend renoviert, 130 Bahnhöfe sollen es allein noch 2026 sein.