Wie modernisiert man einen Zug? 3 Fragen an den Projektleiter Jan Poppendieck

Zum Inhalt springen

Nachfolgend finden Sie die häufigsten Fragen und unsere Antworten darauf.

Wie beantrage ich eine Drehgenehmigung?

Die Beschreibung finden Sie in unserem Bereich "Service & Recherche" hier.

Ende des Expander-Inhaltes
Ich suche eine Kontakt zur regionalen Pressestelle.

Anbei finden sie unsere Ansprechpartner vor Ort aufgeführt.

Ende des Expander-Inhaltes
Wie gelange ich an geeignetes Bildmaterial?

In unserem Mediaportal und der DB Mediathek finden Sie jedem Bedarf entsprechendes Material für ihre journalistischen Arbeiten.

Ende des Expander-Inhaltes

Wie modernisiert man einen Zug? 3 Fragen an den Projektleiter Jan Poppendieck

Jan Poppendieck
Jan Poppendieck, Projektleiter DB Fernverkehr

Jan Poppendieck verantwortet das Redesign von der ingenieurstechnischen Planung bis hin zur Inbetriebnahme des letzten modernisierten Zuges. Erfahrung hat er bereits beim Redesign des ICE 2 und ICE T gemacht.

1. Wie läuft das Redesign eines Zuges ab?

Das Redesign eines Zuges dauert rund neun Wochen und wird im Werk der DB Fahrzeuginstandhaltung in Nürnberg durchgeführt. Der Zug wird entkernt, technisch überholt und dann nach und nach im Innenraum ausgebaut. Es sind parallel drei Züge im Werk. Alle drei Wochen wird ein modernisierter Zug fertig.

2. Die DB hat doch jetzt den ICE 4. Warum modernisiert sie die ICE-3-Züge noch? 

Ökologisch und ökonomisch betrachtet macht ein Redesign absolut Sinn. Die Fahrzeuge sind für eine Lebensdauer von mindestens 30 Jahren ausgelegt. Die Züge sind jetzt 15 Jahre im Einsatz und zum Teil abgenutzt sowie nicht mehr auf dem neuesten technischen Stand. Außerdem haben sich die Kundenbedürfnisse verändert. Mit dem Redesign bauen wir technische Neuerungen ein und gestalten den Innenraum neu, damit sich unsere Kunden noch wohler fühlen.

3. Wo werden die modernisierten Züge eingesetzt? 

Bis Jahresende werden die Züge auf allen Strecken eingesetzt, auf denen der ICE 3 heute bereits unterwegs ist, so zum Beispiel zwischen München und dem Ruhrgebiet über Nürnberg oder Stuttgart und jeweils Flughafen Frankfurt. Da die ICE-3-Flotte nun auch mit dem Europäischen Zugkontrollsystem (ETCS) ausgerüstet wird, verkehren die Züge ab Ende 2017 dann zusätzlich auf der neuen Schnellfahrstrecke Berlin – München.