Erinnern heißt Handeln: Deutsche Unternehmen betonen historische Verantwortung

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„Zum Gedenken an Zehntausende jüdischer Bürger Berlins, die ab Oktober 1941 bis Februar 1945 von hier aus durch die Nazi-Henker in die Todeslager deportiert und ermordet wurden.“ Das Mahnmal "Gleis 17" wurde am 27. Januar 1998 eingeweiht und ist öffentlich zugänglich.
26. Januar 2026, 09:00 Uhr
Berlin
Gemeinsame Erklärung mit dem Freundeskreis Yad Vashem zum Holocaust-Gedenktag • Evelyn Palla: „Deutsche Bahn begreift das Gedenken an die Opfer der Shoah als festen Bestandteil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung“

Aus Anlass des Internationalen Holocaust-Gedenktags am 27. Januar haben Borussia Dortmund, Deutsche Bahn AG, Deutsche Bank AG, Mercedes-Benz Group und Volkswagen Group in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Freundeskreis der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ihre historische Verantwortung für die Erinnerung an den Holocaust und den entschlossenen Einsatz gegen Antisemitismus betont.

Besonders weisen die Vorstandsvorsitzenden der beteiligten Unternehmen in diesem Jahr auf die Bedeutung der sogenannten Survivors‘ Declaration hin. Diese wurde am 11. April 2002 von Holocaust-Überlebenden in Yad Vashem vorgestellt. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass das „Zeitalter der Überlebenden“ zu Ende geht und bald niemand mehr persönlich sagen kann: „Ich war dort.“

Evelyn Palla, CEO Deutsche Bahn AG: „Die Deutsche Bahn begreift das Gedenken an die Opfer der Shoah als festen Bestandteil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Wir treten entschieden gegen Antisemitismus sowie jede Form von Ausgrenzung, Hass und Hetze ein und engagieren uns für eine nachhaltige und lebendige Erinnerungskultur. Zu unserem Einsatz gegen das Vergessen gehört auch die Unterstützung von Yad Vashem, einer Institution von weltweiter Bedeutung für Bildungs- und Erinnerungsarbeit.“

Christian Sewing, CEO Deutsche Bank AG: „Wir haben eine historische Verantwortung, die Verbrechen des Holocaust nie in Vergessenheit geraten zu lassen – gerade wenn immer weniger Überlebende selbst darüber berichten können. Deshalb unterstützen wir aus voller Überzeugung die Internationale Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem und auch Organisationen wie den Verein Zweitzeugen, der neue Generationen dazu ermutigt und befähigt, die Erinnerung wach zu halten. Unsere Bank ist entschlossen, Antisemitismus und alle anderen Formen von Diskriminierung, Vorurteilen und Hass zu verurteilen und zu bekämpfen. Dafür arbeiten wir mit gemeinnützigen Organisationen zusammen, die jungen Menschen Toleranz und Empathie vermitteln und sich gegen Hassreden und Vorurteile stellen.“

Oliver Blume, CEO Volkswagen Group: „Der Volkswagen Konzern steht für eine lebendige Erinnerungskultur. Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung haben in unserer Welt keinen Platz. Die Verbrechen des Nationalsozialismus dürfen sich nicht wiederholen. Aus unserer historischen Verantwortung heraus engagieren wir uns für die Erinnerungsarbeit der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem, des Internationalen Auschwitz Komitees und der Gedenkstätte Auschwitz. Gemeinsam mit unseren Beschäftigten bewahren wir die mahnende Erinnerung und tragen sie in die Zukunft.“

Ola Källenius, CEO Mercedes-Benz Group: „Mercedes-Benz engagiert sich seit vielen Jahren im Freundeskreis Yad Vashem und unterstützt die Ziele der Survivors‘ Declaration. Wir müssen die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus dauerhaft wachhalten, denn nur so lässt sich eine Wiederholung des Unvorstellbaren verhindern. Die Gesellschaft ist aufgefordert, deutlich Position zu beziehen: Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung haben in unserer Gemeinschaft keinen Platz. Deshalb treten wir konsequent ein für Vielfalt, Respekt und ein offenes Miteinander.“

Carsten Cramer, Sprecher der Geschäftsführung von Borussia Dortmund: „Für Borussia Dortmund sind die Erinnerung an den Holocaust und der Einsatz gegen Antisemitismus von besonderer Bedeutung. Der BVB engagiert sich seit vielen Jahren im Freundeskreis Yad Vashem und mit eigenen Bildungsprojekten zu den nationalsozialistischen Verbrechen. Zu diesem Engagement gehören persönliche Treffen mit Überlebenden. Daher unterstützt der BVB die Ziele der Survivors' Declaration und wird sich weiterhin für eine vielfältige Gesellschaft ohne Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung einsetzen, ganz getreu unserem Motto: ‘Borussia verbindet.'“

Kai Diekmann, Vorsitzender des Freundeskreis Yad Vashem e.V.: „Die Geschichte der Shoah prägt unsere Gesellschaft und unser Land bis heute – und verpflichtet uns zum Handeln. Angesichts der schwindenden Zahl von Überlebenden ist es unsere Verantwortung als Nachgeborene, entschlossen gegen Antisemitismus einzutreten und klar zu benennen, wohin er führt. Das gemeinsame Bekenntnis der Unternehmen zur Survivors’ Declaration macht deutlich, dass Holocaust-Erinnerung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, die Politik, Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschaft gleichermaßen in die Pflicht nimmt.“

Die Überlebenden machen in der Survivors‘ Declaration deutlich, dass Gedenken nicht beim Erinnern stehen bleiben darf, sondern zu konkreten Handlungen führen muss. Sie rufen dazu auf, Menschenwürde, Gleichheit und Menschenrechte zu schützen und Antisemitismus, Rassismus sowie Holocaust-Leugnung entschieden entgegenzutreten.

Aktuell ist Dani Dayan, als Vorsitzender von Yad Vashem, zugleich als israelischer Vertreter Präsident der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA). Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages hat die israelische IHRA-Präsidentschaft eine weltweite Kampagne gestartet, um die Prinzipien der Survivors’ Declaration erneut ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Die Erneuerung der Survivors’ Declaration ist heute besonders wichtig, weil immer weniger Überlebende selbst sprechen können. Erinnerung muss daher von nachfolgenden Generationen weitergetragen werden. Zugleich ist sie eine klare Positionierung gegen wachsenden Antisemitismus und Hass. Mit der gemeinsamen Erneuerung zeigen der Freundeskreis Yad Vashem und die beteiligten Unternehmen, dass Holocaust-Erinnerung eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe ist.

Hintergrundinformationen zur Survivors’ Declaration finden Sie hier: https://israelinihra.mfa.gov.il/de/survivors_declaration

Über den Freundeskreis Yad Vashem

Das Ziel des Freundeskreises Yad Vashem besteht darin, die Sammlungen und die Expertise der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Dafür stärkt der Verein nicht nur die Beziehungen zwischen der Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem und deutschen Institutionen, sondern bietet zahlreiche Ausstellungen und Kampagnen in Zusammenarbeit mit Yad Vashem an. Durch Initiativen wie #LichtZeigen und Ausstellungen wie Sechzehn Objekte setzt sich der Freundeskreis Yad Vashem für eine lebendige Erinnerungskultur ein.