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Frankfurt am Main

Zehn Jahre Strom vom Dach der grünen S-Bahn-Werkstatt

20.000 Quadratmeter große Photovoltaikanlage in unmittelbarer Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofs liefert jährlich rund 950.000 Kilowattstunden sauberen Strom • Gesamte Werkstatt konsequent klima- und umweltfreundlich ausgerichtet

Eine der größten Photovoltaik-Anlagen im Rhein-Main-Gebiet feiert am 18. April 2021 ihr zehnjähriges Bestehen. Sie umfasst eine Fläche von 20.000 Quadratmetern und befindet sich nur ein paar Schritte vom Frankfurter Hauptbahnhof entfernt auf dem Dach der dortigen S-Bahn-Werkstatt. Geplant und errichtet wurde das 1,1 Megawatt starke Sonnenkraftwerk von der Firma Juwi. Seit ihrer offiziellen Inbetriebnahme im Jahr 2011 hat die aus über 14.300 Solarmodulen bestehende Anlage über neun Millionen Kilowattstunden elektrische Energie produziert. Dies entspricht der Menge, die mehr als 2.000 Vier-Personen-Haushalte in einem Jahr verbrauchen. Mehr als 5.500 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 konnten eingespart werden.

„Klimaschutz geht uns alle an. Wir als Deutsche Bahn haben uns dem ehrgeizigen Ziel verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu sein. Die Kooperation mit Juwi zeigt, was auch mitten im Herzen einer Großstadt alles möglich ist. Es bietet sich einfach an, solche Flächen wie unser Werkstattdach zur klimafreundlichen Stromerzeugung zu nutzen“, sagt Christian Roth, Vorsitzender der Geschäftsleitung der S-Bahn Rhein-Main.

Michael Class, Vorstandsvorsitzender der juwi AG ergänzt: „Strom aus Solarenergie hat sich zur kostengünstigsten Form der Stromerzeugung entwickelt und ist ein zentraler Baustein bei der Umstellung der deutschen Wirtschaft in Richtung Klimaneutralität. Gerade große Dachflächen von Gewerbe- und Industriebetrieben bieten hierfür großes Potenzial, das viel stärker als bislang genutzt werden müsste.“

Aber nicht nur auf dem Dach der Werkstatt setzt die S-Bahn Rhein-Main auf Erneuerbare Energien und Klimaschutz. Die gesamte Werkstatt ist konsequent energieeffizient und umweltschonend ausgerichtet. So wird die 200 Meter lange Halle mit Fernwärme geheizt und mit stromsparenden LED beleuchtet. Das warme Wasser wird mit Solarthermie erzeugt. Als Dienstfahrzeug dient ein Elektroauto, aus der Steckdose kommt ausschließlich Ökostrom und bei der Ausstattung der Büroarbeitsplätze wird darauf geachtet, dass ausschließlich stromsparende IT zum Einsatz kommt. Auch beim Entfernen von Graffiti von den Fahrzeugen setzt die DB auf umweltschonende Verfahren.

Die moderne Werkstatt wurde 2006 in einer ehemaligen Lagerhalle der Post errichtet. Pro Tag werden hier bis zu 30 Züge der S-Bahn Rhein-Main überprüft und gewartet. 125 Mitarbeiter sind hierfür rund um die Uhr im Schichtbetrieb im Einsatz. Da die Bahnen vor allem tagsüber benötigt werden, finden die regelmäßigen Kontrollen und notwendigen Reparaturarbeiten auch nachts statt.

Mehr zum Thema Umwelt- und Klimaschutz bei der DB unter: www.dasistgruen.de