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Priorität eins für den Bahnknoten Köln: Hochrangig besetzter Koordinierungsrat hat sich konstituiert

DB, Politik und Verwaltung sorgen für Rückenwind beim Ausbau des Bahnknotens Köln / Koordinierungsrat tritt zweimal jährlich zusammen

Mit dem Ausbau des Bahnknoten Köln wollen das Land Nordrhein-Westfalen, der Nahverkehr Rheinland und die Deutsche Bahn gemeinsam mit allen beteiligten Partnern für eine moderne, metropolengerechte Mobilität für den Großraum Köln sorgen. Mit einem ganzen Maßnahmenbündel – vom Ausbau der S-Bahn-Stammstrecke bis hin zur Elektrifizierung von Eisenbahnstrecken oder strategisch wirkungsvollen Überwerfungsbauwerken – gehört der Ausbau des Bahnknoten Kölns zu den anspruchsvollsten und dynamischsten Bauprojekten in Deutschland. Rückenwind bekommt das Großprojekt nun von einem hochrangig besetzten Koordinierungsrat, der sich am Freitag, 5. Juli, in Köln konstituiert hat. Sein Ziel: Die Planung und den Bau konstruktiv begleiten, den kurzen Draht zwischen den Institutionen herstellen und Lösungen finden, um den dringend notwendigen Infrastrukturausbau effizient voranzutreiben.

Mitglieder des Koordinierungsrates sind:

Dr. Hendrik Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Karin Paulsmeyer, Abteilungsleiterin im NRW-Verkehrsministerium, Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Gisela Walsken, Präsidentin der Kölner Bezirksregierung, Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer des Nahverkehrs Rheinland (NVR), Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land NRW, Prof. Dr. Dirk Rompf, Vorstand für Netzplanung und Großprojekte der DB Netz AG und Leiter des Gremiums, sowie Sven Hantel, Vorstand Produktion bei der DB Station & Service AG.

Im Februar 2019 hatten das Land NRW, der Nahverkehr Rheinland und die Deutsche Bahn Planungsaufträge über insgesamt 110 Millionen Euro für den Ausbau des Bahnknotens unterzeichnet. Im Bundesverkehrswegeplan ist das Projekt mit einem Gesamtwert von rund 3,6 Milliarden Euro beziffert. Die gesteckten Ziele sind ehrgeizig: Der Ausbau soll nicht nur Engpässe beseitigen und wesentlich mehr Schienenkapazitäten im Rheinland schaffen, sondern vor allem auch möglichst schnell umgesetzt werden. Zudem stehen auch bei Brücken und Straßen in NRW viele Baumaßnahmen an, die mit dem Schienenausbau koordiniert werden müssen, um die Region mobil zu halten.

Zitate

Prof. Dr. Dirk Rompf, Vorstand für Netzplanung und Großprojekte der DB Netz AG und Leiter des Gremiums: „Mit dem Koordinierungsrat haben wir die Chance, die Zeit für den Schienenausbau deutlich zu verkürzen und den Engpass für den nationalen und internationalen Schienenverkehr im Knoten Köln schneller aufzulösen.“

Dr. Hendrik Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen: Der Bahnknoten Köln ist ein zentraler Verknüpfungspunkt mit bundesweiter Bedeutung. Durch den Ausbau schaffen wir gemeinsam die Voraussetzung für eine moderne und metropolengerechte Mobilität – für Pendler und Unternehmen. Mit dem Koordinierungsrat kommt mehr Tempo in die Planung.“

Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln: Für die Stadt Köln ist die Verbesserung der Situation im Bahnknoten Köln aktiver Klimaschutz und ein wichtiger Baustein der Verkehrswende. Gleichzeitig ist es klar, dass wir unseren Standortvorteil und die Wettbewerbsfähigkeit nur erhalten, wenn die Schieneninfrastruktur den stetig wachsenden Passagierzahlen gerecht wird. Wir haben in den letzten Monaten große gemeinsame Fortschritte im Hinblick auf die Finanzierung und Planung der wichtigen Einzelprojekte im Bahnknoten gemacht. Das kommt mittelfristig den Bahnfahrenden sowohl im Nahverkehr in Köln als auch dem Fernverkehr zugute. Ich freue mich sehr, dass der Koordinierungsrat nun zusammenkommt, um Schwierigkeiten in der Projektumsetzung frühzeitig zu erkennen und konstruktiv aufzulösen. Ich verspreche mir davon, dass wir das Umsetzungspaket mit Hochdruck vorantreiben können.

Bonns Stadtbaurat Helmut Wiesner in Vertretung von Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Stadt Bonn: „Der Bahnknoten Köln hat eine große Bedeutung für die gesamte wachsende Region. Allein für Bonn geht man derzeit bis 2040 von einem Bevölkerungswachstum von rund 12 Prozent aus. Dringend notwendig sind Investitionen in die Bahn-Infrastruktur, für die es einen langen Atem und eine kluge Koordination braucht. Dazu leistet der Koordinierungsrat einen wertvollen Beitrag, die Stadt Bonn beteiligt sich gerne.“

Gisela Walsken, Präsidentin der Kölner Bezirksregierung: „Der Ausbau des Bahnknotens Köln ist einer der wichtigsten Großprojekte zur Förderung der Mobilität in der Region. Eine vernetzte Partnerschaft ist eine gute Voraussetzung, um die Schienenkapazitäten im Rheinland schnell und effizient zu erweitern.“

Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer des Nahverkehrs Rheinland (NVR): „Dass wir in den letzten Monaten ein großes Stück vorangekommen sind, liegt auch an der Geschlossenheit, mit der alle politischen Akteure hier im Rheinland agiert haben. Diese Unterstützung ist ein sehr wichtiges Signal und zeigt, dass alle Beteiligten die Notwendigkeit des Ausbaus des Knoten Kölns erkannt haben.“

Sven Hantel, Vorstand Produktion bei der DB Station & Service AG: „Der Koordinierungsrat bietet uns die Möglichkeit, die Vielfalt der Themen für Verbesserungen im Bahnknoten Köln fokussiert mit unseren Partnern abzustimmen. So entwickeln wir auch die Bahnhöfe als Mobilitätsdrehscheiben gemeinsam weiter und schaffen damit einen Mehrwert für unsere Kunden – wie zum Beispiel beim barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Köln Messe/Deutz.“