Alle Infos zur Tarifrunde

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Alle Infos zur Tarifrunde 2026

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen, Zahlen und Termine zur GDL-Tarifrunde 2026
Hier finden Sie alle aktuellen Informationen zur Tarifrunde 2026 mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL).
Wann wird verhandelt?

Die aktuellen Tarifverträge mit der GDL sind am 31. Dezember 2025 ausgelaufen. Jetzt folgt eine festgelegte zweimonatige Verhandlungsphase mit Friedenspflicht, das heißt Streiks sind im Januar und Februar ausgeschlossen. In dieser Zeit soll ein Abschluss erreicht werden. Das haben DB und GDL in der letzten Tarifrunde explizit so vereinbart: „Die Tarifvertragsparteien werden die Verhandlungen zur Tarifrunde 2026 Anfang Januar 2026 aufnehmen, mit dem Ziel bis Ende Februar 2026 ein Gesamtergebnis zur Tarifrunde 2026 zu vereinbaren („Verhandlungsphase“). Während dieser Verhandlungsphase herrscht Friedenspflicht (1. Januar 2026 bis 28. Februar 2026).“ (Aus dem Gesamtergebnis zur Tarifrunde 2023)

Folgende Verhandlungstermine sind aktuell vereinbart, alle finden in Berlin statt – insgesamt 14 Tage in zwei Monaten:

  • 8. Januar 2026
  • 22. Januar 2026
  • 28. bis 29. Januar 2026
  • 9. bis 13. Februar 2026
  • 23. bis 27. Februar 2026
Wie blickt die DB auf diese Tarifrunde?

Erstens: Die DB geht mit ausgestreckter Hand in die Tarifverhandlungen mit der GDL. Die DB will konstruktiv verhandeln und in den vereinbarten zwei Monaten einen fairen und tragfähigen Abschluss am Tisch erreichen.

Zweitens: Die Mitarbeitenden der DB leisten unter schwierigen Bedingungen täglich Außergewöhnliches. Diese Leistung, gerade bei den operativen Kolleginnen und Kollegen, soll gewürdigt werden.  

Drittens: Der Neustart der DB ist in vollem Gange. Der volle Fokus liegt darauf, die Bahn besser zu machen: schneller, schlanker und kundenorientierter. So entsteht auch eine Bahn, auf die die Mitarbeitenden wieder stolz sein können. Die DB und ihre Sozialpartner tragen eine gemeinsame Verantwortung, die Krise zu meistern und den Neustart zum Erfolg zu bringen.

Wie bewertet die DB die Forderungen der GDL?

Die DB hat die Forderungen der GDL erhalten und wird über diese mit der GDL in den Verhandlungen sprechen.

Für wen wird in dieser Runde verhandelt?

Die Tarifverträge der GDL gelten für rund fünf Prozent der DB-Mitarbeitenden, das heißt für rund 10.000 Mitarbeitende.

Hintergrund: Seit 2021 kommt das Tarifeinheitsgesetz (TEG) bei der DB zur Anwendung. Das bedeutet: In einem Betrieb gelten qua Gesetz nur noch die Tarifverträge einer Gewerkschaft. Und zwar der Gewerkschaft, die in dem jeweiligen Betrieb die meisten Mitglieder hat. Die DB hat insgesamt rund 300 Betriebe, in 19 davon hat die GDL die Mehrheit.

Grundsätzlich tarifiert die GDL aktuell für die Bereiche Lokfahrdienst, Zugbegleitdienst, Bordgastronomie, Rangierdienst / Zugvorbereitung, Disponent:innen, betriebsnahe Fahrzeuginstandhaltung sowie allgemeine Aufgaben. Das betrifft Mitarbeitende in den Geschäftsfeldern DB Regio, DB Fernverkehr und DB Cargo.

Was verdienen Lokführer:innen und Zugbegleiter:innen?

Ein:e Lokführer:in verdient im Durchschnitt inklusive Zulagen rund 55.700 Euro im Jahr bzw. rund 4.600 Euro im Monat. Zusätzlich zahlt die DB 3,3 Prozent des Gehalts, so viel wie kein Unternehmen in der Branche, in eine betriebliche Altersvorsorge ein: Im Schnitt sind das rund 1.800 Euro im Jahr bzw. 150 Euro im Monat.

Ein:e Mitarbeiter:in im Zugbegleitdienst (Fernverkehr, Regionalverkehr) verdient im Durchschnitt inklusive Zulagen rund 48.000 Euro im Jahr bzw. rund 4.000 Euro im Monat. Die betriebliche Altersvorsorge liegt bei rund 1.500 Euro im Jahr bzw. 125 Euro im Monat.

Die genannten Gehälter gelten ab 01.01.2026. Sie beziehen sich auf GDL-Tarifverträge bei einer 39-Stunden-Woche im Schichtdienst und sind Durchschnittsgehälter, d.h. sie können individuell darüber oder darunter liegen, zum Beispiel durch Teilzeitregelungen, durch die Dauer der Berufserfahrung oder durch die jeweilige Tätigkeit (Anforderungen, Fahrten ins Ausland, Zulagen etc.).  

Was wurde in der letzten Tarifrunde mit der GDL verabredet?

Infos zum letzten Abschluss aus dem März 2024 und dem Optionsmodell finden Sie hier.Presseinformation DB AG, vierter Termin am 10. Februar

+++ Vierter Termin 13. Februar +++

Pressestatement DB AG, 13.02.2026, 22:30 Uhr„Wir haben uns angenähert“: Vierte Verhandlungsrunde mit der GDL beendet

Nach dem Ende der vierten Verhandlungsrunde erklärt ein DB-Sprecher:„Die Verhandlungen mit der GDL laufen weiterhin sehr konstruktiv. Wir haben uns angenähert und erste Verständigungen erzielt. Wir sind zuversichtlich, dass die letzten offenen Punkte in der nächsten Verhandlungsrunde gelöst werden können. Über die Inhalte des aktuellen Verhandlungsstands haben die Tarifpartner Stillschweigen vereinbart. Der nächste Verhandlungstermin beginnt am 23. Februar.“

+++ Vierter Termin 10. Februar +++

Pressemitteilung DB AG, vierter Termin am 10. FebruarIn Summe 6 Prozent mehr: Deutsche Bahn legt GDL erstes Angebot vor

3,8 Prozent plus auf das Tabellenentgelt • zusätzlich 2,2 Prozent für Strukturanpassungen • Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe • 400 Euro Einmalzahlung • Konkrete Vorschläge zur gemeinsamen Handhabung des Tarifeinheitsgesetzes • 30 Monate Laufzeit • DB‑Personalvorstand Martin Seiler: „Gutes und sehr weitreichendes Angebot“ • Streiks bis Ende Februar ausgeschlossen  

In den laufenden Tarifverhandlungen hat die Deutsche Bahn (DB) der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) heute ein erstes Angebot vorgelegt. Es sieht Lohnerhöhungen von in Summe 6 Prozent vor: Die Tabellenentgelte sollen in zwei Schritten um 3,8 Prozent steigen, zusätzlich steht ein Budget von 2,2 Prozent für Strukturanpassungen zur Verfügung – dazu gehört zum Beispiel die geforderte Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe. Neben einer Einmalzahlung von 400 Euro enthält das DB-Angebot auch konkrete Vorschläge, um die Anwendung des Tarifeinheitsgesetzes gemeinsam zu gestalten. Die Laufzeit soll 30 Monate betragen.

„Das ist ein gutes und sehr weitreichendes Angebot“, sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler. „Wir bilden Kernforderungen der GDL ab und senden damit ein klares Signal für weitere Verhandlungen: Eine Einigung am Tisch ist möglich. Mit diesem Angebot bieten wir substanzielle Verbesserungen für unsere Mitarbeitenden, trotz der herausfordernden Lage des Konzerns. Ebenso strecken wir die Hand aus beim Tarifeinheitsgesetz und wollen hier bisherige Streitigkeiten beilegen.“

Die Laufzeit von 30 Monaten gebe Stabilität und Planungssicherheit für den Neustart der Bahn. Zudem müsse in einem Tarifabschluss die weitere Entwicklung der Sanierung bei DB Cargo berücksichtigt werden, so Seiler.

Das Angebot im Überblick:

  • 3,8 Prozent plus auf das Tabellenentgelt: 2 % zum 01.09.2026, 1,8 % zum 01.09.2027
  • 2,2 Prozent zusätzlich für Strukturanpassungen, das sind z.B.:
  • Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe
  • Gezielte Erhöhung von Entgelt und Zulagen für operative Personale
  • 400 Euro Einmalzahlung
  • Gemeinsame Handhabung des Tarifeinheitsgesetzes: (1) Vereinbarungen zu einem unabhängigen, notariellen Zählverfahren zur Bestimmung der gewerkschaftlichen Mehrheiten in den Betrieben, (2) Vereinbarungen über die Geltung von bestimmten tarifvertraglichen Regelungen für alle Gewerkschaftsmitglieder – unabhängig von den Mehrheiten in den Betrieben der Eisenbahnverkehrsunternehmen  
  • 30 Monate Laufzeit (1. Januar 2026 bis 30. Juni 2028)

Bis Ende Februar gilt Friedenspflicht, Streiks sind so lange ausgeschlossen.

DB legt GDL Angebot vor

Ende des oberhalb befindlichen Videos

+++ Dritter Termin 29. Januar +++

Pressemitteilung DB AG, dritter Termin am 29. Januar"Noch ein hartes Stück Arbeit": Deutsche Bahn und GDL vertagen sich auf 9. Februar

Intensive zweitägige Gespräche • Noch kein formales Angebot vorgelegt • Übernächste Woche wird fünf Tage verhandelt • Streiks bis Ende Februar ausgeschlossen

In den laufenden Tarifverhandlungen haben sich die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) nach intensiven zweitägigen Gesprächen vertagt. Da die Zielvorstellungen beider Seiten noch weit auseinanderliegen, hat die DB zum jetzigen Zeitpunkt noch kein formales Angebot vorgelegt. 

„Wir haben uns mit komplexen Themen auseinandergesetzt und mögliche Lösungsansätze diskutiert“, sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler nach dem Ende der dritten Runde. „Die Atmosphäre ist weiterhin sachlich und konstruktiv, das ist gut. Aber es gibt viel Gesprächsbedarf. Bis zu einer Lösung ist es noch ein hartes Stück Arbeit.“

Die Tarifverhandlungen gehen am 9. Februar weiter und sind auf fünf Tage angesetzt. „Diese Verhandlungswoche gibt uns die nötige Zeit und damit die Chance, uns aufeinander zuzubewegen und Kompromisse zu finden. Unser Ziel bleibt es, bis Ende Februar am Verhandlungstisch einen tragfähigen Abschluss zu erreichen.“

Bis 28.2. gilt Friedenspflicht, Streiks sind so lange ausgeschlossen.

+++ Zweiter Termin 22. Januar +++

Presseinformation DB AG, Zweiter Termin am 22. Januar„Weiter zuversichtlich“: Deutsche Bahn und GDL setzen Tarifverhandlungen fort

Erster Einstieg in komplexe Themen • DB-Personalvorstand Martin Seiler:„Alle haben heute sehr konzentriert gearbeitet, ein inhaltlicher Start ist damit gemacht.“ • Nächster Termin in der kommenden Woche • Streiks bis Ende Februar ausgeschlossen  

Die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben ihre Tarifverhandlungen wie geplant fortgesetzt. Beim zweiten Gesprächstermin im Berliner Hauptbahnhof haben die Tarifpartner einen Einstieg in die komplexen Themen gefunden. Insgesamt geht es um 40 verschiedene Forderungen der GDL.

DB‑Personalvorstand Martin Seiler: „Die Gespräche laufen weiter sachlich und konstruktiv. Alle haben heute sehr konzentriert gearbeitet, ein inhaltlicher Start ist damit gemacht. Es ist noch viel zu tun, aber ich bin weiter zuversichtlich. Das Ziel ist klar: Wir wollen einen tragfähigen Abschluss am Tisch erreichen, der die Leistung gerade der operativen Kolleginnen und Kollegen anerkennt.“

Der nächste Termin findet bereits in der kommenden Woche statt: Am 28. und 29. Januar gehen die Verhandlungen in Berlin weiter. Insgesamt haben DB und GDL 14 Verhandlungstage im Januar und Februar vereinbart. Bis 28. Februar gilt Friedenspflicht, Streiks sind so lange ausgeschlossen.

+++ Auftakt 8. Januar +++

Presseinformation DB AG, nach Verhandlungsauftakt am 8. JanuarDeutsche Bahn und GDL starten Tarifverhandlungen: Erster Termin konstruktiv und sachlich

In Auftaktrunde Forderungen besprochen und Fahrplan abgesteckt • Streiks bis Ende Februar ausgeschlossen • DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Guter Start in gegenseitigem Respekt“

Die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben heute mit den Tarifverhandlungen begonnen. Der erste Termin im Berliner Hauptbahnhof war konstruktiv und sachlich, DB-Personalvorstand Martin Seiler sprach im Nachgang von einem „guten Start in gegenseitigem Respekt“.

Wie zum Auftakt von Tarifverhandlungen üblich, wurden die Forderungen der Gewerkschaft besprochen sowie der weitere Fahrplan abgesteckt. In den nächsten zwei Monaten haben DB und GDL insgesamt 14 Verhandlungstage vereinbart. Bis 28. Februar gilt Friedenspflicht, Streiks sind ausgeschlossen.

Martin Seiler betonte, dass die DB einen „fairen und tragfähigen Abschluss am Tisch“ erreichen will. Gerade die Leistung der operativen Mitarbeitenden müsse angesichts schwieriger Bedingungen gewürdigt werden.

Der nächste Verhandlungstermin ist der 22. Januar. 

O-Ton DB-Personalvorstand Martin Seiler zum Verhandlungsauftakt

Ende des oberhalb befindlichen Videos