Korridorsanierung Hamburg – Berlin: Verkehr läuft ab 14. Juni wieder durchgängig

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03. Juni 2026, 10:45 Uhr
Berlin
Nahverkehrszüge verkehren nach regulärem Fahrplan • Fahrzeiten im Fernverkehr in den ersten zwei Wochen leicht angepasst • Umfangreiches Baupensum vollständig umgesetzt

Die Korridorsanierung der Strecke Hamburg – Berlin steht vor dem Abschluss. Am 14. Juni wird der durchgehende Verkehr auf der Strecke zwischen den beiden größten deutschen Metropolen wie angekündigt wieder anlaufen. Ab diesem Tag verkehren alle Nahverkehrsverbindungen wieder nach regulärem Fahrplan. Der Busersatzverkehr endet. Auch die Kapazitäten für den Güterverkehr zwischen Hamburg und Berlin sind vollständig wiederhergestellt, ebenso wie auf den Zulaufstrecken. Seit dem 15. Mai fahren die Züge bereits wieder zwischen Hamburg und Hagenow Land/Schwerin.

Im Abschnitt zwischen Hagenow Land und Berlin-Spandau läuft aktuell die Abnahme der neuen Signal- und Stellwerkstechnik. Außerdem finden Belastungs- und Abnahmefahrten statt, die von den zuständigen Prüfsachverständigen eng begleitet werden. Bis diese Fahrten vollständig abgeschlossen sind, werden in den ersten Tagen nach der Inbetriebnahme noch abschnittsweise Geschwindigkeitseinschränkungen erforderlich sein. Dies betrifft ausschließlich Fernverkehrszüge.

Vor diesem Hintergrund wird die DB InfraGO in Abstimmung mit den Fernverkehrsanbietern die Fahrpläne für Fernverkehrszüge vorsorglich bis einschließlich 30. Juni im Minutenbereich anpassen. So ist ab dem ersten Betriebstag ein stabiles und zuverlässiges Angebot für Reisende gewährleistet. Es verkehren alle geplanten Züge in voller Kapazität. Fahrgäste sollten sich kurz vor Fahrtantritt über die elektronische Reiseauskunft auf www.bahn.de oder in der App DB Navigator noch einmal über ihre gebuchte Verbindung informieren.

Die Bauarbeiten an der Infrastruktur auf dem Korridor sind vollständig abgeschlossen. Seit dem 1. August 2025 hat die DB InfraGO entlang der Strecke Hamburg – Berlin u.a. insgesamt 165 Kilometer Gleise, 249 Weichen, sieben neue Überleitverbindungen, 678 Signale und 25 Bahnsteige erneuert. An insgesamt 28 Bahnhöfen wurden umfangreiche Modernisierungsarbeiten durchgeführt, um sie für Fahrgäste attraktiver zu gestalten.

Nach der Wiederinbetriebnahme der Strecke setzt die DB InfraGO an einigen Bahnhöfen noch Restarbeiten um, die aufgrund der witterungsbedingten Einschränkungen Anfang des Jahres nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten. Aus diesem Grund werden Bahnsteige an den Stationen Bergedorf, Müssen, Nauen, Falkensee und Albrechtshof vorübergehend noch nicht oder nur eingeschränkt barrierefrei erreichbar sein. Bis zur Inbetriebnahme der neuen Aufzüge sind Rufbusse im Einsatz, die mobilitätseingeschränkte Reisende zum nächsten barrierefrei erreichbaren Bahnhof bringen.

Die DB InfraGO arbeitet mit Hochdruck daran, alle Restarbeiten schnellstmöglich abzuschließen.