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Leipzig/Erfurt

Bahnhofsmission bezieht Räume im Erfurter Hauptbahnhof

Bahnhofsmission hilft in akuten Nöten oder existenziellen Notlagen und unterstützt das Servicepersonal der DB bei der Betreuung der Reisenden

Nach siebenmonatiger Bauzeit kann die ökumenische Bahnhofsmission ihr neues Domizil auf Bahnsteig 3/8 im Erfurter Hauptbahnhof beziehen. Die Deutsche Bahn (DB) investierte 500.000 Euro. Durch intensives Fundraising der Erfurter Bahnhofsmission konnten davon 165.000 Euro aus Stiftungsmitteln, vor allem der Vereinigten Kirchen- und Klosterkammer, der Share Value Stiftung und durch Spenden beigetragen werden. Weitere Spendenmittel wurden für den Innenausbau eingeworben, was für die Resonanz der Arbeit der Bahnhofsmission Erfurt in der Öffentlichkeit spricht. Heute übergab Christine Kromke, Leiterin des Bahnhofsmanagements Erfurt, dem Vereinsvorsitzenden der Ökumenischen Bahnhofsmission Erfurt e. V., Dr. Hubertus Schönemann, und Heike Müller, Leiterin der Bahnhofsmission Halle (Saale) sowie als Vertreterin für den Bahnhofsmission Deutschland e. V., die neuen Räumlichkeiten für die Bahnhofsmission auf dem Bahnsteig 3/8.

„In den neuen Räumen der Bahnhofsmission finden Reisende einen Rückzugsraum, um sich von den Strapazen einer Reise zu erholen. Bedürftige Menschen finden dort ein offenes Ohr für ihre Probleme und es wird nichts unversucht gelassen, ihnen zu helfen. Außerdem finden die ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Bahnhofsmission nun moderne und geräumige Arbeitsbedingungen vor, die ihnen ihre selbstlose und verantwortungsvolle Tätigkeit erleichtern“, betonte Christine Kromke bei der Eröffnung.

Der Vorsitzende der Bahnhofsmission Erfurt, Hubertus Schönemann, freut sich ebenfalls über die neuen Räumlichkeiten: „Der Pavillon wird unsere Arbeit mit den Menschen am Bahnhof sehr voranbringen. Dennoch werden unsere Freiwilligen auch mobil im Bahnhofsumfeld unterwegs sein, um zu einer guten Atmosphäre und zur psycho-sozialen Stabilität im Umfeld des Erfurter Hauptbahnhof beizutragen."

Die Bahnhofsmissionen sind seit über 125 Jahren Einrichtungen der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland, die in einer partnerschaftlichen Kooperation mit der Deutsche Bahn Stiftung verbunden sind und von dieser unterstützt werden. Seit 2017 ist die in Erfurt gegründete ökumenische Bahnhofsmission gleichzeitig ein Erprobungsraum für eine neue Art von Kirche der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Unter dem Motto „Menschlichkeit am Zug“ bieten die Mitarbeitenden der Bahnhofsmission jedem Menschen Aufmerksamkeit, Unterstützung, Beratung, Begleitung und Vermittlung unabhängig von Geschlecht, Alter, Konfession, Nationalität und sozialem Status an. Die langjährige, enge Zusammenarbeit der Bahnhofsmissionen mit der Deutsche Bahn Stiftung und die daraus entstandenen Projekte und Angebote leisten den Gästen der Bahnhofsmissionen wirksame Hilfe und unterstützen die Bahnhofmissionen in ihrer weiteren Entwicklung.

Die DB engagiert sich seit ihrer Gründung im Jahr 1994 in zahlreichen gesellschaftlichen und sozialen Projekten. Sie knüpft damit an eine Tradition von Solidarität und Verantwortung an, welche die Eisenbahner über lange Zeit pflegten und auch heute noch pflegen, etwa über Sozialeinrichtungen wie das Bahnsozialwerk (BSW) oder den Eisenbahn-Waisenhort (EWH). Die Deutsche Bahn hat Anfang 2013 die Deutsche Bahn Stiftung gegründet, um ihr gemeinnütziges Engagement zu bündeln um ihrer gesellschaftlichen Verantwortung noch wirksamer nachzukommen und diese auszubauen.