Zug um Zug eisfrei
Nicht nur Gleise, Weichen und Oberleitungen sind im Winter besonders beansprucht, auch die Züge werden fit gemacht für die kalten Monate. Bei DB Regio gibt es in Reinigungsanlagen, Werkhallen und eigens dafür errichteten Zelten über 60 Anlagen, die mit Warmwasser oder warmer Luft Fahrzeuge auftauen.
Im ICE-Werk in Frankfurt am Main werden Fernverkehrszüge in einer Glykolbehandlungsanlage präpariert, damit Schnee und Eis nicht haften bleiben können. Die DB heizt die Züge während der Frostperiode vor. Dafür gibt es in den Abstellanlagen sogenannte Elektranten, mit denen die stationäre Energieversorgung ermöglicht wird. Dies vermeidet das Entladen der Batterien, verhindert das Einfrieren der Dieselmotoren und schont die Umwelt, da die Motoren nicht stundenlang im Warmhaltebetrieb laufen müssen.
Frostwachen kontrollieren Tag und Nacht die abgestellten Züge
Bei sehr niedrigen Temperaturen kann die Mechanik der Stromabnehmer während der Standzeiten vereisen und festfrieren. Das verhindern Mitarbeiter als sogenannte Frostwachen, indem sie die Züge kurzzeitig starten und Fahrzeugteile bewegen. Mobile Instandhaltungs-Teams führen unterwegs kleinere Reparaturen durch. Damit müssen betroffene Züge in vielen Fällen gar nicht erst aus dem Verkehr genommen werden.
Für Loks, die älter sind als 20 Jahre, heißt es auch bei DB Cargo: Winterfest machen. Dies betrifft rund 130 Loks der Baureihen 151 und 155. Vorgenommen werden Inspektions- und Wartungsarbeiten, wie z.B. das Abfetten der Stromabnehmer, das Prüfen der Sandstreuanlage, der Fahrzeugbatterie sowie der Scheibenheizung und das Auffüllen der Scheibenwaschanlage mit Wasser und Frostschutzmittel sowie das Entwässern der Druckluftanlage.