Vorbereitung bei Unwetter
Geht eine Unwetterwarnung ein, koordinieren in den Leitstellen der DB Netz zusätzliche Mitarbeiter den Bahnbetrieb und stehen in engem Kontakt mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen. An entsprechenden Standorten stehen Reparaturtrupps und Fahrzeuge bereit, um möglichst schnell Sturmschäden an Oberleitungen und umgestürzte Bäume im Gleisbett zu beseitigen. Auch mobile Trupps mit Kettensägen bereiten sich auf ihren Einsatz vor.
Droht ein Unwetter, prüft die DB die Schaltung einer kostenlosen Servicenummer, um die Reisenden zu informieren. Abhängig von der Schwere der Unwetter werden Kulanz- und Umtauschregeln für Tickets veröffentlicht.
An den Bahnhöfen und an den DB Informationen sind im Falle eines Unwetters zusätzliche Mitarbeiter Ansprechpartner für die Reisenden und verteilen bei Bedarf Getränke sowie Hotel- oder Taxigutscheine. Sollten Fahrgäste ihre Reise am gleichen Tag nicht mehr fortsetzen und nicht im Hotel übernachten können, bietet die DB ihnen sogenannte „Übernachtungszüge“ zum Schlafen an.
Nach einem Unwetter setzt die DB alles daran, den Betrieb so schnell wie möglich wieder aufzunehmen. Zuvor müssen die betroffenen Strecken aber auf etwaige Schäden an der Infrastruktur, wie z.B. kaputte Oberleitungen, überprüft werden. Um sich schnell einen Überblick zu verschaffen, lässt die DB die Strecken teilweise mit Hubschraubern abfliegen. Erst nach dieser Bestandsaufnahme ist eine verlässliche Prognose möglich, wie lange die Reparaturen dauern, und wann die Züge wieder rollen können.