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Cottbus: Spatenstich für Infozentrum zum Strukturwandel in der Kohleregion

Baubeginn für Pavillon direkt am Hauptbahnhof • Präsentation der Projekte rund um den Strukturwandel im Land Brandenburg, wie etwa das neue Bahnwerk in Cottbus • Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger

Mit einem Informationszentrum direkt am Hauptbahnhof in Cottbus wollen das Land Brandenburg, die Stadt Cottbus/Chóśebuz und die Deutsche Bahn (DB) die Bürgerinnen und Bürger über die Maßnahmen für den Strukturwandel in der Lausitz informieren. Dazu gehört auch das neue Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn, das bereits ab 2024 den Betrieb aufnehmen wird.

Nach dem heutigen symbolischen Spatenstich hat der Bau dieses Infozentrums jetzt begonnen. Eröffnet werden soll das 150 Quadratmeter große Gebäude aus Stahl-Holz-Modulen Ende Februar 2022.

Das Infozentrum wird den aktuellen Planungsstand des neuen Bahnwerks zeigen und über den Fortschritt der Bauarbeiten informieren. In dem Pavillon werden auch viele weitere Projekte aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen präsentiert, die den Strukturwandel in Brandenburg befördern. Zusätzlich bietet der Pavillon Platz für Veranstaltungen mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Finanziert wird das Infozentrum durch Mittel aus dem Strukturstärkungsgesetz des Bundes. Den Betrieb übernehmen die Stadt Cottbus/Chóśebuz und die Deutsche Bahn.

Dr. Benjamin Grimm, Staatssekretär in der Staatskanzlei Brandenburg: „Die Strukturentwicklung der Lausitz ist auf gutem Weg. Ich freue mich sehr, dass sie mit dem Info-Pavillon nun an prominenter Stelle in Cottbus ein ‚Schaufenster‘ bekommt. Die Botschaft ist klar: Die ganze Region stellt sich optimistisch den Herausforderungen des Strukturwandels. Der jüngste Ansiedlungserfolg mit der Entscheidung von Rock Tech, fast eine halbe Milliarde Euro in Guben zu investieren, ist dafür bester Beweis. Jeder Gast des Pavillons wird die enormen Potenziale der Lausitz erkennen.“

Holger Kelch, Oberbürgermeister der Stadt Cottbus/Chóśebuz: „Der heutige Spatenstich zeigt ebenso wie die bauvorbereitenden Arbeiten am Werksgelände deutlich: Der Strukturwandel kommt ganz konkret in Schwung, oder – um im Bild zu bleiben – die notwendigen Gleise dafür werden gelegt. Danach müssen wir die Züge draufsetzen und in Fahrt bringen. Im neuen Infozentrum können die Bürgerinnen und Bürger die ‚Fahrpläne‘ dafür studieren. Hier wird auch deutlich, dass Wort gehalten und der Wandel gestaltet wird.“

Dr. Joachim Trettin, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land Brandenburg: „Die Bürgerinnen und Bürger in Cottbus werden den Bau des neuen Bahnwerks unmittelbar mitverfolgen können. Das Info-Zentrum wird zeigen, warum die Bahn das neue Werk braucht, was wir dort machen und wie Stadt und Region davon profitieren. Wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch!“

Das neue Werk Cottbus

Die DB baut in Cottbus ein neues Instandhaltungswerk, in dem vor allem ICE-4-Züge gewartet werden. Insgesamt entstehen durch das neue Werk 1.200 neue hochqualifizierte Industriearbeitsplätze. Bis 2024 errichtet die DB zunächst eine zweigleisige Halle. Später folgt eine weitere Halle mit vier Gleisen, diese soll 2026 fertig sein. Derzeit erhält die DB alle drei Wochen einen neuen ICE 4. Die Flotte umfasst aktuell mehr als 80 Züge. Ende 2024 sollen in ganz Deutschland 137 ICE 4 im Einsatz sein. Mehr Infos zum neuen Werk Cottbus: https://www.db-neues-werk-cottbus.com/

Das neue Werk wird auf Basis des Investitionsgesetzes Kohleregionen finanziert. Vorgesehen sind daraus Investitionen in Höhe von 1 Milliarde Euro. Mit diesem Gesetz unterstützen Bund und Länder die vom Kohleausstieg betroffenen Regionen in Brandenburg, im Freistaat Sachsen, in Sachsen-Anhalt und in Nordrhein-Westfalen beim Aufbau zukunftsfähiger Arbeitsplätze und neuer Wirtschaftsstrukturen.