Mehr zum Klimaschutz bei der DB
Die Deutsche Bahn hilft ihren Kunden, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Im Personenfernverkehr übernimmt die DB das mit 100 Prozent Ökostrom sozusagen gleich selbst für die Reisenden:
So fahren seit Januar 2018 alle ICE- und IC/EC-Züge mit 100 Prozent Ökostrom. Auch die S-Bahn Hamburg sowie die S-Bahn Berlin sind komplett mit Grünstrom unterwegs, wie auch alle elektrisch betriebenen Regionallinien in Baden-Württemberg.
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Mehr Ökostrom und weniger CO2 – darauf zielt auch das Angebot „EcoPlus“ von DB Cargo. Kunden können ihre Transporte auf der Schiene mit Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien klimaneutral rollen lassen. DB Cargo und auch DB Regio werden in den nächsten Jahren verstärkt in Ökostrom investieren.
Allein für die Beschaffung von Ökostrom gibt die DB pro Jahr einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag aus.
Neue Klimastudie bestätigt: Künftig mehr Extremwetter
In einer aktuellen Auftragsstudie des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (Juni 2021) für die DB, wurde erstmals das Wettergeschehen für die Jahre bis 2060 detailliert für 34 Verkehrsregionen untersucht.Auf Basis einer durchschnittlichen Vergleichsbetrachtung von Zeiträumen von gestern (1961-1990) mit heute (1991-2020) und szenarienhaften Klimamodellen für morgen (2031-2060), ermittelt sie die Veränderungen und möglichen Entwicklungen. Sie macht deutlich, dass die DB schon jetzt vom Klimawandel betroffen ist: Es gibt signifikante Veränderungen im Wettergeschehen in Deutschland.
Ergebnisse der aktuellen Studie im Überblick:
- Die Zahl der Witterungsextreme nimmt zu.
- Starkregentage nehmen leicht zu. Infolgedessen kann es häufiger zu Hochwassern oder zum Unterspülen von Bahndämmen kommen.
- Sturmtage lassen keine Tendenz erkennen lassen. Die Entwicklung bei den Sturm- und Starkregentagen ist anhand der Klimamodelle mit größeren Unsicherheiten behaftet.
- Hitzetage nehmen zu und die Anzahl der Kälte- und Schneetage werden weniger.
Unter zunehmender Hitze werden besonders die Regionen Karlsruhe und Mainz sowie Berlin, Leipzig und Cottbus leiden. Die wenigsten Eistage sind im Westen Deutschlands zu erwarten. Der Süden Deutschlands sowie die Region Hagen sind am stärksten von Starkregen betroffen. Zudem zeigt die Studie, dass bei Temperaturen ab 32 °C und bei Windgeschwindigkeiten von > 23 m/s Störungen an der Schieneninfrastruktur massiv steigen.
Die Analyse so genannter Großwetterlagen zeigt, welche Arten von wiederkehrenden Großwetterlagen zu bestimmten Jahreszeiten zu Extremwetter neigen und somit witterungsbedingte Störungen verursachen können. Über diesen Zusammenhang lassen Rückschlüsse auf das Störgeschehen ziehen. Durch die regionale Zuordnung der zukünftigen extremen Wetterereignisse liefert die Studie einen wichtigen Baustein für die Ausgestaltung einer Klima-Resilienzstrategie der Deutschen Bahn. Einbezogen in die Maßnahmen werden Infrastruktur und Fahrzeuge sowie die Energieanlagen und Bahnhöfe.